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faqs.org - Internet FAQ Archives

[de.rec.tiere.katzen] Haeufig gestellte Fragen ueber Katzen (FAQ)


[ Usenet FAQs | Web FAQs | Documents | RFC Index | Schools ]
Archive-name: de/katzen
Posting-Frequency: monthly
Last-modified: 2006/09/18
URL: http://katzen-faq.cryp.to/

See reader questions & answers on this topic! - Help others by sharing your knowledge
Häufig gestellte Fragen über Katzen
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Inhalt
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    * Einleitung
          o Wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben ...
    * Wissenwertes rund um die Katze
          o Wie Katzen die Welt erfahren
                + Die Augen
                + Gehör
                + Geschmack
                + Geruch
          o Ältere Katzen
          o Katzen und Gewalt
          o Katzen und Zärtlichkeit
          o Katzen und Kulturen
          o Kastration
          o Rassen und Zucht
    * Ernährung
          o Vegetarisch?
          o Dosenfutter
          o Trockenfutter
          o Normale Lebensmittel
          o Wenn die Katze zu dick/dünn ist
    * Krankheit
          o Woran erkennt man eine kranke Katze
          o Tierärzte
          o Verabreichung der Medizin
          o Tollwut
          o Katzenschnupfen
          o Katzenseuche
          o Flöhe
          o Leukose
          o Verstopfung
          o FIP (Bauchfellentzündung)
          o Feline Immundefizienz-Virus (FIV)
          o Niereninsufizienz
          o Durchfall
          o Harngrieß
          o Pseudowut
    * Wie Katzen sich verhalten
          o Stubenreinheit
          o Kratzen
          o Körpersprache
          o Lautsprache
          o Schlafen
          o Aggressive Katzen
          o Verbote
          o Wenn eine andere Katze einzieht
    * Katzenspielzeuge
          o Ein Spielgefährte
          o Der Katzenfernseher
          o Die Katzenangel
          o Bälle
          o Laserpointer
    * Ich will auch
          o Ein paar Gedanken, bevor man sich entscheidet
          o Wo bekommt man eine Katze?
                + Im örtlichen Tierheim
                + Vom örtlichen Tierschutzverein
                + Beim Tierarzt
                + Durch Zeitungsinserate
                + Beim Züchter
          o Mit welchen Kosten muß man rechnen?
                + Anschaffungskosten der Katze
                + Grundausstattung für eine Katze
                + Folgekosten
                + Was brauche ich alles?
                + Die Wohnung
    * Weiterführende Informationsquellen
          o Ressourcen im Internet
          o Bücher über Katzen
    * Urheberrechtshinweis

Einleitung
----------

Als Mensch das Reich einer Katze mitzubewohnen ist nicht immer
ganz einfach. Katzen sind sehr verwirrende Tiere. Ich komme
beispielsweise in mein Schlafzimmer und finde dort meinen großen
Reisekoffer halb kaputt auf dem Boden liegend, weil mein Kater
Alan ihn offensichtlich vom Kleiderschrank heruntergeschoben und
zu Fall gebracht hat. Das muß ihn ziemliche Mühe gekostet haben,
denn der Koffer ist nicht gerade leicht. Ich stehe also da,
schaue die Katze an, die seelenruhig auf dem Schrank sitzt und
aus 2 Metern Höhe vorwurfsvoll auf mich herunter blickt, und
frage mich: Wie zum Henker ist er überhaupt auf den
Kleiderschrank gekommen?

Das Rätsel konnte nie ganz geklärt werden, aber seitdem habe ich
erkannt: wenn sie wollen, kommen Katzen *überall* hin. Kein
Wunder, daß ihnen manchmal übernatürliche Fähigkeiten
zugeschrieben werden. Jedenfalls wünsche ich mir, ich hätte das
vorher gewußt, denn dann hätte ich den Koffer einfach mit der
Unterseite auf dem Schrank festgenagelt, und nichts hätte
passieren können.

Ich muß sagen, daß ich als Neu-Katzenhalter damals sehr naiv an
die Sache herangegangen bin. Ich habe zum Beispiel gedacht: Wenn
die Katze was macht, was dir nicht paßt, dann kannst du ihr das
abgewöhnen.

Hehe, ja, ich war noch sehr jung damals -- obwohl, theoretisch
stimmt es schon. Ich bin deutlich größer als Alan. Wenn ich
beispielsweise ein frisches weißes Hemd anhabe, und die Katze
beschließt, daß sie jetzt mit jeder Faser ihres haarigen Körpers
Zuneigung braucht, und Schmusen, Schubbern, und gestreichelt
werden muß, und zwar SOFORT, dann könnte ich sie theoretisch
einfach von meinem Schoß herunter stoßen, und das Hemd bliebe
weiß.

Man macht sie ja keine Vorstellung davon, wie *schwer* so eine
Katze in dem Moment werden kann. Selbst wenn ich den Willen
aufbrächte, einen schmusewütigen Kater von meinem Schoß zu
stoßen, dann würde Alan sich einfach festkrallen und stattdessen
die Hose ruinieren.

