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faqs.org - Internet FAQ Archives

<2007-06-03> de.rec.tiere.katzen FAQ - Haeufig gestellte Fragen (3/3)

( Part1 - Part2 - Part3 )
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Archive-name: de/katzen-faq/part3
Subject: <2007-06-03> de.rec.tiere.katzen FAQ - Haeufig gestellte Fragen (3/3)
Maintainer: drtk-FAQ-Team <team@drtk-faq.de>
URL: http://www.drtk-faq.de/
Last-posted: 2007-05-06
Last-modified: 2007-06-03
Posting-Frequency: monthly

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4.10     Wie finde ich einen guten Tierarzt/eine geeignete Tierklinik?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, da jeder andere Maßstäbe
für die Auswahl des TA ansetzt. Sinnvoll ist es sicher, im Freundes- und
Bekanntenkreis nachzufragen, ob jemand positive oder negative
Erfahrungen mit einem TA gemacht hat.  Wenn auch auf diesem Wege keine
Erfahrungen zu sammeln sind, dann hilft meistens nur ein Blick in die
Gelben Seiten. Sinnvoll ist es, bei dem ausgewählten Arzt einen Termin
auszumachen. Wenn man in die allgemeine Sprechstunde ohne Voranmeldung
kommt, dann kann es durchaus sein, da sich der Arzt nicht so viel Zeit
nehmen kann, wie man es für ein erstes Kennenlernen wünscht.


4.11     Was kostet eine Behandlung?

Die Kosten für den TA werden durch die Tierärztegebührenordnung (GOT)
festgelegt. Für eine Behandlung unter normalen Umständen muss mindestens
der einfache, maximal der dreifache Satz der GOT bezahlt werden.
Besondere Umstände, wie z. B. ein Nachteinsatz, werden mit höheren
Gebühren abgegolten. Aber auch hier nennt die GOT den Rahmen, in dem
sich die Preise bewegen müssen. Die derzeit gültige Version stammt vom
1. August 1999 und ist unter
http://www.vetdomain.de/Sites/gebuehrenordnung1999.htm nachzulesen.


4.12     Wie finde ich einen guten Tierheilpraktiker?

Das ist alles andere als einfach, weil sich auf diesem Gebiet eine Menge
Scharlatane und Betrüger tummeln, die nur auf das Geld gutgläubiger und
verzweifelter Tierhalter aus sind.

Zunächst einmal ist die Bezeichnung Tierheilpraktiker kein geschützter
Begriff. Wer immer will, darf sich so nennen und Tiere "behandeln".
Medizinische Kenntnisse sind nicht nötig.

Die Wirksamkeit der meisten Behandlungsmethoden, die von
Tierheilpraktikern praktiziert werden, ist nicht nachgewiesen. Das soll
nicht heißen, dass sie in jedem Fall nutzlos sind. Es gibt aber bisher
keine Beweise für ihren Nutzen.

Für die Wahl des richtigenTierheilpraktikers können hier nur
Anhaltspunkte gegeben werden. Er sollte:

· mehr als nur oberflächliche (tier-) medizinische Kenntnisse haben;

· mehrere Jahre Erfahrung in einer Fremdpraxis gesammelt haben, bevor er
  seine eigene Praxis eröffnet;

· bereit sein, mit einem TA zusammenzuarbeiten;

· von vornherein auf die Grenzen seiner Möglichkeiten hinweisen - ein
  seriöser Tierheilpraktiker behauptet niemals, z.B. FIP, feline
  Leukämie oder eine chronische Niereninsuffizienz heilen zu können;

· umgehend an einen TA verweisen, wenn eine Krankheit vorliegt, gegen
  die er nichts ausrichten kann;

· sich den Patienten auf jeden Fall selbst ansehen und gründlich
  untersuchen - Fernbehandlung ist immer und in jedem Fall
  Scharlatanerie und außerdem nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG § 9)
  verboten;

· nicht gleich auf jeden neuen Zug aufspringen. Wenn er jede in der
  aktuellsten Illustrierten als sensationelle Neuentdeckung angepriesene
  Methode noch am selben Tag aufgreift und als Nonplusultra verkauft,
  weiß er mit Sicherheit nicht, was er tut.

Ideal wäre ein guter TA mit naturheilkundlicher Zusatzausbildung.


4.13      Wenn gar nichts mehr hilft. . .

Manchmal kommt der Augenblick, an dem man am Ende aller Heilkunst
angelangt ist. Hier steht der Mensch vor der sehr schweren Entscheidung,
ob er seine Katze einschläfern lassen soll. Bei einer Krankheit ist
häufig der Rat eines zweiten TA sinnvoll, um eine endgültige
Entscheidung mit größerer Sicherheit treffen zu können. Letztlich sollte
immer das Wohl des Tieres, nicht das des Menschen im Vordergrund stehen.
Es ist nicht leicht, sich von einem langjährigen Lebensbegleiter zu
trennen, aber dies wird durch die ersparten Leiden der Katze aufgewogen.


4.13.1        Der Tod eines Tieres

Leider gehört der Tod zum Leben. Und uns ist immer nur eine kurze Zeit
mit den Tigern vergönnt. Wenn es so weit ist, müssen wir sie gehen
lassen, auch wenn es schwer fällt. Wenn ihr noch andere Tiere habt, gebt
ihnen bitte die Gelegenheit, sich ebenfalls zu verabschieden. Lasst sie
den leblosen Körper beschnuppern und auf ihre Art Lebewohl sagen.

Nach einer gewissen Zeit denkt ihr bestimmt auch an eine andere Katze.
Es ist kein Ersatz, und es ist keine Treulosigkeit, wenn ihr einer
anderen Katze ein Zuhause gebt. Im Gegenteil, viele Katzen warten
sehnsüchtig auf eine neue Heimat. Und euer Herz ist groß genug.


4.13.2        Meine Katze muß eingeschläfert werden. Wie geht das vor sich?

Um das Leben einer Katze zu beenden, benutzt der TA gewöhnlich eine von
drei Methoden.

Die einfachste Variante ist die Überdosierung eines normalen
Narkosemittels. Nach der Injektion schläft das Tier langsam ein, bis
alle Lebensfunktionen erlöschen.

Die zweite Variante besteht aus der Gabe von zwei Spritzen: Die erste
enthält ein Narkosemittel in normaler Dosierung, die zweite das
eigentliche Gift (häufig T61 oder Eutha77). Die Narkose ist in diesem
Fall unbedingt erforderlich, da die Gifte ohne Narkose zu einem
qualvollen Ersticken führen würden.

Die dritte Methode ist umstritten. Bei dieser wird das Gift direkt in
das Herz gespritzt. Wenn es funktioniert, ist das Tier binnen Sekunden
gestorben. Jedoch setzt diese Methode große Erfahrung beim TA voraus. In
drtk wurde schon mehrfach von Vorfällen berichtet, bei denen der TA das
Herz nicht richtig getroffen hatte und die Katze noch unnötige Schmerzen
vor ihrem Tod erleiden musste.


4.13.3    Darf ich meine Katze im Garten begraben?

Viele Katzenhalter wollen ihr totes Tier nicht einfach beim TA
zurücklassen, da dieser es normalerweise in eine
Tierkörperbeseitigungsanstalt bringen lässt. Grundsätzlich ist das
Begraben des Tieres im eigenen Garten erlaubt, wenn dieser nicht in
einem Wasserschutzgebiet liegt. Zusätzlich gilt, dass das Tier mit einer
mindestens 50 cm starken Erdschicht bedeckt werden muss. Geregelt wird
dies durch den Paragraf 5 des Tierkörperbeseitigungsgesetzes, das in
Deutschland bundesweit gültig ist.

Wenn man keinen eigenen Garten hat, in dem man sein Tier begraben
könnte, dann existiert noch die Möglichkeit, das Tier einäschern zu
lassen (TA nach entsprechenden Unternehmen fragen) oder ein Grab auf
einem Tierfriedhof zu kaufen. Eine Liste von Tierfriedhöfen, sortiert
nach Postleitzahlen, hat Birgit Lötzerich auf
http://www.loetzerich.de/Abschied/Tierfriedhofe/tierfriedhofe.html
zusammengestellt.


4.13.4    Wo finde ich die Geschichte von der Regenbogenbrücke?

Die "Regenbogenbrücke" ist ein kleines Gedicht, welches den Halter 
eines verstorbenen Tieres in seinem Schmerz etwas trösten möchte. Im
Web existieren verschiedene Versionen. Das Original ist von Paul C. 
Dahm, erschienen in seinem Buch "The Rainbow Bridge", 1997. Christel
Wysocki hat eine englischsprachige Version ins Deutsche übersetzt und
auf http://www.christelw.de/katzen/rainbow/ veröffentlicht.


5 Fortpflanzung


5.1      Sterilisieren oder Kastrieren?

Ein populärer Irrtum ist, dass Kater kastriert und Kätzinnen
sterilisiert werden. Die beiden Begriffe bezeichnen unterschiedliche
Operationen: Bei der Kastration werden die Keimdrüsen (Eierstöcke,
Hoden) entfernt. Bei der Sterilisation hingegen bleiben sie erhalten,
jedoch werden Ei- oder Samenleiter durchtrennt. Bei Katzen ist die
Kastration seit Jahren allgemein üblich. Im Gegensatz zur Sterilisation,
bei der lediglich Verhinderung von ungewollten Schwangerschaften im
Vordergrund steht, wird bei der Kastration auch in den Hormonhaushalt
und damit in das Verhalten des Tieres eingegriffen. Hiermit wird zum
einen ein dem Menschen unangenehmes Verhalten unterdrückt (z. B. das
Markieren mit Urin), zum anderen wird ernstzunehmenden
Gesundheitsschäden wie Krebs vorgebeugt, die z. B. eine Dauerrolligkeit
verursachen kann (umfassendere Ausführungen dazu sind unter
http://www.odo.in-berlin.de/kastration.html zu finden).


5.2 Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kastration?

Ein Richtwert ist das Alter von 6 Monaten. Jugendliche Freigänger und
junge Katzenpärchen sollten jedoch früher kastriert werden. Die erste
Rolligkeit einer Kätzin kann bereits im Alter von 4-5 Monaten 
stattfinden und muss keineswegs abgewartet werden. Im Gegenteil ist es
sogar günstiger, wenn die Kastration vorher stattfindet.

Sorgen, eine "zu früh" vorgenommene Kastration könnte der Entwicklung
einer Katze schaden sind unbegründet. Das weit verbreitete Vorurteil,
ein Kater könnte durch einen frühen Kastrationszeitpunkt später 
Probleme mit den Harnwegen bekommen ist zweifelsfrei widerlegt: für die
Harnwegsentwicklung spielt Testosteron keine Rolle. Auch Größe und
Körperbau sind genetisch bedingt und nicht von Geschlechtshormonen
abhängig.

Seit Jahrzehnten werden Frühkastrationen (Kastrationsalter bis ca. 14
Wochen) in den USA aus Tierschutzgründen praktiziert - um sicher-
zustellen, dass das Katzenelend nicht durch weiteren unerwünschten 
Nachwuchs vergrößert wird. Darüberhinaus haben Frühkastrationen 
weitere Vorteile für die Katze, z.B. ist die Operation kürzer, 
einfacher und wird besser vertragen. Frühkastrationen werden auch im
deutschsprachigen Raum mit steigender Tendenz durchgeführt, wobei es
um die praktische Erfahrung von Tierärzten diesbezüglich noch unter-
schiedlich bestellt ist. Entschließt man sich zu einer Frühkastration,
sollte man unbedingt einen Tierarzt wählen, der auf diesem Gebiet
erfahren ist.


5.2.1 Besonderheiten bei Kätzin und Kater

Während einer Rolligkeitsphase sollte möglichst keine Kastration
durchgeführt werden, da Eierstöcke und Gebärmutter stark durchblutet
sind. Ist es unumgänglich, muss auf jeden Fall der Tierarzt von dem
Zustand unterrichtet werden, damit er sich darauf einstellen kann.

Auch eine trächtige Katze kann noch kastriert werden. In dem Fall
(möglichst frühzeitig, wenn die Föten noch klein sind) wird die
Gebärmutter komplett entfernt. Das hört sich nicht gut an, ist aber
manchmal für die Katze besser. Eventuell ist sie noch zu jung, oder es
drohen Missbildungen aufgrund von Inzucht.

Bei einer Kater-Kastration ist zu bedenken, dass der Kater trotz
Kastration noch ca. sechs Wochen - in Einzelfällen auch länger -
zeugungsfähig sein kann!


5.3       Was spricht für eine Kastration?

Es gibt viele Katzen, die in Tierheimen und bei privaten Tierschützern
auf ein neues Zuhause warten. Und es gibt viele Katzen, die ungeliebt
und allein auf sich gestellt versuchen, durch ihr viel zu kurzes Leben
zu kommen. Es muss nicht sein, dass nur, weil jemand gern mal
Katzenbabys haben möchte, noch mehr Tiere produziert werden.

Kommen wir zu "handfesteren" Gründen:

Der unkastrierte Kater...

· markiert sein Revier. Und die Duftmarke wirkt auf die Menschen
  ziemlich penetrant.

· kämpft hart um Reviergrenzen und rollige Weibchen. Das hat häufig hohe
  TA-Rechnungen zur Folge, abgesehen von den schmerzenden Wunden, die
  sich der Kater mitunter durch diese Kämpfe einhandelt. Dazu kommt ein
  erhöhtes Risiko, sich durch die Kämpfe mit FeLV (Felines Leukämie
  Virus, also Leukämie/Leukose) oder FIV (Felines Immunschwäche Virus)
  zu infizieren.

· stromert auf der Suche nach rolligen Weibchen.

Die unkastrierte Katze...

· wird regelmäßig rollig. So eine Rolligkeit mag ja ganz putzig auf die
  Menschen wirken. Aber für die Katze ist es Stress. Wird ihre
  Rolligkeit nicht befriedigt, wird sie schnell wieder rollig. Es droht
  eine Dauerrolligkeit. Sie isst kaum noch, wird nervös, vernachlässigt
  ihre Körperpflege.

· trägt als Draußenkatze ebenfalls ein erhöhtes FeLV- und FIV-Risiko 
  durch die Nachstellungen der Kater (insbesondere durch den Nackenbiss
  des Katers bei der Paarung).

· kann krankhafte Veränderungen an der Gebärmutter bekommen (Krebs, dazu
  siehe auch 5.1).


5.4       Woran erkennt man die Geschlechtsreife?

Der Kater beginnt oft damit, sein Revier zu markieren. Das kann leider
auch in der Wohnung passieren.  Beim Markieren wird Urin mit Duftstoffen
(recht penetrant für Menschennasen) meist schräg nach oben gegen eine
Fläche (Wand, Schrank, Sofa, Baum, Hausecke. . . ) gespritzt. Der
Schwanz ist nach oben abgespreizt, und die Hinterpfoten treteln (oder
pumpen). Auch der Urin in der Katzentoilette riecht durch die Duftstoffe
streng.

Dazu kommt häufig ein typisches Revierverhalten, d. h. es beginnt die
Zeit der Katerkämpfe um Revier und Weibchen.

Eine Kätzin wird rollig. Dieser Begriff ist durchaus wörtlich zu nehmen.
Jeder wird eine rollige Katze erkennen, auch wenn er nicht weiß, wie das
im Detail aussieht: Die Katze rollt sich auf dem Boden, streckt das
Hinterteil hoch und spreizt dabei den Schwanz ab. Sie bietet sich
förmlich an. Dazu kommt ein lautes Gurren und Rufen nach einem potenten
Kater, was durchaus schon mal als Lärmbelästigung aufgefasst werden
kann.

Auch rollige Katzen markieren. Es kommt sogar vor, dass sie in
Katermanier gegen Flächen spritzen. Meist sind es aber kleine Pfützen,
die der Katzenmensch an unerwünschten Stellen findet.

Eine Rolligkeit dauert ca. fünf bis sieben Tage.


5.5      Wie kann ich uns auf die Geburt und die Zeit danach
vorbereiten?

Für eine Katze sind Trächtigkeit und Geburt ein völlig natürlicher und
meistens unkomplizierter Vorgang.  Trotzdem sollte man auf ungewöhnliche
Anzeichen achten, die andeuten könnten, dass etwas nicht ganz richtig
läuft. Im Zweifelsfall ist der TA der richtige Ansprechpartner - vor,
während und nach der Geburt.


5.5.1    Unsere Katze ist trächtig. Wie sorgen wir für sie?

Handelt es sich um eine Rassekatze, die zu diesem Zweck zum Kater
gebracht wurde, ist die Errechnung des Geburtstermines sehr einfach. Die
Tragezeit einer Katze beträgt durchschnittlich 62-65 Tage (die Ex-
tremwerte sind 58-71 Tage). Schwieriger wird es, wenn die (freilaufende)
Katze, die eigentlich demnächst hätte kastriert werden sollen oder
eigentlich noch viel zu jung für Derartiges ist, plötzlich ruhiger wird
und ein immer dickeres Bäuchlein bekommt. Dann kann man den Wurftag nur
ungefähr schätzen. Allerdings kann der TA auch eine trächtige Katze
kastrieren (siehe 5.2.2).

Während der Trächtigkeit wird die Katze mit dem gewohnten, hoffentlich
hochwertigen Futter gefüttert wie immer (sie braucht ebensowenig wie
eine Schwangere "für zwei" zu essen). Allerdings ist der erhöhte
Kalziumbedarf zu berücksichtigen, ein geeignetes Präparat empfiehlt
evtl. der TA. Sollte die Katze während der Trächtigkeit
Krankheitsanzeichen zeigen oder gar Blut verlieren, ist sofort der TA
aufzusuchen.


5.5.2    Geburt

Man sollte auf jeden Fall zu Hause sein, wenn die Katze wirft.
Urlaubstage sind entsprechend einzuteilen.  Auch bei einer Katze, die
schon öfter problemlos geworfen hat, können unerwartete Schwierigkeiten
auftreten. Am besten bespricht man sich vorher mit dem TA, um ihn bei
Problemen erreichen zu können. Wenn man zum ersten Mal eine Katzengeburt
erlebt, ist es am günstigsten, sich des Beistandes einer erfahrenen
Person zu versichern und diese mit Versprechungen von Kaffee und Kuchen
ins Haus zu locken.

Als Wurflager und Kinderstube eignet sich sicher ein entsprechend großer
Pappkarton (mit abnehmbarem Deckel und Eingang), aber ein Korb, mit
einem Polster und einem selbstgemachten abnehmbaren Himmel sieht als
Katzenkinderstube doch hübscher aus. Als Einlage während der Geburt
eignen sich am besten Bettnässereinlagen, die man in der Apotheke
erhält. Desinfektionsmittel (am besten Sterillium, Apotheke), saubere
Tücher (und Küchenrollen) und eine kleine scharfe Schere sollten zur
Hand sein. Wichtig ist auch eine Gramm-genaue Waage.

Obwohl in Katzenbüchern oft zu lesen ist, dass Katzen die bevorstehende
Geburt durch Unruhe oder Einstellen der Futteraufnahme anzeigen, ist das
nicht immer so. Ich kenne eine Katze, die sich zehn Minuten vor der
Geburt ihres ersten Kindes (insgesamt waren es dann sieben) noch kräftig
den Bauch vollgeschlagen hat. Knapp vor dem Geburtstermin wird die Katze
nun wirklich unruhig, hechelt und putzt sich vermehrt die
Geschlechtsteile.

Normalerweise wird das Kätzchen in der Fruchtblase geboren, die die
Kätzin sofort aufreißt, um das Kleine trockenzulecken. Die Nachgeburt
wird gefressen und dabei die Nabelschnur abgekaut (länger als 2 cm
sollte sie nicht sein, damit sie sich nicht um ein Beinchen des
Neugeborenen wickeln kann). Hört die Katze nicht auf zu kauen und kommt
zu nahe an das Bäuchlein des Kleinen, nimmt man es ihr weg. Wenn sie das
Kleine nicht auspackt, Fruchtblase aufreißen, abnabeln (die Nabelschnur
möglichst ein wenig massieren vor dem Abschneiden) und, wenn das
Kätzchen nicht atmet, ausschütteln (bitte vorher unbedingt zeigen und
erklären lassen). Übertragene Kätzchen überleben Sauerstoffmangel nach
der Geburt viel schlechter (geringe Herzglykogenreserve), deshalb
sollten spätestens am 69. Tag die Kätzchen notfalls durch einen
Kaiserschnitt geholt werden.

Meist kommen die Jungtiere in Abständen von einer halben bis einer
Stunde, es können aber auch Stunden dazwischen sein. Wenn die Kätzin in
diesen Pausen keine Wehen hat, verläuft alles normal. Sollte sie aber
über längere Zeit (ab ca. 1 Std.) Wehen haben, ohne dass ein Kind
erscheint, bitte den TA anrufen!

Zu jedem Kätzchen gehört eine Nachgeburt; wenn eine fehlt, TA
kontaktieren. Eine im Körper verbliebene Nachgeburt kann schlimme Folgen
haben.