Die Katze gewinnt also, egal was man macht. Mein persönlicher Rat
ist deshalb, einfach immer zu machen, was die Katze will. Dann
hat man null Stress, wird gut behandelt, und an den ganzen Haaren
auf der Kleidung können Katzenbesitzer sich weltweit erkennen,
und dann beieinander ausheulen.

Zu wissen, was Ihre Katze will, ist also erste Bürgerpflicht für
jeden Katzenhalter. Wenn das Tier plötzlich *neben* das Katzenklo
pinkelt oder das Futter nicht fressen will oder aggressiv wirkt,
dann gibt es dafür Gründe.

Da Katzen, wie erwähnt, sehr verwirrende Tiere sind, ist es nicht
immer leicht, vom Verhalten der Katze auf ihre Gründe zu
schließen. Deshalb haben Christel Wysocki, Roland Sprave, Sven
Christian Berger, Kristin Löwe, Roby Leemann, Lars Eilebrecht,
Volkmar Kostka, Carola Schwabe, Guni Abel und ich uns die Mühe
gemacht, das, was wir zu wissen glauben, einmal aufzuschreiben.
(Wenn ich jemanden vergessen haben sollte, bitte ich um
Nachricht!)

Dieser Text soll eine Einführung für Neu-Katzenhalter sein. Er
gibt die Erfahrungen der Autoren wieder, die selber seit langen
Jahre Katzen halten. Der Text erhebt keinen Anspruch auf
wissenschaftliche Genauigkeit. Gerade wenn es darum geht, daß das
Tier krank ist, darf eine Internet-FAQ immer nur als
*zusätzliche* Informationsquelle verstanden werden, keinesfalls
ersetzt ein hier genannter Ratschlag einen Besuch beim Tierarzt!

Auch die Ratschläge zum Verhalten und zur Erziehung von Katzen
dürfen nicht überbewertet werden. Katzen sind Individuen; mancher
Tip, der bei einem Tier viel Erfolg hatte, schlägt bei einem
anderen völlig fehl. Bedenken Sie, daß niemand Ihre Katze so gut
kennt, wie Sie selber. Wenn Sie also *Ihrem* Instinkt mehr
trauen, als einem Ratschlag aus dem Internet, dann machen Sie
wahrscheinlich nichts falsch. Neben Futter ist das, was Ihre
Katze am wichtigsten benötigt, Aufmerksamkeit, Zuneigung, und
Respekt vor ihrem Willen. Wenn Sie das Tier so behandeln, wird es
ihm gut gehen, auch wenn sie nicht ganz genau den nach neusten
Erkenntnissen der Wissenschaft empfohlenen Vitamincocktail
füttern.

Wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben ...
''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

Die Katzen-FAQ ist im Laufe der Jahre relativ umfangreich
geworden. Dies ist in erster Linie der Mithilfe vieler
freundlicher Leser geschuldet, die ihre Erfahrungen als
Katzenhalter mit mir geteilt und so zu diesem Text beigetragen
haben. Wenn Sie, lieber Leser, bei der Lektüre also eine Idee
haben, oder einen Fehler gefunden haben, dann freue ich mich über
eine `Nachricht per E-Mail <mailto:simons@cryp.to>`_.

Wissenwertes rund um die Katze
------------------------------

Wie Katzen die Welt erfahren
''''''''''''''''''''''''''''

Die Augen
~~~~~~~~~

Das Leuchten der Augen bei Nacht kommt zustande, weil der
Augenhintergrund mit einer reflektierenden Schicht (tapetum
lucidum) ausgekleidet ist, die wie ein Spiegel hinter der
Netzhaut Licht auf die Nervenzellen zurückwirft. Deshalb können
Katzen auch bei ganz geringem Lichteinfall noch sehen, nicht aber
bei völliger Dunkelheit. Zusätzlich kann die Katze den
Lichteinfall mit Hilfe der elliptoiden Schlitzpupillen
regulieren. Konzentriert sie den Blick auf ein Objekt, zieht sie
gleichzeitig die Augenlieder zusammen. Die Lichtempfindlichkeit
des Katzenauges ist so groß, daß sie ohne diese Möglichkeiten ein
kleines Tier nur noch als blendendes Lichtbündel sehen würde.
Nachts dagegen öffnen sich die Pupillen so weit, daß von der Iris
nur noch ein ganz schmaler Randstreifen übrigbleibt.

Lange umstritten war, ob Katzen Farben sehen und unterscheiden
können. Die Netzhaut enthält, wie übrigens auch beim Menschen,
signifikant mehr Stäbchen, die nur auf S/W ansprechen, als
Zäpfchen, mit denen Farben wahrgenommen werden können. Heute weiß
man, daß Katzen die meisten Farben voneinander unterscheiden
können, nicht aber die feineren Nuancen innerhalb einer Farbe.
Das gilt allerdings nicht für die verschiedenen Grautöne, unter
denen sie noch die subtilsten Schattierungen herausfinden
können. Als dämmerungsaktives Tier ist es lebenswichtig, sich in
einer Grau in Grau getönten Umgebung einwandfrei zurechtzufinden.
Aber auch Rot und Grün, Rot und Blau, Rot und Grau, Grün und
Blau, Grün und Grau, Blau und Grau, Gelb und Blau sowie Gelb und
Grau kann die Katze mit Sicherheit voneinander unterscheiden,
Gelb und Rot wahrscheinlich nicht.

Gehör
~~~~~

Die Katze kann Töne mit 60.000 bis 65.000 Tonschwingungen/sek und
darüber wahrnehmen. Einige Experten sprechen sogar von 100.000
Schwingungen/sek. Zum Vergleich: Menschen hören in jungen Jahren
lediglich 20.000 Schwingungen/sek.

Je mehr Schwingungen ein Ton hat, desto höher liegt er. Während
qdie Katze also mindestens dreimal soviel hohe Töne aufnehmen kann
wie wir, ist der Unterschied bei der Wahrnehmung tiefer Töne
gering. Nach dem 5. Lebensjahr läßt das Gehör allmählich nach.
Domestizierte Katzen werden im Alter häufig taub.

Geschmack
~~~~~~~~~

Wie hoch der Geschmackssinn der Katzen entwickelt ist merkt man
spätestens, wenn man versucht, ihr übers Futter Medikamente zu
verabreichen. Sie bemerkt den Betrug sofort und läßt die
»gesalzene Torte« empört stehen. Süßes können Katze dagegen gar
nicht schmecken:
<http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/427/57370/>. Auf
sauere, bittere und salzige Geschmackskomponenten reagieren
Katzen dagegen stärker. Ihr Geschmackssinn ist insgesamt aber
nicht so gut ausgebildet, wie der des Menschen.

Geruch
~~~~~~

Der Geruchssinn der Katze ist unserem weit überlegen. Eine Katze
beschnuppert ihr Futter erst einmal ausgiebig. Geht sie dann
wieder, entspricht das Futter nicht ihrem Geschmack, obwohl sie
noch gar nicht probiert hat.

Auf weitere Entfernungen können Katzen den sexuellen Lockduft
ihrer Artgenossen wahrnehmen. Durch Analkontrolle, das Schnuppern
am Hinterteil einer anderen Katze, erfahren sie alles
Wissenswerte über deren Stimmung, Absichten und
Gesundheitszustand.

Ältere Katzen
'''''''''''''

Wie alt Katzen werden können, darüber streiten sich die Götter.
Allgemein kann man von rund 15-18 Jahren ausgehen. Jedenfalls
ziehen sich auch Katzen, wenn sie älter werden, so langsam auf
ihr Altenteil zurück. Das bedeutet Veränderungen im täglichen
Verhalten: die Katze geht seltener raus, und wenn dann nur noch
für kurze Zeit. Sie hält sich aus Kämpfen mit anderen Katzen
raus, schläft ausgiebiger, ist beim Spielen und Kämpfen mit
Menschen nicht mehr so ausdauernd. Außerdem wird die Katze
empfindlicher und ändert ihre Eßgewohnheiten, weil sie manches
Futter, das sie früher gerne aß, nicht mehr verträgt. Diese
Veränderungen sind völlig normal, und geben keinen Grund zur
Sorge, solange die Katze ansonsten gesund ist (also keine
*chronischen* Verdauungsstörungen aufweist, etc.).

Man sollte einer älteren Katze noch mehr Aufmerksamkeit und
Zuwendung schenken als einer jungen. Das äußert sich auch in
Toleranz dafür, daß ein älteres Tier vielleicht öfter mal den
Magen plötzlich entleeren muß, und dabei keinen Rücksicht auf den
schönen Teppich nimmt. Vor der Anschaffung einer Katze sollte man
das nicht vergessen! Im Zweifelsfalls begleitet einen das Tier
für die nächsten 15 Jahre -- oder hoffentlich länger --, und das
vom Tier benötigte Maß an Aufmerksamkeit wird mit der Zeit
*größer*.

Katzen und Gewalt
'''''''''''''''''

Man hört immer wieder von schrecklicher Tierquälerei. Anscheinend
kommen Menschen auf die Idee, Ihre Katze in die Waschmaschine zu
stecken, das zu filmen, und das Video dann ans Fernsehen zu
senden. Wie zu so etwas fähig sein kann, wird mir immer
unbegreiflich bleiben. Die Gewalt von Menschen an Tieren ist ein
beängstigendes gesellschaftliches Problem. Man muß sich immer
wieder vor Augen führen, daß Tiere lebende Wesen sind, die wie
wir Freude, Zuneigung und Vertrauen, wie auch Trauer, Schmerz und
Abneigung verspüren.