5.5.3    Aufzucht

Nun ist die Geburt vorbei, das Körbchen mit einer frischen Einlage
versehen, im Idealfall trinken alle Kätzchen tretelnd, dabei geschwind
ihre Geschwister wegschubsend, und die junge Mutter schnurrt beruhigend.
Die Kätzchen sind gewogen und ein Geburts- und Aufzuchtprotokoll
angelegt, denn die Kleinen sollen die ersten Wochen täglich zur selben
Zeit gewogen werden, damit man sofort sieht, wenn eines nicht zunimmt.
Waage, Wurfkorb, Menschenhände - alles wird peinlich sauber gehalten und
desinfiziert. Besucher der Wöchnerin schauen mit den Augen, nicht mit
den Händen. Ebenso Kinder, die zwar beobachten und die Mama streicheln,
jedoch die Kätzchen nicht herausnehmen und herumtragen dürfen. Die
Kätzin verliert einige Tage noch ein wenig Blut. Bis das vorbei ist und
solange die Nabelschnüre noch nicht abgefallen sind (nach ca. sechs
Tagen), wird die Einlage des Wurflagers täglich gewechselt. Bei den
geringsten Anzeichen von Erkrankungen von Mutter oder Kindern muss
sofort der TA kontaktiert werden.

In der ersten Lebenswoche nehmen die Kleinen etwa 1-2 g täglich zu. Mit
vier Wochen sollten sie zwischen 350 und 500 g schwer sein, wobei die
Mädchen meist leichter sind als die Kater. Mit neun bis zehn Tagen
öffnen sie die Augen (sollten sie sich nicht öffnen oder gar die Lider
anschwellen, TA kontaktieren). Die Mutter nimmt beim Putzen Kot und Urin
auf (dadurch bleibt das Nest sauber und geruchlos für Feinde), solange
die Kleinen sich nur von Muttermilch ernähren. Die Mutter sollte
weiterhin Kalzium erhalten und ausreichend fressen. Wenn meine Anna
nicht fressen wollte, stellte ich ihr das Futter in den Wurfkorb. Da sie
es als nicht geeignet für ihre Kinder einstufte, futterte sie sofort das
Schüsselchen leer.

Ehe die Kleinen vier Wochen alt sind, sollten sie neben dem Wurfkorb ein
Kinderklo (flache, kippsichere Schale, kein Klumpstreu, da es gerne
gefressen wird) finden. Ich weiß noch, wie so ein kleiner Mann laut
jammernd und entsetzt das Würstchen anstarrte, das da plötzlich aus ihm
herauskam. Meist wird das Klo gerne benutzt, vor allem zum Spielen.
Dafür benutzte eines unserer Katzenkinder hartnäckig die Trocken-
futterschale als Klo (hat sie sich aber bald wieder abgewöhnt).

Ab etwa vier Wochen verlassen sie ihr Körbchen und beginnen, ihre
Umgebung zu erforschen. Da sie aber die Gewohnheit haben, den Menschen
auf Schritt und Tritt zu folgen, ist es am besten, ihre Aktivitäten
vorerst auf einen Raum zu beschränken, damit man nicht auf sie tritt.
Wir haben deshalb in die offene Türe eines Zimmers ein ca. 20 cm hohes
Brett geklemmt, über das die Mutter hüpfen konnte, nicht aber die Kin-
der, und dadurch verhindert, dass die Kleinen in der Wohnung herumlaufen
und sich an den unmöglichsten Stellen zum Schlafen niederlassen.

Als Erstfutter eignet sich gutes Katzenfutter (siehe Kapitel 3). Wenn
die Mutter nicht mehr so viel säugt, sollte man die Kleinen fünfmal am
Tag füttern: abwechselnd Futter und Brei aus Kondensmilch und Hefe-
flocken, versetzt mit Kalzium und Vitaminen.

Zum Impfplan siehe 4.3. Der Zeitpunkt der ersten Entwurmung richtet sich
nach den Lebensumständen der Mutterkatze. Welpen von Freigängerinnen
sollten so früh wie möglich, evtl. schon mit zwei Wochen, erstmals
entwurmt werden, alle anderen kurz vor den ersten Impfungen.

Wenn die Kleinen abgegeben werden sollen, sieht man sich rechtzeitig (d.
h. sobald sie geboren sind) nach geeigneten Plätzen um. Ihre neuen
Halter dürfen sie zwar besuchen, aber erst mitnehmen, wenn sie zwölf
Wochen alt sind. Dass nur der beste Platz mit den nettesten Menschen gut
genug ist, versteht sich von selbst. Auch bei Hauskätzchen sollte man
sich zumindest die Impfkosten ersetzen lassen. Dieser Beitrag ist für
gute künftige Katzeneltern sicher selbstverständlich.


5.6     Mutterloses Junges - was nun?

Kommt man in die Verlegenheit, ein mutterloses Kätzchen aufziehen zu
wollen oder müssen, gibt es einige Dinge, die unbedingt zu beachten
sind. Grundsätzlich allerdings unterscheidet sich die Versorgung eines
Katzenbabys nicht sehr von der eines menschlichen Kindes.

Als obersten Grundsatz (wie immer bei der Tierhaltung) sollte man wohl
nehmen, dass der TA einer deiner besten Freunde ist! Mit dem Kätzchen
sollte man sich also schnellstmöglich zu ihm begeben. Erstmal muss das
Kleine gründlich untersucht werden und dann mit Sicherheit eine
Behandlung gegen Parasiten - innere wie äußere - bekommen. Auch eine
Unterstützung des Immunsystems ist in vielen Fällen anzuraten
(Baypamun).

Hat man das solcherart grundversorgte Kätzchen dann zu Hause, braucht es
viel Wärme. Eine schlichte Wärmflasche ist nicht so gut, weil die Wärme
nicht gleichbleibend ist und relativ schnell nachlässt. Am besten hat
sich eine so genannte "Ferkellampe" bewährt; das ist eine große
Rotlichtlampe, die man für wenig Geld z. B. im landwirtschaftlichen
Handel bekommt. Diese Lampen können, im Gegensatz zu "normalen" kleinen
Rotlichtlampen, auch im Dauereinsatz sein, ohne dass sie schmelzen. Die
Ferkellampe wird mit ihrer Kette etwa 60 Zentimeter über dem Kätzchen
aufgehängt (Temperatur im Auge behalten!) und spendet tage- oder auch
wochenlang gleichbleibende Wärme. Wenn das Kleine ein bisschen größer
ist und nicht mehr ganz so viel Wärme benötigt, sollte es allerdings
eine Ausweichmöglichkeit haben und sich auch außerhalb des unmittelbaren
Strahlbereichs der Lampe hinlegen können. (Übrigens sind diese
Ferkellampen auch bei erwachsenen kranken oder angeschlagenen Tieren
sehr hilfreich!)

Als Aufenthaltsort für das Kätzchen haben sich z. B. große
Kaninchenkäfige bewährt. Dort ist es sicher untergebracht, kann am Leben
der Familie teilnehmen und hat genügend Platz, sich ein wenig zu
bewegen.  Auch ein Mini-Katzenklo und später Futter- und
Wasserschüsselchen finden darin Platz.

Je nachdem, wie alt das Kätzchen ist, benötigt es etwa alle zwei Stunden
Milch. Am besten besorgt man sich spezielles Katzenaufzuchtmilchpulver
beim TA. Es wird für jede Fütterung frisch mit warmem Wasser angerührt.
Wie bei menschlichen Babys ist die richtige Temperatur sehr wichtig!
Sehr kleine Katzenwelpen muss man vielleicht erst mit einer kleinen
Einwegspritze (ohne Kanüle) füttern, ihnen jeweils ganz wenige Tröpfchen
vorsichtig ins Mäulchen träufeln, bis pro Mahlzeit etwa 5-10 ml
getrunken wurden. Etwas größere Babys kommen meist mit speziellen
Aufzuchtfläschchen (aus dem Tierbedarfshandel) prima zurecht.  Vielfach
werden auch einfach die kleinen Milchfläschchen benutzt, in denen
Liebesperlen angeboten werden. Bei beiden Flaschenarten muss man auf
eine angemessene Größe des Schnullerloches achten. Wenn es zu groß ist,
verschlucken sich die Kleinen leicht. Man muss natürlich peinlich auf
Hygiene achten, immer sauber ausgewaschene Flaschen und Schnuller sind
sehr wichtig!

Nach der Mahlzeit gilt es, eine weitere, wichtige Aufgabe der Katzenmama
zu übernehmen: Die Verdauung des Kätzchens anregen! Dazu muss das
Bäuchlein sanft massiert werden, mit kleinen, streichelnden Bewe-
gungen, immer nach unten, dem Schwänzchen zu. Nimmt man dazu in warmem
Wasser ausgedrückte Wattebäusche, kann man damit gleich prima den
abgegebenen Urin und Kot aufnehmen und das Hinterteilchen schön
abwaschen. Das Kleine bitte danach gleich wieder trocknen, sonst
entzieht die Verdunstungskälte zu viel Körperwärme.

Im Alter von etwa drei Wochen ist das Katzenkind dann so weit, langsam
mit festerer Nahrung bekannt gemacht zu werden. Eine gute Methode
besteht darin, dem Kleinen erstmal seine gewohnte Milch auf einer
Untertasse anzubieten. Es wird zunächst hineintapsen, schnuppern und gar
nicht wissen, was es damit anstellen soll. Wenn man immer wieder seine
Fingerspitze in die Milch taucht und dann zum Ablecken/Absaugen
anbietet, wird das Tierchen irgendwann begreifen. Aber bitte nicht von
einem Moment zum anderen erwarten, dass das Katzenkind "umsteigt". Es
wird sicherlich ein paar Tage dauern, bis es die Fläschchen gar nicht
mehr braucht!

Hat das Kleine begriffen, worum es geht, kann man anfangen, ganz langsam
vermustes Katzenkinder-Dosenfutter unter die Milch zu mischen und den
Anteil allmählich zu steigern. Manche Tierchen lernen das sehr schnell
und mögen dann auch bald kein Fläschchen mehr. Manche tun sich schwer
damit. Evtl. muss man tricksen, indem man dem Katzenkind beispielsweise
winzige Bröckchen des Dosenfutters in die Mundwinkel schmiert und darauf
wartet, dass es beim Putzen auf den Geschmack kommt. Ein wichtiges, auch
in dieser Phase immer wieder benötigtes Utensil ist ein weiches
Handtuch. Bei kleinen Kätzchen muss man eigentlich ständig irgendwas
abwischen und säubern.

Die Erziehung zur Sauberkeit läuft fast von allein. Bis zum Alter von
etwa drei Wochen muss man mittels Wattebäuschen und ständigem Wechseln
der Unterlagen nachhelfen, aber dann geht es gewöhnlich ganz schnell,
dass das Kleine selbstständig das Katzenklo aufsucht: Sowie es mobil
genug auf den eigenen Beinchen ist, muss man es ihm eigentlich nur ab
und zu zeigen.

Wenn man auf seinen gesunden Menschenverstand hört, das Kleine jede
Woche dem TA vorstellt und nicht erwartet, dass immer alles nach (Zeit-)
Plan geht, ist die Katzenaufzucht eine lohnende und schöne Sache.


5.7     Bekommen kastrierte Kater dickere Köpfe?

Nein. Das ist Unsinn.


5.8     Meine Katze ist trotz Kastration rollig

Es ist zwar selten, kann aber leider passieren. Wenn neben den
Eierstöcken noch versprengtes Eierstockgewebe vorhanden ist, werden
weiterhin Hormone produziert, die die Katze rollig werden lassen. Eine
erneute Operation ist aus den unter 5.3 genannten Gründen angebracht.
Unter Umständen nimmt der TA auch die Gebärmutter heraus.


5.9     Kann ich nicht die Pille geben?

Die Pille ist recht umstritten. Für einen kurzen begrenzten Zeitraum ist
es sicher kein Problem. Aber zum einen wurde bei manchen Katzen
festgestellt, dass die Pille mit der Zeit keine Wirksamkeit mehr zeigt.
Und zum anderen können sich bei permanenter Pillengabe hormonabhängige
Krebserkrankungen oder Gebärmuttervereiterungen entwickeln. Daher sollte
man eine Katze besser kastrieren lassen.


6 Verhalten


6.1     Meine Katze pinkelt nicht ins Klo, was soll ich tun?

Wenn eine Katze plötzlich unsauber wird, sollte man zu Ergründung
folgenden Fragenkatalog beantworten:


· Seit wann tritt das Problem auf? Um den Grund eines möglichen
  Protestpinkeln herauszufinden, muss man einfach so genau wie möglich
  die Katze beobachten.

· Besuch beim TA. Es könnte z. B. eine Blasenentzündung vorliegen, die
  Katze gibt dem Klo die Schuld an den Schmerzen beim Wasserlassen und
  hofft, es sei anderswo angenehmer.

· Ist die Katze kastriert? Wird die katze geschlechtsreif kann es zum
  Markieren des Reviers kommen.  Nach der Kastration sollte dieses
  Problem behoben sein, nur in seltenen Fällen wird trotzdem weiter
  markiert.  Dannl muss man wohl damit leben.

· War die Katze vorher Freigänger? Oftmals zeigt eine Katze ihren Unmut
  über gestrichenen Freigang mit Protestpinkeln an. Abhilfe kann hier
  fast nur durch erneuten Freigang geleistet werden. Es ist mir aber
  auch ein Fall bekannt, wo das Füllen des Katzenklos mit ganz profanem
  Kies das Problem gelöst hat.

· Veränderungen im Wohnbereich Katzen sind Gewohnheitstiere, und oftmals
  hassen sie nichts mehr als Veränderungen in ihrem Revier. Darunter
  können fallen:

        ­    Umzug in eine neue Wohnung

        ­    Kauf neuer Möbel

        ­    Umstellen der Möbel

        ­    Umstellen der Katzenmöbel

        ­    neue(r) Lebensgefährte/-in

        ­    neues Katzenklo

        ­    anderer Aufstellort desselben

        ­    Umstellung der Katzenstreu

· Ist ein neuer Spielkamerad eingezogen? Oftmals zeigt eine Katze
  Abneigung oder Eifersucht gegen einen neuen Kumpel durch
  Protestpinkeln an. Da hilft eigentlich nur: Augen zu und durch. Wenn
  es gar nicht geht, muss ein neuer Platz für den Kumpel gefunden
  werden.

· Ist das Katzenklo der Katze sauber genug? Als Abhilfe könnten wirken:

        ­    Reinigung des Katzenklos mehrmals täglich

        ­    Aufstellen eines weiteren Klos

        ­    Verschiedene Streus ausprobieren

· Ist das Katzenklo zu sauber? Dagegen hilft Auswaschen nur mit heißem
  Wasser und evtl. wenig Neutralseife. Keine scharfen Putz- oder
  Desinfektionsmittel verwenden, die die Katzennase beleidigen.


6.2      Die Katze ist aggressiv

Eine Katze kann auf die unter 6.1 genannten Punkte auch mit
Aggressivität reagieren. Auch hier gilt: So genau wie möglich
beobachten.

Es könnte natürlich auch sein, dass sie aus Angst aggressiv reagiert.
Dann hilft Geduld, Geduld und noch mal Geduld. Ist die Katze neu
eingezogen, muss sie sich natürlich erst an die neue Umgebung, die dort
lebenden Tiere und Menschen gewöhnen. Am besten lässt man der Katze
erstmal ihre Ruhe. Empfehlung: In gewissen Abstand hinsetzen, die
Blickrichtung nicht direkt zur Katze, und mit ruhiger, leiser Stimme
irgendwelche Geschichten erzählen, aus einem Buch oder der Zeitung
vorlesen. Sobald sich die Katze akklimatisiert hat, siegt i. d. R. ihre
Neugier.

Weniger Aggressivität denn kindliche Verspieltheit sind die Kampfspiele
von jungen Katzen. Auch wenn sie dabei die Hände ihrer Menschen
anfallen, deren Beine zerkratzen oder ihnen nachts in die Zehen beißen,
das ist nicht bös gemeint, sondern für ihre Entwicklungsphase normales
Spielverhalten. Abhilfe schafft hier am ehesten ein kätzischer
Spielkamerad - dann wird mit dem gekämpft. Oder feste Zeiten und Ge-
wohnheiten für Kampfspiele, zu denen der menschliche Spielkamerad sich
mit dicken Lederhandschuhen bewaffnet, die nackten Hände mit einem
Handtuch umwickelt oder sie in einer Plüsch-Handpuppe versteckt.  Jeder
(!) Versuch, die nackte Haut zu attackieren, sollte sofort gestoppt
werden: still halten, laut Neinßagen, laut jammern, bis das Tierchen los
lässt, und das Spiel umgehend beenden. Notfalls zurückbeißen ein
leichtes (!) Zwacken ins Ohr kann wahre Wunder wirken.


6.3      Meine Katze kratzt an Tapeten

Das Kratzen an Tapeten und/oder Möbelstücken kann u. U. daran liegen,
dass der Kratzbaum


· an einer ungünstigen Stelle steht: DerOptimale Standpunkt liegt
  zwischen Lieblingsschlafplatz und Katzenklo.

· zu klein ist

· nicht sicher genug ist, sprich keinen festen Stand hat oder bereits
  umgekippt oder zusammengekracht ist

· der Katze völlig neu ist und sie den Zweck dieses Katzenmöbels nicht
  kennt

Um nicht wochenlang immer wieder den Kratzbaum ab- und aufbauen zu
müssen, kann z. B. mit einer Art Kratzbrett der beste Standort
ausgetestet werden. Dazu empfiehlt sich entweder ein fertiges zu kaufen
oder aber einen Regalboden aus dem Baumarkt mit einem Stück Teppichboden
zu bespannen. Wird das Kratzbett an einer bestimmten Stelle angenommen,
empfiehlt es sich, den Kratzbaum dort aufzubauen.

Ist der Kratzbaum zu klein, entweder einen größeren kaufen oder, falls
möglich, den vorhandenen erweitern. Kratzbaumsysteme gibt es zu kaufen.
Wer handwerklich begabt ist, kann eine schöne Kratzbaum- wohnlandschaft
selbst entwerfen.

Ob ein Kratzbaum sicher ist oder nicht, lässt sich schnell herausfinden.
Wird vorsichtig dran geruckelt, und er beginnt zu schwanken, so wird es
nicht lange dauern, und das Ding fällt mitsamt Mieze um. Sicherer kann
der Baum z. B. gemacht werden, indem er mit Winkeln an die Wand
geschraubt wird. Manchmal hilft es auch schon, den Deckenspanner
zusätzlich mit Schrauben in der Decke zu verankern.

Gerade jungen Katzen muss man möglicherweise erst mal zeigen, wofür der
Kratzbaum gut sein soll: Immer wieder geduldig Katze nehmen, an den Baum
setzten und mit den Pfötchen an einer Säule kratzen.  Bei älteren Katzen
führt womöglich die Sisalbespannung zu Verwirrung, wenn sie dies nicht
kennen. Dann hilft u. U. ein Gang zum Förster oder Bauern, der einem
sicherlich gern einen starken Ast überlässt.


6.4      Katzensprache

Katzen sprechen zwei Sprachen mit jeweils mehreren Ebenen: Lautsprache,
Mimik, Körpersprache und Duftsignale. Die eine Sprache dient der
Verständigung untereinander und ist artspezifisch, d.h.  gleiche Signale
haben bei jeder Katze die gleiche Bedeutung. Die andere dient der
Verständigung über Artgrenzen hinweg und ist individuell, denn sie
entwickelt sich erst im Zusammenleben der Katze mit ihrer Familie, zu
der neben dem Menschen auch andere Haustiere gehören können.


6.4.1	 Verständigung zwischen Katzen

Wenn befreundete Katzen einander begegnen, begrüßen sie sich meistens
mit einem kurzen leisen Erkennungslaut, gefolgt vom "Nasenkuss". Dabei
legen sie ihre Nasen und manchmal auch die Stirn aneinander.
Gelegentlich geben sie auch Köpfchen - die eine stößt der anderen sanft
den Kopf in die Seite und streicht anschließend mit der Wange oder sogar
dem ganzen Körper an ihr entlang - und kontrollieren die Analregion.  

Einander fremde Katzen taxieren sich zunächst. Sind sie freundlich
gestimmt, folgt eine vorsichtige Kontaktaufnahme, die bis auf eine
ausgeprägte Zögerlichkeit genauso aussieht wie bei befreundeten Katzen.
Sind sie eher feindselig gestimmt, starren sie sich zunächst einfach nur
an, fauchen vielleicht auch. Wenn keiner dem Blick des anderen
ausweicht, werden größere Geschütze aufgefahren. Die Kontrahenten
umkreisen einander im Zeitlupentempo, machen einen Buckel, sträuben das
Fell, plustern den Schwanz auf, drehen die Ohren zur Seite und beginnen
abwechselnd zu fauchen und zu grollen. Dieses Grollen, einem Knurren
nicht unähnlich, geht in einen kehligen Gesang über, der unmittelbar vor
dem  eigentlichen Angriff in einem schrillen Schrei kulminiert, wenn der
andere sich nicht freiwillig zurückzieht. Der Kampf selbst ist meist
heftig und kurz, von Spucken und schrillem Kreischen untermalt. Wenn der
Sieger feststeht, wenden beide den Blick voneinander ab. Der Sieger
bleibt an Ort und Stelle und beginnt sich zu putzen, der Unterlegene
schleicht in geduckter Haltung davon.