Besonders gräßlich ist die legale Tierquälerei der
Pharma-Industrie. Es gibt schon lange Alternativen, zum Beispiel
Versuche an Zellkulturen, deren Ergebnisse sich auf Menschen und
Tiere übertragen lassen. Diese Versuche sind aber teuer und
aufwendig. Der Gesetzgeber könnte die Forschung auf diesem Gebiet
durch entsprechende Gesetze forcieren, die Pharma-Lobby setzt
sich hier aber immer noch durch. Aus Kostengründen werden daher
immer noch Tiere, auch Katzen, als Versuchstiere mißbraucht.
Dieses Thema wird auch in dem Roman »Felidae« von A. Pirinçci
behandelt.

Sollten Sie Ihre Katze abgeben müssen, so ist eine gute Idee,
einen Tierschutzvertrag mit dem neuen Besitzer abzuschließen: ein
Muster ist beispielsweise unter
<http://www.katzeninfo.com/tierschutzvertrag.rtf> zu finden.

Katzen und Zärtlichkeit
'''''''''''''''''''''''

Die Fähigkeit von Katzen, Zärtlichkeit zu genießen, ist
beneidenswert. Zuneigung können meine Katzen zumindest in
beliebigen Mengen vertragen. Eine Theorie sagt, die Katze würde
unsere Hand beim Streicheln als eine Art »verlängerte Zunge« der
Mutterkatze erfahren. Tatsächlich trampeln viele Katzen beim
Schmusen genüßlich mit ausgefahrenen Krallen auf dem Sofa, dem
Teppich oder dem Menschen herum; ein Reflex mit dem junge Katzen
beim Säugen die Milchdrüsen des Muttertiers stimulieren.

Der so genannte Milchtritt kombiniert mit lautem Schnurren ist
ein sicheres Zeichen dafür, daß die Katze für einen Moment
vergessen hat, daß sie eigentlich ein Raubtier ist. Sie verhält
sich nun wie ein Kätzchen. Beispielsweise suchen Katzen beim
Schmusen direkten Blickkontakt -- was Tiere normalerweise als
aggressiv empfinden. Häufig erwidern Katzen die Zuneigung
regelrecht, indem sie mit dem Kopf an einem entlangstreichen,
oder sie versuchen mit ihrer Nase die des Menschen zu berühren,
wie sie es beim Beschnuppern eines Artgenossen tun.

Insgesamt sind Katzen sehr sinnliche Tiere, und gelten deswegen
in vielen Kulturen als Symbol für Weiblichkeit.

Sprichwörtlich ist die Eigenwilligkeit der Katze. Ein
verdächtiges Geräusch genügt, ein Vogelzwitschern zum Beispiel,
und das sich eben noch räkelnde, süße Kätzchen ist wieder ein
Raubtier. Entgegen dem, was manche Leute behaupten, beißen oder
schlagen Katzen aber *nicht* plötzlich auf den eben noch
geliebten Menschen ein, wenn sie die Lust am Schmusen verlieren.
Vielmehr scheinen manche Menschen nicht zu bemerken, daß ein
Tier, das sich stocksteif aufsetzt, die Ohren anlegt, und anfängt
mit dem Schwanz zu peitschen, nicht mehr gestreichelt werden
möchte.

Katzen und Kulturen
'''''''''''''''''''

Jede Gesellschaft geht unterschiedlich mit Katzen um. Während im
mitteleuropäischem Mittelalter Katzen verfolgt und malträtiert
wurden, vergötterte die ägyptische Gesellschaft die Katzen.
Ironischerweise waren Pest und andere Krankheiten im alten
Ägypten wesentlich seltener als im europäischen Mittelalter.
Anzahl und Pflege von Katzen standen und stehen wohl im direkten
Zusammenhang zur Ratten- und Mäusepopulation.

Wer schon mal im Mittelmeerraum seinen Urlaub verbracht hat,
konnte den Umgang der dortigen Bevölkerung mit Katzen beobachten.
Nicht sehr schön in unseren Augen war und ist der Umgang mit
Tieren. Auf Kreta beispielsweise liefen recht viele, ziemlich
verwahrloste Tiere (Hunde, aber auch Katzen) herum. Touristen
waren meist gnädig und fütterten die Tiere. Leider gibt's auch
Zeiten, in denen Touristen nicht so zahlreich sind, wie in den
Sommermonaten. Häufig hört man von Deutschen, die auf den
Balearen oder anderen Inseln überwintern und sich der Tiere
annehmen. Einige sinnvolle Projekte zum Tierschutz laufen auch
dort schon.

Noch mehr als in Mitteleuropa gelten in südlichen Ländern Tiere
mehr als Gebrauchs- und Nutzgegenstand. Man sollte sich aber
davor hüten, von oben herab »die Südländer« zu diffamieren.
Schließlich gehen viele deutsche Agrarunternehmer auch nicht
gerade zimperlich mit Tieren um.