"Gesprochen" wird bei Katzen vor allem in der Beziehung zwischen
Katzenmutter und ihren Jungen. Die Katzenmutter benutzt spezifische
Lock-, Beruhigungs-, Achtung- und Warnlaute, mit denen sie ihre Jungen
lenkt, bei der Jagd anleitet, auf Gefahren aufmerksam macht und erzieht.
Das Schnurren wird gezielt zur Beruhigung und Förderung der Entspannung
eingesetzt - von beiden Seiten. Die Jungen benutzen darüber hinaus ein
Angst- und Verlassenheits-Fiepen, um ihre Mutter zu rufen.


6.4.2	 Verständigung zwischen Katze und Mensch

Um sich mit dem Menschen zu verständigen, bedient sich die Katze
hauptsächlich der gleichen Kommuniktionsmittel, die ein Katzenjunges
gegenüber seiner Mutter verwendet, baut diese aber aus bzw. verfeinert
sie. Dadurch variieren Form und Bedeutung der Signale stark, und es kann
vorkommen, dass nur der Halter bestimmte Signale seiner Katze versteht,
ein anderer Mensch sie aber nicht zu deuten weiß, obwohl er
Katzenerfahrung hat.

Die Bedeutung des Schnurrens ist die gleiche wie zwischen Katzen
untereinander. Es soll beruhigen, manchmal auch beschwichtigen, und
Zufriedenheit sowie Wohlbefinden ausdrücken.  

Ebenso eindeutig ist das Fauchen. Es heißt immer: "Lass das, geh mir vom
Leib, zieh dich zurück." Angelegte Ohren, ein peitschender Schwanz,
gesträubtes Fell sagen das Gleiche.

Wenn die Katze ihren Menschen zu etwas animieren will, ist das meist am
Tonfall zu erkennen: Das Maunzen klingt auffordernd bis fordernd,
manchmal auch jammernd oder lockend. Bei manchen Katzen geht der
fordernde, mit offenem Maul hervorgebrachte Maunzton in ein mit
geschlossenem Maul hervorgebrachtes "mmmrrrut" über, wenn die Katze
ungeduldig wird oder meint, der Mensch habe endlich begriffen, was sie
will.

Unterstrichen wird das Ganze häufig durch Begrüßungsgesten, die gezielt
zur  Überredung eingesetzt werden: Die Katze streicht ihrem Menschen um
die Beine, richtet sich an ihm auf, stupst ihn mit dem Kopf an, reibt
Stirn, Oberkopf, Wangen, Kinn, Lippen und Flanken an ihm und umschlingt
zum Abschluss seine Beine mit dem Schwanz. Da dabei fast alle Duftdrüsen
der Katze zum Einsatz kommen, dient dieser Vorgang nebenbei auch dazu,
einen Besitzanspruch zu verdeutlichen: "Mein Mensch!"

Ein trillerndes "prrrrruit" ist meistens eine Begrüßung oder eine
freundliche Aufforderung, der Katze zu folgen, gemischt mit Vorfreude.
Dieser Triller wird folgerichtig fast nur dann eingesetzt, wenn die
Katze sicher ist, dass ihr Wunsch gleich erfüllt wird. Begleitet wird er
häufig von einem steil in die Höhe gestreckten, leicht zitternden oder
an der Spitze umgebogenen Schwanz.

Ebenfalls freundliche, etwas nachdrücklichere Aufforderung oder Frage
("Was ist los?" - "Was willst du?" - "Darf ich ...?" - "Gibst du mir
...?") ist das "stumme Miau", bei dem die Katze den Menschen direkt
anschaut und das Maul öffnet wie beim Maunzen, ohne allerdings einen Ton
von sich zu geben.

Redselige Katzen, vor allem Orientalen, geraten regelrecht ins Erzählen.
Was sie damit jeweils ausdrücken wollen, wird meistens nur - und auch
nicht immer - vom Halter des Tieres verstanden.

Wirft sich eine Katze auf die Seite oder den Rücken und wälzt sich hin
und her, blinzelt einen an und maunzt dabei evtl. mit lockendem
Unterton, so ist das eine Aufforderung. Mit dieser Gestik zeigt die
rollige Katze dem Kater ihre Bereitschaft zur Paarung. Dem Menschen
hingegen signalisiert sie damit Wohlbefinden und fordert zum Spiel oder
zu Zärtlichkeiten auf, allerdings nicht unbedingt zum Bauchkraulen!
Auch Katzen, die absolut nicht am Bauch berührt werden mögen,
präsentieren ihn so verlockend - um dann ziemlich unwirsch
klarzustellen, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Dieses Signal ist
deshalb bei fremden Katzen mit Vorsicht zu genießen.

Wenn eine Katze irgendetwas mit den Augen fixiert, ein paarmal kurz
"mäk" oder "mäk-mäk" sagt und/oder mit den Zähnen "klappert", hat das
nichts mit Kommunikation zu tun. Hier handelt es sich um eine
Ersatzhandlung: einen angedeuteten Tötungsbiss für eine (unerreichbare)
Beute.


6.5      Verbote und Erziehung

Eine Katze lässt sich nur sehr begrenzt erziehen. Anders als beim Hund,
sieht die Katze im Menschen vor allem ein Mittel zum Zweck, keinen
Rudelführer, dem sie sich unterordnet. Man kann praktisch nur versuchen,
ihr beizubringen, dass einige Dinge nicht erwünscht sind.


6.5.1    Verbote

Um Verbote durch zusetzen, haben sich folgende Mittel bewährt:

· Wasserspritze oder -pistole

· Katze anpusten

· strenger Blick, erhobener Zeigefinger, energisches Nein

· Klatschen mit den Händen

· absolute Konsequenz

Dabei ist es wichtig, die Katze auf "frischer" Tat zu erwischen. Eine
nachträgliche Bestrafung macht keinen Sinn, weil die Katze den
Zusammenhang zu einer längere Zeit zurückliegenden Tat nicht erkennen
kann.


6.5.2    Erzieherische Maßnahmen

Völlig falsch ist es, eine Katze, die an falscher Stelle ihren Urin
abgegeben hat, z. B. mit der Nase in die Pfütze zu drücken oder gar zu
schlagen. Mit Schlägen (und sei es nur ein Klapps) kann die Katze wenig
bis nichts anfangen. Ausserdem riskiert man ihr Vertrauen, wenn die
Hand, die Futter reicht und streichelt, auch schlägt. Katzen sind sehr
reinliche Tiere und pinkeln niemals ohne Grund irgendwo hin (siehe 6.1).

Soll der Katze z. B. beigebracht werden, nicht am Tisch zu betteln,
hilft nur konsequentes (!) Runterschubsen, Anpusten oder Aussperren.
Jede Ausnahme wird von der Katze als Aufhebung des Verbots betrachtet.
Eine gesäuselte Diskussion wie: "Bitte, liebe Katze, würdest du so
freundlich sein und mir mein Frühstück überlassen?", löst bei der so
Angesprochenen nur einen Lachkrampf aus. Kommandos wie "Runter da!" oder
"Geh weg da!" haben sich nicht bewährt; die Katzen nehmen das als
Spitznamen.


6.6      Neue Mitbewohner

Während eines Katzenlebens kann in der Familie viel passieren. Neue
Menschen oder Tiere kommen, andere verlassen die Familie. Die Katze
sollte immer einbezogen werden. Stell der Katze neue Familien-
mitglieder vor, und lass sie sich von Gehenden verabschieden. Katzen
mögen keine Veränderungen, und daher sollte der Tiger in einer solchen
Zeit immer möglichst liebevoll umsorgt werden.


6.6.1       Wenn eine andere Katze/ein anderes Tier einzieht

Die Frage, ob es Sinn macht, einen Spielkumpanen zu holen, kann kein
anderer beantworten als der Halter selbst. Jede Katze hat einen eigenen
Charakter. Es gibt gesellige Katzen, aber auch Einzelgänger. Hier gilt
die Devise: Versuch macht klug. Am besten ist es, schon von vornherein
ein Geschwisterpärchen aufzunehmen. Da fällt die Eingewöhnungsphase weg.

Allgemein sollte man nicht unbedingt völlig verschiedene Charaktere
mischen, und der Neue sollte möglichst nicht der Dominantere sein. Man
sollte einer älteren, ruhigen Katze nicht einen jungen Fellball vor die
Nase setzen, wobei ein junges Pärchen den Alltag durchaus wieder
interessant machen kann. Bei kleinen Fellbällen spricht man oft von
einem "Welpenbonus". Aber auch den kennt nicht jede erwachsene Katze.

Wie auch immer die Wahl ausfällt, die vorhandenen Katzen haben Priorität
vor den Neuankömmlingen.  Sie sollten immer zuerst gefüttert,
gestreichelt und bespielt werden. Die neuen müssen sich unterordnen.
Das fällt gerade bei süßen kleinen Babykatzen schwer, ist aber sehr
wichtig, damit die Erstkatze sich nicht zurückgesetzt fühlt.

Will man eine neue Katze in eine bestehende Gruppe integrieren, gibt es
prinzipiell zwei Möglichkeiten:

1. Man lässt die Katzen das unter sich austragen. Da durch eine neue
   Katze die Rangfolge neu diskutiert werden muss, sollte man nur
   eingreifen, wenn Blut fließt. Alles andere sieht schlimmer aus, als
   es ist.

2. Man trennt vorhandene Katzen und Neuankömmlinge. Kontakt ist erst mal
   nur durch Schnüffeln unter der Türspalte möglich. Nach einer Weile
   (ein oder mehrere Tage) wechselt man die Zimmer, so dass der
   Neuankömmling in Ruhe das Rest-Revier beschnuppern kann. Derweil kann
   die Gruppe der Alteingesessenen das Zimmer des Neuankömmlings
   inspizieren.

Bei beiden Variationen kann der Dosi natürlich helfend eingreifen. Er
streichelt erst die eine Gruppe und geht dann zur anderen. Er reibt die
eine Gruppe mit einem Handtuch ab und gibt es der anderen zum
Schnüffeln. Das geht auch mit Schlafkissen sehr gut, die man
zwischendurch austauscht. Es hat auch schon geholfen, beide Parteien mit
einem gemeinsamen Duft zu versehen, z. B. Vanille (keine Öle nehmen!),
Malzpaste oder einfach ein vom Dosi getragenes T-Shirt.


6.6.2       Wenn es menschlichen Nachwuchs gibt

Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Sache. Aber ein Baby ist kein
Grund, ein Glied der Familie, zu der ja auch die Katzen gehören,
rauszuwerfen. Alle müssen sich neu arrangieren. Natürlich auch die
Katze.

Dabei braucht sie Hilfe. Sie versteht nicht, was da vorgeht. Lasst sie
alles abschnuffeln und bepfoteln, was für das Baby angeschafft wird.
Lasst sie tagsüber auch mal mit euch ins Babyzimmer gehen.

Die Kuschelstunden mit der Katze sind für die werdende Mutter schön und
entspannend. Genieße sie, und informiere dich über Toxoplasmose (siehe
4.2.9), bevor die Verwandtschaft oder der Frauenarzt dich darauf
anspricht. Auch das Allergierisiko für Babys wird durch eine Katze nicht
größer. Im Gegenteil. Wachsen Babys von Anfang an mit Katzen auf,
verringert sich ihr Allergierisiko.

Katzen bringen keine Babys um und stehlen ihnen auch nicht den Atem.
Trotzdem solltet ihr die Katze nicht mit dem Baby allein lassen, wenn
dieses schläft. Hat das Baby ein eigenes Zimmer, kann man die Tür
schließen. Mit einem schmalen Gitter (Marke Eigenbau), das man in den
Türspalt einhängen kann, kann man auch bei offener Tür die Katze
aussperren. Schläft das Baby im Elternschlafzimmer, wird es schwierig,
denn dass die Katze auf einmal nicht mehr dort schlafen soll, ist für
sie nicht zu verstehen, geschweige denn einzusehen. Macht ihr ein
anderes Zimmer angenehm, z. B. durch einen kuscheligen Schlafkorb oder
eine Decke, die nach euch riecht.

Manche Katzen finden Dinkel- oder Kräuterkissen unwiderstehlich. In
diesem Fall sollte man so etwas nicht für das Babybett kaufen.

Wenn das Baby da ist, sollte es der Katze vorgestellt werden. Schon in
der Klinik kann der Vater das Babyschreien aufnehmen und ein Spucktuch
mitbringen. So hat Katz schon mal was zu hören und zu riechen. Zu Hause
kann die Reaktion ganz unterschiedlich ausfallen. Viele Katzen mögen das
Schreien und Strampeln nicht. Es ist ihnen nicht geheuer, und sie machen
einen Bogen um das Baby. Wird die Katze eifersüchtig, kümmert euch bitte
möglichst viel um sie. Beschmust und bespielt den Tiger, wenn das Baby
euch Ruhe lässt.

Wenn das Menschenbaby anfängt zu krabbeln, ist es doch wunderschön, dass
statt einer tutenden Plastiklok ein Kätzchen zum Krabbeln animiert. Ihr
werdet sehen, Katze und Baby sind sehr gut verträglich. Allerdings gibt
es ein paar Kleinigkeiten zu beachten, insbesondere, wenn das Kind ins
Krabbelalter kommt:


· Futter: Klaut Baby mal vom Katzenteller, ist das kein Problem. Solange
  der Fressplatz sauber gehalten wird und kein altes Feuchtfutter
  rumsteht, besteht kein Grund zur Panik.

· Katzenklo: Na ja, ein Sandkasten draußen wäre für das Baby besser.
  Aber von ein bisschen Buddeln in der Katzenkiste geht die Welt nicht
  unter.  Haltet das Klo sauber, sammelt die Klumpen möglichst sofort
  raus, bevor es das Kind tut, und achtet darauf, dass Wurmbefall bei
  der Katze umgehend behandelt wird.

· Kratzen: Gelegentliche Kratzer werden sich nicht vermeiden lassen.
  Meist sind die Katzen vorsichtig.  Vermutlich haben auch Menschenbabys
  den Welpenbonus. Aber es kann mal passieren, dass ein Kind keine Ruhe
  gibt und die Katze sich wehren muss. Dann wird das Kind schnell
  begreifen, dass die Katze nicht am Schwanz gezogen werden will.


6.7     Spielen

Die meisten Katzen spielen für ihr Leben gern. Mit sich selbst, mit
ihren Leuten, mit anderen Tieren, mit Blättern, Papierkugeln,
Lichtreflexen... Zu geeignetem Spielzeug siehe 2.4.4.


6.8     Seltsame Klo-Gewohnheiten

Sie benutzt das Klo, pieselt aber über den Rand: Abhilfe schafft ein
größeres Klo mit breiterem Rand oder ein Klo mit Haube.

Sie scharrt die ganze Streu raus: Ein größeres Klo oder eines mit Haube
könnte helfen. Evtl. eine andere Streu ausprobieren.

Sie verscharrt ihr Häufchen nicht: Vielleicht hat sie's nie gelernt.
Vielleicht zeigt sie damit aber auch: "Mein Revier, hier bin ich der
King/die Queen, ich brauch mich nicht zu verstecken." Dann lässt sich an
diesem Verhalten nichts ändern.

Sie setzt den Kot im Klo ab, pieselt aber woanders hin: Organische
Ursachen (z. B. Harnwegsentzündung) ausschließen. Zweites Klo aufstellen
- manche Katzen möchten großes und kleines Geschäft trennen.

Sie verlässt das Klo mit so viel Tempo und Schwung, dass sie die Streu
sonstwohin trägt: Dieses Verhalten ist drtk-intern als PFEG (postfäkaler
Erleichterungs-Galopp) bekannt und normal. Evtl. schwerere Streu
verwenden. Ein Klo mit Haube könnte auch ein wenig gegen die
großflächige Verteilung der Streu helfen.


6.9     Treteln mit den Vorderpfoten

Katzenbabys treteln bei ihrer Mutter, um den Milchfluss anzuregen. Im
Erwachsenenalter wird das gern beim Dosi gemacht und drückt Wohlbefinden
aus. Ob, wann und wie intensiv getretelt wird, ist von Tier zu Tier
völlig unterschiedlich.

Neben den Milchtritt (treteln) haben manche Katzen die "Eigenart",
stundenlang an etwas rumzunuckeln.  Das kann z. B. der eigene Schwanz
sein, ein pelziger Kollege, eine Hautfalte vom Dosi. Häufig deutet
dieses Verhalten auf zu frühe Trennung von der Katzenmutter hin und ist
einfach nur eine Macke.


6.10      Kratzen an der Schlafzimmertür

Die meisten Katzen sind sehr menschenbezogen und suchen vor allem nachts
die menschliche Nähe. Meine persönliche Empfehlung: Tür einfach
auflassen und sich mit der pelzigen Gesellschaft im Schlafzimmer oder
gar im Bett arrangieren :-).

Wenn das nicht in Frage kommt, muss die Katze von Anfang an draußen
bleiben und das Schlafzimmer für sie zur Tabuzone erklärt werden. Die
Durchsetzung dieses Verbots kann etliche schlaflose Nächte kosten (evtl.
auch für die Nachbarn in der Wohnung nebenan!), weil die Katze an der
Schlafzimmertür kratzt und die ganze Nacht durchjammert. Trotzdem hilft
nur ignorieren, nicht reagieren, nicht reinlassen, nicht irgendwie
bestechen oder trösten, wenn sie wirklich nicht ins Schlafzimmer soll.
Am besten lässt man sie dann auch tagsüber nicht hinein - Katzen nehmen
gern die ganze Hand, wenn ihnen der kleine Finger geboten wird.

Am besten spielt man die Katze abends richtig müde, damit sie nachts
auch durchschläft. Das nützt jedoch bei kleinen Katzen nicht viel. Sie
gewöhnen sich erst mit der Zeit an den Rhythmus des Dosis.

Zusätzlich sollte man Alternativen zum kuscheligen Schlafen und zur
Beschäftigung bieten. Das kann ein Fensterbrett mit interessantem
Ausblick in den Morgenstunden sein oder ein wenig Spielzeug, das
wahrscheinlich sowieso in der Wohnung verstreut herumliegt.


6.11      Sie bringt sich ständig in Gefahr

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der Katze in der Waschmaschine.
Die Katze selbst erkennt die Situation nicht als gefährlich, sie
befriedigt nur ihre Neugier oder sucht einen ihr genehmen Schlafplatz.
Deshalb sollte man darauf achten, dass entsprechende Gerätschaften immer
geschlossen und vor in Betriebnahme auf kätzische Inhalte zu überprüfen
sind. Darunter fallen:


· Mikrowelle

· Backofen

· Geschirrspülmaschine

· Waschmaschine

· Wäschetrockner


Weitere Tipps zur Entschärfung von Gefahrenquellen im Haushalt siehe
4.1: Unfällen vorbeugen.


6.12      Scharren vor dem Futternapf

Wenn eine Katze vor dem Fressnapf scharrt, ist das der natürliche
Instinkt, übrig gebliebenes Essen zu vergraben, 1. weil alles meins und
wehe, es klaut ein anderer und 2. um es zu einem späteren Zeitpunkt bei
Hungergefühl wieder auszuscharren und sich weiter dran zu laben...
Manche Katzen "verscharren" so auch Futter, das sie nicht mögen.


6.13      Beißen beim Kraulen

Normalerweise ist dies keine Bösartigkeit der Pelzgurke, sondern es
handelt sich um den so genannten Liebesbiss. Wie der Milchtritt
(Treteln) und das Nuckeln drückt es absolutes Wohlbefinden aus.

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass die Katze damit zum
Ausdruck bringen möchte: "Das waren jetzt genügend Streicheleinheiten,
also nun geh bitte, und überlass mir das ganze Sofa."


7 Sonstiges


7.1     Bonsaikitten

Regelmäßig tauchen Artikel auf, in denen sich eine besorgte Seele über
die Webseite http://www.bonsaikitten.com/ aufregt. Auf dieser wird
beschrieben, wie man mit Hilfe von Gläsern Katzen in bestimmte Formen
bringen kann, vergleichbar mit der japanischen Bonsaikultur. Wer die
Seiten tatsächlich durchliest, wird sehr schnell merken, dass es sich
hierbei um eine Täuschung handelt. Die Bilder sind mit einem
Grafikprogramm manipuliert worden, und der Text enthält einige
Anmerkungen, die ihn sehr schnell als Fake entlarven. Ein interessanter
Artikel dazu ist beim SPIEGEL Online nachzulesen (inzwischen 
kostenpflichtig, 0,50 EUR):
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,117190,00.html.
Weitere Infos gibt es z. B. unter
http://www.snopes2.com/inboxer/outrage/bonsai.htm


7.2     Hüpfender Braten

Nicht viel seltener als die Bonsaikitten tauchen die "hüpfenden Braten"
in drtk auf. Hierbei wird behauptet, dass chinesische Restaurants eine
neue Spezialität anbieten wollen, bei der Katzenkinder lebendig gegrillt
werden. Auch diese Nachricht ist schnell als Fake enttarnt: Abgesehen
davon, dass der Verzehr von Katzen in Deutschland gesetzlich verboten
ist, dürfte jedem schnell einleuchten, dass Fleisch, in dem ein
gefüllter Darm, eine Harn- und eine Gallenblase enthalten ist, für den
Menschen nicht genießbar ist.