Kastration
''''''''''

Stubentiger, egal ob reine Hauskatze oder Katze mit Auslauf,
sollten kastriert werden, außer zur *vernünftigen* Katzenzucht.
Genau wie bei uns Menschen, leidet die Katzenwelt heutzutage an
Überbevölkerung, und man sollte nicht »Papst spielen« und alles
der Natur überlassen. Ein ausgiebiger Besuch im Tierheim wird
einen solche Dinge in der Regel etwas pragmatischer sehen lassen.

Zudem sind unkastrierte Kater oder Katzen (gerade bei reiner
Wohnungshaltung) ausgesprochen unerträglich -- für Mensch und
Tier. Eine rollige Katze, die nicht raus kann, leidet
Höllenqualen; und ein Kater, der die ganze Wohnung mit seinem
Duft versorgt, kann im Zweifelsfall zu schwerem Krach mit
Mitbewohnern und Vermieter führen.

Die Kosten für eine Kastration belaufen sich auf circa 50 Euro.
Manche Tierärzte geben aber einen Preisnachlass, wenn Sie eine
Katze aufnehmen, die Ihnen zugelaufen ist. Fragen Sie einfach
mal.

Rassen und Zucht
''''''''''''''''

Im Gegensatz zu Katzen aus dem Tierheimen, weiß man bei
Rassekatzen woher diese stammen und kann davon ausgehen, daß die
Tiere in ihrem bisherigen Leben keine schlechten Erfahrungen
gemacht haben. Außerdem kennen Züchter ihre Katzen in der Regel
sehr gut und können einem Auskunft über den Charakter des Tieres
geben, was ein Pfleger im Tierheim nicht unbedingt kann, einfach
weil er mehr Tiere in wenige Zeit zu betreuen hat. Letztlich muß
aber jeder selbst entscheiden, ob er lieber eine Rassekatze oder
eine »normale« Katze zu sich holt.

Rassekatzen kosten derzeit von 250 bis zu mehreren 1000 Euro.
Möchte man zwei Katzen vom Züchter haben, muß selten der doppelte
Preis gezahlt werden. Beispielsweise für zwei Burmesen, die ein
Bekannter von mir bekam, mußte er statt 2 mal 400 Euro nur 500
Euro bezahlen. Man muß wissen: der Züchter verdient normalerweise
nichts am Verkauf der Tiere. Katzenzucht kann man nicht mit
finanziellem, sonder nur mit ideellem Gewinn betreiben! Dies ist
der Grund dafür, daß man normalerweise Katzen nicht beim
Zoohändler kaufen kann. Katzenzucht ist immer ein Minusgeschäft
-- zum Glück!

Ernährung
---------

Über die richtige Ernährung einer Katze gibt es viele
verschiedene Meinungen. Die Werbung verspricht uns, daß eine
bestimmte Futtersorte auf jeden Fall völlig ausreichend
wäre. Tierärzte verschreiben dagegen oftmals einen
Speiseplan, bei man selber gerne mitäße, und wieder andere
Leute glauben an eine vegetarische Ernährung. Das Thema ist
teilweise heftig umstritten, deshalb sei hier klargestellt,
daß meine Kommentare keinen wissenschaftlichen Erkenntnissen
entspringen, sondern nur aus der Erfahrung, wie ich gesunde
und schlanke Katzen hinbekommen habe.

Vegetarisch?
''''''''''''

Einige wenige Katzenhalter, die sich selber vegetarisch ernähren,
haben versucht, Ihre Katze an diesen Lebenstil zu gewöhnen, und
sie mit Gemüse und eventuell noch Milchprodukten durchzubringen.
Um es kurz zu machen: Katzen sind Fleischfresser. Ich halte diese
Idee für Tierquälerei. Studierte Ernährungswissenschaftler mögen
vielleicht genau die richtigen Ergänzungsstoffe bestimmen können,
die sie füttern müssen, um die der Katze fehlenden Proteine,
Eiweiße und Vitamine auszugleichen, aber selbst in dem Fall
gefällt mir die Idee nicht, dem Tier etwas, was es gerne frißt,
vorzuenthalten.

Es spricht jedoch nichts dagegen, das Futter der Katze mit
Gemüsen und anderen Lebensmitteln zu ergänzen. (Ein Gemüse, das
Katze nicht fressen sollten, ist Kohl, da dieser zu Koliken
führen kann.)

Dosenfutter
'''''''''''

Dosenfutter enthält einen Großteil der Stoffe, die eine Katze
braucht. Eine gute Ernährung kann absolut auf dem handelsüblichen
Dosenfutter basieren, sollte jedoch ergänzt werden -- mehr dazu
später. Generell gilt, daß es sich vor dem Kauf eines Futters
lohnt, einen Blick auf das Etikett zu werfen. Eine Anleitung, wie
die Inhaltsstoffe zu interpretieren sind, ist unter
<http://www.cats-country.de/TierfutteretikettenKatze.pdf> zu
finden.