7.3     Welcher Rasse gehört die Whiskas-Katze an?

Die Katzen, die seit einiger Zeit in der Werbung und auf den Produkten
von Whiskas zu sehen sind, sind silber-tabby-farbene Britisch-Kurzhaar.


7.4     Gibt es Schildpatt-Kater?

Als Schildpatt bezeichnet man die Farben Rot und Schwarz, vermischt in
sehr kleinen Flecken. Diese Farbe entsteht bei Weibchen, wenn die Eltern
schwarz und rot sind, da bei den Katzen die Farbe Rot mit dem weiblichen
Geschlechtschromosom X vererbt wird. Ein weibliches Wesen hat die
Kombination XX, ein männliches XY. Erbt nun ein Katzenkind von einem
Elternteil ein X mit der Farbe Rot (O für Orange = englische
Bezeichnung) und vom anderen ein X ohne Farbe (o), ist es nicht nur
weiblich, sondern auch schildpattfarben. Tragen beide X Rot, ist die
Kätzin rot, sind beide X ohne Rot, ist sie schwarz (oder
schwarzgetigert). Eine weitere vererbbare Eigenschaft, nämlich eine
Verformung der Pigmentzellen im Haarschaft (von rund zu länglich)
bewirkt, dass die Farbe der Haare heller aussieht. Ist dieses so
genannte Verdünnungsgen vorhanden, verändert sich Schwarz zu Blau
(grauer Farbton, wie die Sheba-Katze) und Rot zu Creme, Schildpatt zu
Blaucreme. Alle diese Farben sind auch mit Tabbyzeichnung möglich. Es
gibt noch weitere Farben wie z. B. Chocolate oder Cinnamon (sie gehören
zur Gruppe "Schwarz"), die aber hauptsächlich bei Rassekatzen
herausgezüchtet wurden und bei Hauskatzen nur sehr selten zu sehen sind.
Natürlich sind alle diese Farben auch in der Kombination mit Weiß
möglich (die "Glückskatze" ist Schildpatt auf Weiß).

Ganz selten kommt es vor, dass ein Kater einen Chromosomenfehler hat
(nicht XY, sondern XXY, Klinefelter-Syndrom), wodurch er durchaus
Schildpatt oder Schildpatt auf Weiß (bzw. in Verdünnung, siehe oben)
sein kann. Solche Kater sind zwar genauso gesund und munter wie andere,
aber unfruchtbar. Eine weitere Möglichkeit ist das so genannte Mosaik,
d. h. er hat neben normalen Zellen (XY) auch abnormale (XXY). Dann ist
ein Teil seiner Spermien fruchtbar. Die dritte Möglichkeit ist die
Verschmelzung von zwei befruchteten Eizellen (Chimäre). Wenn sie
unterschiedliche Farbanlagen haben, ist ein daraus entstehender Kater
schildpatt. Auch solche Kater sind fruchtbar.


7.5	Was ist eine EBM?

European Black Magic - nur bei drtk'lern anzutreffende Abart der
Gemeinen Feld-Wald-Wiesenkatze, im Impfpass meistens als EKH (Europäisch
Kurzhaar) bezeichnet. Diese besondere Rasse wurde als solche enttarnt am
25. Mai 2002 von Marco Grau (MID <acpr1f$e9n$1@epsilon.on-luebeck.de>).
Besondere Kennzeichen: schwarz mit oder ohne kleinere weiße Stellen oder
einzelne weiße Härchen; schwarze, seltener schwarz-weiße oder - ganz
selten - reinweiße Tasthaare; sehr fotogen, aber äußerst schwer zu
fotografieren. Im Grunde also einfach schwarze Katzen, wenn es da nicht
einen ganz entscheidenden Unterschied gäbe, den Johannes Moeckel
entdeckte: "Schwarze Katzen, die von anderen schwarzen Katzen nicht zu
unterscheiden sind, unterscheiden sich von gewöhnlichen schwarzen
Hauskatzen dadurch, dass man gewöhnliche schwarze Hauskatzen
unterscheiden kann. Lassen sich schwarze Katzen von anderen schwarzen
Katzen nicht unterscheiden, dann gehören all diese zur Rasse EBM." Trotz
dieser Unterscheidungsprobleme und der Schwierigkeiten beim
Fotografieren gibt es Fotos von EBM im Internet:
http://www.catmix.de => EBM.


8 Literatur


Hier stellen wir einige Titel vor, die uns und vielen anderen
Katzenhaltern Rat und Hilfestellung gegeben haben. Keines dieser Bücher
ist in der Lage, alle Fragen zu beantworten. Vor allem im Bereich
Gesundheit möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass auch das beste
Buch den TA nicht ersetzen kann. Einige dieser Bücher sind im Buchhandel
leider nicht mehr erhältlich. Unter Umständen findet ihr sie aber in der
nächstgelegenen Bibliothek, die je nach Größe der Stadt recht gut
sortiert sein kann.


8.1       Sachliteratur

8.1.1      Allgemeine Ratgeber, Erziehung und Pflege

· Behrend, Katrin: Katzen
  Gräfe u. Unzer 1990 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-7742-1259-7
  Katzenanschaffung, Katzenbedarf, Katzenverhalten und Katzenpflege:
  erste Ratschläge für den Katzenfreund. Mit einem Kapitel über
  Katzenrassen.

· Behrend, Katrin: Wohnungskatzen
  Gräfe u. Unzer 1998, 7,50 EUR
  ISBN 3-7742-3701-8
  Gibt praktische Tipps für Ernährung, Pflege und Gesunderhaltung sowie
  für die Einrichtung einer katzengerechten Wohnung.

· Colditz, Gabriele: Hund und Katze unter einem Dach
  Oertel + Spörer 1995, 17,90 EUR
  ISBN 3-88627-147-1
  Die relevanten Fragen der gemeinsamen Haltung und der vermittelnden
  Rolle des Menschen werden aufgegriffen, mit praktischen Ratschlägen
  für alltägliche Situationen. Dabei wird auf Abstammung, Haltung,
  medizinische Versorgung von Hund und Katze eingegangen - immer
  vergleichend, gegenüberstellend.

· Everycat - Die Katze
  Interbook-Verl.-Ges. 1987 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-936537-02-7
  Sehr informationshaltiges, dabei attraktiv aufgemachtes Katzenbuch
  (allerdings ohne Farbfotos). Die Verfasser, selbst TÄ, wollen dem
  Katzenhalter die Fragen beantworten, für die der TA in der Praxis
  keine Zeit hat. So bietet das Buch auch gute allgemeine Ratschläge zur
  Katzenhaltung, vor allem ist es aber ein äußerst umfassendes
  Nachschlagewerk über alle potentiellen Gesundheitsprobleme der Katze.

· Fogle, Bruce: Katzen - die beliebtesten Rassen
  Dorling Kindersley 2000, 10,50 EUR
  ISBN 3-8310-0019-0
  Kurz gefasster Überblick über die wichtigsten Katzenrassen.
  Systematische Gliederung, Register.  Zahlreiche Fotos in der typischen
  Dorling-Kindersley-Aufmachung.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Katze und Kind
  Müller-Rüschlikon 2001, 7,95 EUR
  ISBN 3-275-01373-4
  Ratgeber für ein harmonisches Miteinander von Kind und Katze. Was zu
  beachten ist, wenn eine Katze bereits im Haushalt lebt und ein Baby
  gewünscht wird. Tipps zu Hygiene und Eifersucht.  Warum Katzen Kinder
  glücklich machen, warum sie auch behinderten Kindern gut tun und was
  Eltern von Katzen lernen können.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Rassekatzen kaufen mit Verstand
  Müller-Rüschlikon 2000, 22,00 EUR
  ISBN 3-275-01330-0
  Welche Katzenrasse passt zu mir? Wie finde ich einen seriösen Züchter?
  Über die Wichtigkeit und Bedeutung von Kaufverträgen, Stammbäumen und
  Ausstellungen. Mit Erfahrungsberichten aus der langjährigen
  Zuchttätigkeit der Autorin.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Unsere Katze bekommt Junge
  Müller-Rüschlikon 2001, 7,95 EUR
  ISBN 3-275-01390-4
  Behandelt die Themen Geschlechtsreife, Voraussetzungen zur Zucht,
  Zuchtplanung, Trächtigkeit und Geburt, Aufzucht der Jungen,
  Formalitäten.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Unsere Katze zieht ein
  Müller-Rüschlikon 2000, 7,95 EUR
  ISBN 3-275-01359-9
  Was vor dem Einzug der Katze zu besorgen ist und was zu beachten ist,
  wenn die Katze ins Haus kommt. Gibt Tipps zum täglichen Umgang mit der
  Katze, zu Anfangsproblemen und informiert über Ernährung und
  Gesunderhaltung. Erstinformation.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Wir wollen eine Katze
  Müller-Rüschlikon 2000, 7,95 EUR
  ISBN 3-275-01358-0
  Eine Fülle von Tipps und Hilfestellungen zur Anschaffung und Haltung
  einer Hauskatze: Alter, Rasse, Formalitäten, Herkunft,
  Zusammenleben.


8.1.2      Gesundheit und Ernährung

· Brixner, Saskia: Meine Katze wird älter
  Naturbuch-Verl. 1996 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-89440-218-0
  Tipps zu Alterskrankheiten und Ernährung. Was kann ich der alten Katze
  zumuten? Eine alte Katze zieht ein. Abschied von der Katze. Sehr
  informativ und umfassend.

· Ernährung von Hund und Katze / hrsg. von Linda P. Case...
  Schattauer 1999, 25,95 EUR
  ISBN 3-7945-2021-1

· Everycat - Die Katze
  Interbook-Verl.-Ges. 1987 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-936537-02-7
  Besprechung siehe 8.1.1

· Fogle, Bruce: Die kleine Hausapotheke für die Katze
  Heyne 1998, 7,62 EUR
  ISBN 3-453-14070-2
  Ratgeber zur Ersten Hilfe bei Krankheiten und/oder Verletzungen der
  Katze.