Meiner Erfahrung nach ist es eine gute Idee, die Dosenfuttermarke
regelmäßig zu wechseln -- kaufen Sie die erhältlichen Marken
einfach durcheinander (»Sondermüll in Soße« kann man dabei aber
auslassen), und füttern Sie verschiedene Sorten durcheinander.
Sie werden leicht feststellen können, welche Sorten ihre Katzen
mögen und welche nicht. Meine Katzen haben einen häufigen Wechsel
der Futtermarke bisher immer vertragen, aber Berichten zufolge
reagieren manche Katzen empfindlich darauf, und erbrechen das
Futter. In dem Fall lohnt es sich, einen Tierarzt zu
konsultieren, um festzustellen, ob das Tier irgendwelche
Allergien oder Krankheiten hat.

Die Akzeptanz des Futters hängt entscheidend vom Fettgehalt und
von der Art des Fettes ab. Kommerziell erhältliche Katzenfutter
haben meistens einen Fettgehalt von 25 bis 30% in der
Trockensubstanz, und werden darum lieber gefressen als Futter mit
niedrigerem Fettgehalt -- siehe auch:
<http://www.tierer.unizh.ch/te_pdf/script_katze.pdf>. Die
Verwendung von guten Fetten macht Katzenfutter teurer, als wenn
schlechte Fette oder Salz benutzt werden. Marken wie Hill's
Science Diet, Iams oder TechniCal sind bekannt dafür, daß sie
gute Fette verwenden -- daher kostet deren Futter auch mehr.

Es empfiehlt sich, eher kleine Portionen auf einmal zu füttern,
weil sich das Futter nach kurzer Zeit verfärbt und hart wird.
Liegt es dagegen noch in der Dose (und in der Flüssigkeit),
bleibt es länger appetitlich. Manche Katzenhalter heben
angebrochene Dosen im Kühlschrank auf, damit das Futter länger
frisch bleibt. Ich selber kaufe die Dosen lieber direkt eine
Nummer kleiner, damit es garnicht erst stehen muß. Falls Sie
Futter im Kühlschrank aufbewahren, stellen Sie es den Katzen
bitte nicht kalt hin, sondern lassen Sie es etwas stehen oder
erwärmen es in der Mikrowelle, bis es knapp über Raumtemperatur
liegt.

Futter, das aus der Mikrowelle kommt, sollte nochmal kurz stehen
bleiben, bevor man es der Katze gibt, damit sich die Wärme
gleichmäßig verteilen kann. Oft sind einige Stücke besonders
heiß, während andere noch fast kalt erscheinen. Das kann leicht
dazu führen, daß man sich mit der Temperatur des Futter gründlich
verschätzt und die hungrige Katze dann ein sehr heißes Stück
Futter runterschlingt, was ihrem Magen nicht besonders gut tut.

Zum Abschluß sei noch ein Artikel zitiert, der unter dem Titel
»Macht die Tiernahrung unsere Vierbeiner krank?« im
Vereinsmagazin Nr. 5/96 der Arche 2000 Welt-Tierhilfe e.V.
abgedruckt wurde. Der Autor ist Michael Kruse. Vielen Dank an
dieser Stelle an Lars Eilebrecht für das Abtippen des
(gekürzten!) Textes:

  Immer mehr Leute glauben, daß ihre Tiere vom Dosenfutter krank
  werden. Kaum zu glauben, verspricht uns doch die Werbung, daß
  Katzen ohne Frage Whiskas kaufen würden und Hunde sich erst
  dank Chappi zu einem ganzen Kerl entwickeln. Und das Ganze wird
  dann auch noch von erfolgreichen Züchtern empfohlen. Da kann
  eigentlich nichts schiefgehen, oder? Zumal, man weiß doch, was
  drinsteckt im Hunde- und Katzenfutter. Das steht ja schließlich
  alles auf dem Dosenetikett drauf. Zwar ist diese Fertignahrung
  nicht gerade billig, aber was teuer ist, das muß gut sein für
  meinen Vierbeiner. So und so ähnlich denken viele Tierhalter.

  Arche 2000 hat recherchiert und wollte für Sie herausfinden,
  ob da wirklich drin ist, was draufsteht. Eines steht fest:
  Herrchen und Frauchen kaufen stets die Katze im Sack, dann was
  wirklich im Tierfutter enthalten ist, das wissen nur die
  Hersteller und der liebe Gott.

  Waldi hat zu fressen und Herrchen keine Fragen zu stellen. Wenn
  man der Werbung Glauben schenkt, dann steckt in den Dosen nur
  das allerbeste von Putenfleisch bis Lachs. Die Realität sieht
  anders aus. Der Lachsanteil beträgt beispielsweise in
  Wirklichkeit nur lächerliche vier Prozent, der Rest sind
  Rohstoffe wie Innereien, Herz, Leber, Speiseröhren. Außerdem
  hat manches davon das Haltbarkeitsdatum oft schon längst
  überschritten. Kühlhausware oder frische Innereien, die direkt
  von Schlachthöfen kommen, werden zu einem Brei zermahlen,
  teilweise gleich in Dosen abgefüllt beziehungsweise an das
  Tierfutter-Unternehmen geliefert.

  Von all dem weiß der Kunde nichts. Auch das Etikett auf der
  Dose oder Packung hilft oft nicht weiter. Es ist die Kunst der
  Hersteller und der Werbung eine breiige Masse, die obendrein
  bis zu 80% Wasser enthält, wie saftige leckere Fleischstücke
  aussehen zu lassen.

  Möglich wird das ganze durch ein besonderes Gefrierverfahren.
  Den Trick mit den angeblichen Fleischstücken hat man sich sogar
  patentieren lassen. Patentinhaber ist der amerikanische Konzern
  Mars. Das Schokoriegel-Imperium iist wiederum die
  Muttergesellschaft der Firma Effem aus Verden. Effem ist mit
  Abstand Deutschlands größter Hersteller von Heimtiernahrung.
  Dazu später mehr - hier ein Auszug aus der Patenschrift der
  zeigt, wie sehr die Branche ihren Erfindungsreichtum anwendet,
  um Abfälle in edle Produkte zu verwandeln.

  »Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
  Nahrungsmittel, daß einen faseriges oder gestreiftes Aussehen
  besitzt und beispielsweise faserförmigem Fleisch ähnelt.«

  Weiter unten im Patent wird auch gleich empfohlen, was man ins
  angeblich so hochwertige Tierfutter reinmischt. Hier ein
  kleiner Auszug:

  »Sojamehl, Fleischmehl, getrocknetes Blut, Fischmehl, Knochen.
  Weitere Zusätze können auch sein: synthetische oder natürliche
  Aminosäuren, Harnstoff und Geflügelkot. Ferner kommt
  proteinhaltiger Klärschlamm aus mechanischen, biologischen oder
  chemischen Kläranlagen als Zusatz in Frage.«

  Zu ihrer Beruhigung: Das alles muß nicht zwangsläufig im
  Tierfutter enthalten sein. Geflügelkot zum Beispiel ist
  inzwischen verboten.

  Nun werden viele Tierhalter einwenden: Aber meinem Vierbeiner
  schmeckt das Dosenfutter doch, ja in manchen Fällen stürzen
  sich die Tiere geradezu mit Heißhunger auf den Freßnapf. Auch
  für dieses Phänomen gibt es eine Erklärung, die manchen
  Tierfreund erschrecken dürfte. Experten wissen schon lange, daß
  in die Tiernahrung Duft-, Lock- und Aromastoffe gemischt
  werden. Das gibt jedem Produkt einen ganz bestimmten Geschmack,
  irgendwie werden Hund oder Katze geradezu süchtig nach ihrer
  Lieblingsmarke.

  Das weite Feld der Heimtiernahrung ist ein Milliardenmarkt, und
  die Branche boomt. Wenn's um den geliebten Vierbeiner geht,
  denkt kaum einer ans Sparen. 4,7 Millionen Hunde, 5,2 Millionen
  Katzen und 8 Millionen Vögel leben in deutschen Haushalten.

  Rund 2,6 Milliarden Mark geben die Deutschen im Jahr für
  Heimtiernahrung aus. Beim Griff ins Regal wissen die wenigsten,
  daß fast alle bekannten Marken, egal ob sie Whiskas, Kitekat,
  Frolic oder Chappi heissen, von ein und derselben Firma
  hergestellt werden, nämlich von Effem aus dem niedersächsischen
  Städtchen Verden. Das Unternehmen hat mit über 75 Prozent
  Marktanteil fast schon ein Monopol. Die Nummer zwei der
  Branche, »Latz«, kommt gerade auf zehn Prozent.

  Wettbewerber haben gegen den Giganten Effem keine Chance. Zumal
  das Unternehmen allein für Werbung im letzten Jahr über 100
  Millionen Mark ausgegeben hat, mehr als der Gesamtumsatz der
  meisten Kleinanbieter.

  Kaufen soll die Effem-Tiernahrung jeder, doch keiner soll
  anscheinend erfahren, was wirklich dahinter steckt. Eine
  Anfrage, ob Arche 2000 mal einen Blick hinter die Kulissen
  machen dürfte, wurde abgewiesen. Interviews mit der
  Geschäftsführung oder Mitarbeitern wurden Arche 2000 untersagt.
  Eine seltsame Öffentlichkeitsscheu für ein Unternehmen, das
  jährlich über 1,8 Milliarden Mark Umsatz macht. Tägliche
  Produktion: vier Millionen Dosen Tierfutter. Mitarbeiterzahl
  2.000. Und Effem expandiert weiter - man profitiert von der
  Bequemlichkeit vieler Tierhalter, die immer öfter zum
  Dosenfutter greifen.