· Hartmann, Michael/Steidl, Thomas: Patient Katze
  Oertel + Spörer 2001, 24,90 EUR
  ISBN 3-88627-239-7
  Sehr aktuell, sehr umfassend, in kurzen, leicht verständlichen Sätzen,
  auch für Laien geeignet.

· Horzinek, Marian C./Schmidt, Vera/Lutz, Hans: Handbuch der 
  Katzenkrankheiten
  3., völlig neu bearbeitete Auflage
  Ende 2003
  ISBN 3830410034

· Kraft, Wilfried/Dürr, Ulrich M.: Katzenkrankheiten
  5., überarb. und erw. Aufl.
  Schaper 2003
  ISBN 3-7944-0199-9 
  
· Möller, Claudia: Katzen auf natürliche Weise heilen
  Falken 1998 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-8068-7314-3
  Die TÄ stellt verschiedene naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten
  bei Katzenkrankheiten vor.

· Quinten, Doris: Gesundheits-Ratgeber Katzen
  BLV 1998, 9,95 EUR
  ISBN 3-405-15294-1
  Die häufigsten Krankheiten: Ursache, Ansteckung, Verlauf,
  tierärztliche Behandlung, häusliche Pflege, Vorbeugung,
  Selbstbehandlung leichter Erkrankungen durch Methoden der
  Naturheilkunde. Sehr übersichtlich, nach Krankheitsfeldern
  systematisch geordnet, die Kapitel farblich abgesetzt, mit Farb-
  fotos, Tabellen und Register versehen, leicht verständlich, verbindet
  der tierärztlich kompetente Ratgeber klassische Veterinärmedizin mit
  naturheilkundlichen Hinweisen.

· Schmidt, Vera/Horzinek, Marian Chr.: Handbuch der Katzenkrankheiten (2 Bde)
  Enke 1997 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-432-28212-5

· Sistonen-Schasche, Elina: Leckeres für Katzenzungen
  Gräfe u. Unzer 1999 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-7742-3046-3
  ABC der Katzenernährung, Rezepte, Problemfälle bei der Ernährung.

· Teichmann, Peter: ABC der Katzenkrankheiten
  Neumann-Neudamm 1989 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-7888-0563-3
  In lexikalischer Form nach Stichworten geordnet werden die häufigsten
  Infektions- und Organerkrankungen sowie Verletzungen der Katze
  beschrieben, einschließlich Ernährung, Pflege und Fortpflanzung.
  Trotz fehlender Aktualität bzgl. bestimmter Infektionserkrankungen ein
  wertvoller Ratgeber.

· Waniorek, Linda: Erste Hilfe für Katzen
  Müller Rüschlikon 1997, 16,00 EUR
  ISBN 3-275-01246-0
  Die wichtigsten Maßnahmen für die Erstversorgung häufiger
  Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen.

· Wenzel, Harald: Richtige Katzenernährung
  Falken 2000, 7,16 EUR
  ISBN 3-8068-2627-7
  Grundrezepte, die dem Katzenhalter sinnvolle Anhaltspunkte liefern, z.
  B. über die Ernährung in besonderen Fällen (kranke, alte oder junge
  Tiere), Vor- und Nachteile von Fertigfutter oder selbst zubereiteter
  Nahrung.


8.1.3      Verhalten und Psychologie

· Askew, Henry R.: Behandlung von Verhaltensproblemen bei Hund und Katze
  Blackwell Wissensch. 1997, 44,95 EUR
  ISBN 3-8263-3138-9

· Fogle, Bruce: Katzen kennen und verstehen
  BLV 2001, 9,95 EUR
  ISBN 3-405-16249-1
  Anhand von ausdrucksstarken Farbfotos werden Mimik, Körpersprache und
  Verhalten der Hauskatze detailliert in sechs Kapiteln dargestellt:
  Katzen verstehen, Umgang mit Katzen, Gründung einer Familie, das
  heranwachsende Kätzchen, die erwachsene Katze, die Zähmung der Katze.
  Sehr empfohlen für Anfänger wie auch für fortgeschrittene
  Katzenhalter.

· Jansen-Nöllenburg, Sabine: Wie Katzen mit uns reden
  Müller-Rüschlikon 2001, 7,95 EUR
  ISBN 3-275-01374-2
  Ratgeber zur Kommunikation mit Katzen, der zu einem besseren
  Verständnis von Mensch und Tier beitragen will. Behandelt sowohl
  lautliche Äußerungen als auch die Körpersprache. Besonders
  interessant: Besonderheiten der Kommunikation mit tauben, blinden oder
  schwanzlosen Katzen.

· Johnson, Pam: Katzenpsychologie
  Franckh-Kosmos 1999, 16,90 EUR
  ISBN 3-440-07507-9
  Ratgeber der amerikanischen Katzenpsychologin zu typischen
  Verhaltensmustern und ihren Ursachen. Mit Tipps für das Vorgehen gegen
  bestimmtes Fehlverhalten der Katze.

· Lauer, Isabella: Katzenprobleme - Problemkatzen
  Müller-Rüschlikon 1998, 16,00 EUR
  ISBN 3-275-01260-6
  Ursachenforschung ist bei Verhaltensänderungen der Katze der
  wichtigste Schritt. Neben therapeutischen Mitteln wie z. B.
  Tellington-Touch auch praktische Tipps wie z. B.: Wo sollte der
  Kratzbaum stehen, damit Katz ihn annimmt.

· Leyhausen, Paul: Katzen - eine Verhaltenskunde
  Parey 1982, 19,95 EUR
  ISBN 3-8263-2766-7
  Standardwerk des Katzenforschers, der sich über 40 Jahre lang mit dem
  Verhalten von Katzen auseinandergesetzt hat. Im Mittelpunkt steht das
  Verhalten der Hauskatze. Vergleichende Beobachtungen an anderen
  Katzenarten werden einbezogen. Eher ein Fachbuch, aber ein absoluter
  Klassiker.

· Leyhausen, Paul: Katzenseele - Wesen und Sozialverhalten
  Kosmos 2005, 9,95 EUR
  ISBN 3-440-09864-8
  Darstellung des Verhaltens der Katzen untereinander und dem Menschen
  gegenüber. Auf dieser Grundlage werden wertvolle Tipps und Hinweise
  für den Umgang mit dem Haustier Katze gegeben. Fundiert, aber leichter
  lesbar als "Katzen - eine Verhaltenskunde".

· Morris, Desmond: Catwatching
  Heyne 2000, 10,95 EUR
  ISBN 3-453-17259-0
  Ratgeber des bekannten Verhaltensforschers über das Verhalten von
  Katzen in Form von Antworten auf häufige Fragen.

· Schroll, Sabine: Miez, Miez - na komm!
  Videel 2001, 10,20 EUR
  ISBN 3-89906-107-1
  Umfassender und kompetenter Ratgeber zu allen Fragen der
  Katzenhaltung.  Schwerpunkte Verhalten, Gesundheitsvorsorge und
  Erziehung. Die Autorin ist TÄ in Österreich.

· Sistonen, Elina: Meine Katze macht, was sie will
  Gräfe u. Unzer 2000, 7,50 EUR
  ISBN 3-7742-1887-0
  Darstellung typischer Verhaltensweisen, Erziehungstipps und
  Lösungsvorschläge zu konkreten Verhaltensproblemen ergeben einen
  praxisnahen und einfühlsamen Ratgeber.

· Turner, Dennis C.: Das sind Katzen - Informationen für eine verständnisvolle
  Partnerschaft
  Müller-Rüschlikon 1989 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-275-00952-4
  Eine wahre Fundgrube voller interessanter Fakten und Ratschläge, die
  es dem Katzenhalter ermöglichen, das Zusammenleben mit der Katze
  optimal zu gestalten.

· Turner, Dennis C.: Katzen lieben und verstehen
  Franckh-Kosmos 1996 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-440-07160-X
  Der Schweizer Tierpsychologe beantwortet Fragen rund um das Leben mit
  einer Katze. Kein Fachbuch, sondern ein leicht verständlicher,
  praxisnaher Ratgeber, auch für Jugendliche geeignet.


8.2      Belletristik

Fast jeder Katzenfreund wird schon einmal den Namen Francis gehört
haben, der in Akif Pirinçcis "Felidae" die Hauptrolle spielt. Doch
Francis ist nicht der einzige kätzische Hauptakteur in der Belletristik,
es gibt zahllose Autoren, die ihrer Liebe zu Katzen in der so genannten
ßchönen LiteraturÄusdruck geben.  Hier alle aufzählen zu wollen würde zu
weit führen. Daher möchten wir euch auf die Seiten von Christel Wysocki
aufmerksam machen, die eine umfassende Liste zum Thema "Katzen in der
Belletristik" ins Web gestellt hat:
http://www.christelw.de/katzen/literatur/


8.3      Bildbände

· Brauchitsch, Helga von: Eigenwillige Persönlichkeiten
  Artcolor/Eggenkamp 1990, 8,80 EUR
  ISBN 3-89743-029-0

· Gruber, Terry DeRoy: Beruf: Katze
  Ellert & Richter 1985 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-922294-68-5

· Ohlbaum, Isolde: Katzen
  Bertelsmann 1997 (momentan nicht lieferbar)
  ISBN 3-570-00123-7

· Silvester, Hans W.: Alle Katzen
  Knesebeck 2000, 24,90 EUR
  ISBN 3-89660-079-6

· Silvester, Hans W.: Katzenkinder
  Ellert & Richter 1999, 19,90 EUR
  ISBN 3-89234-885-5


9 Glossar


ATK      Alternative Tierklinik (Der Begriff ist hervorgegangen aus einem 
	 Nonsens-Thread, beginnend mit <3BC62915.432ED140@odo.in-berlin.de>)
bpt	 Bundesverband praktizierender Tierärzte
CNI      Chronische Niereninsuffizienz
Dosi     Dosenöffner, also Mensch, der für die Katze sorgt
FeLV     Felines Leukämie Virus (Katzenleukose)
FIP      Feline infektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung)
FIV      Felines Immunschwäche Virus (Katzenaids)
FUS      Felines Urologisches Syndrom (Harnwegserkrankung)
GOT      Gebührenordnung für Tierärzte
MID      Message-ID, einzigartige Nummer eines Usenet-Artikels
Nafu     Nassfutter
PFEG     Postfäkaler Erleichterungsgalopp
PKD      Polycystic Kidney Disease (Nierenkrankheit)
TA/TÄ    Tierarzt/Tierärztin
TH       Tierheim
THP      Tierheilpraktiker
Trofu    Trockenfutter

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Last Update March 27 2014 @ 02:11 PM