Trockenfutter
'''''''''''''

Trockenfutter dient allgemein als Zusatz zu der normalen
Ernährung. Von der Ernährung ausschließlich mit Trockenfutter ist
abzuraten, weil Trockenfutter schlecht sättigt und die Katze dann
sehr viel frißt und dick wird. Manche Katzenhalter empfehlen, die
Katze soviel Trockenfutter fressen zu lassen, wie sie möchte,
solange sie immer anderes Futter als Alternative hat.

Wenn Ihre Katze besonders viel Trockenfutter frißt, dann ist
darauf zu achten, daß sie dazu ausreichend Flüssigkeit zu sich
nimmt. Dosenfutter enthält viel Flüssigkeit, Trockenfutter aber
offensichtlich nicht. Sollte Ihre Katze kein Wasser trinken, kann
dies daran liegen, daß das Wasser aus dem Kran einen
Nebengeschmack hat. Dagegen hilft es, das Wasser etwas stehen zu
lassen. Auch eventuell vorhandene Spülmittelreste können der
Katze den Appetit verderben -- deshalb besser den Napf nur mit
klarem Wasser ausspülen.

Einige Hersteller bieten ein spezielles Trockenfutter für kleine
Kätzchen an, das besonders vitaminreich ist. Seien Sie mit so was
besser sparsam, denn die Katze geht davon auseinander wie ein
Hefekloß.

Roby Leemann wies mich darauf hin, daß Trockenfutter zu
bevorzugen ist, welches hauptsächlich aus Fleisch besteht, und
möglichst wenige pflanzliche Elemente beinhaltet. Fleischfresser
erzeugen in der Regel sauren Urin, Pflanzenfresser alkalischen
oder neutralen. Katzen sind von der Natur als Fleischfresser
vorgesehen; Fehlernähung kann hier also zu Nierenproblemen
führen. Besonders Kater sind gefährdet, wenn sie wegen
pflanzlicher Ernährung über längere Zeit keinen sauren Urin
haben.

Handelsübliche, billige Trockenfutter -- wie zum Beispiel
Brekkies -- fördern die Bildung von alkalischem oder neutralem
Urin, und sind nicht zu empfehlen. Eine Alternative ist das
beispielsweise das Trockenfutter von Hill's Science Diet.

Normale Lebensmittel
''''''''''''''''''''

Was Ihnen schmeckt, schmeckt Ihrer Katze sehr oft auch! Lassen
Sie Ihre Katze von Ihrem normalen Essen probieren, und geben Sie
ihr davon ab, falls sie es mag. Sie werden feststellen, daß viele
Katzen für ein Stück Hähnchen jedes Dosenfutter stehen lassen.

Vor dem Füttern »vom Tisch« sollte man sich jedoch frühzeitig
überlegen, ob das ein Dauerzustand werden darf. Mancher hat
vielleicht keine Probleme damit, aber zu bedenken ist: Hat sich
eine Katze daran gewöhnt, Essen vom Tisch abzubekommen, ist das
schlecht wieder rückgängig zu machen. Das Tier wird nicht es
verstehen, wenn es plötzlich eine ärgerliche Reaktion erntet, nur
weil jemand zu Besuch ist, vor dessen Augen man das »nicht machen
will«.

Entschließt man sich dafür, die Katze am eigenen Essen teilhaben
zu lassen, auch auf die Gefahr hin, daß sie danach das
Dosenfutter nicht mehr möchte, bietet es sich an, ihr eine
Portion direkt auf einem Teller an der üblichen Futterstelle zu
servieren. Das »Abgeben« direkt vom Tisch führt, wie oben
beschrieben, meist eher zu Problemen.

Bei dem, was ich meinen Katzen abgebe, halte ich es so: Wenn sie
es frißt, dann wird es schon passen. (Meine Katze Marvin leckte
beispielsweise mit großer Leidenschaft Kirschbonbons ab.)
Vorsicht ist lediglich mit scharfen oder stark
gewürzten/gesalzenen Speisen geboten. Ebenso sollte man --
entgegen des Klischees -- keine Milch geben, da diese der Katze
Probleme mit der Verdauung bescheren kann. Besser ist es, ihr
stattdessen Sahne zu geben, welche keine Probleme macht.
Abgesehen von den Kalorien, natürlich.

Einige Katzen lecken liebend gern Dosen ab, fast egal was drin
war. Eventuelle Bedenken, die Katze würde sich dabei an den
scharfen Kanten Schnittverletzungen zuziehen, sind normalerweise
unbegründet: Katzen lernen schnell.

In jedem Fall sollte man dafür sorgen, daß die Katze ausreichend
Eiweiß bekommt. Geben Sie Ihr ruhig etwas von Ihrem Omelette ab.
Auch ein Stück Käse, Streichkäse oder Quark werden gerne
genommen.

Wenn Sie Ihrer Katze einen Knochen zum abknabbern (und spielen)
geben, sollten Sie darauf achten, daß der Knochen nicht
splittert, wie es bei Geflügel der Fall ist.

Ausgesprochen gefährlich ist jede Art von Alkohol! Passen Sie
also während der Party darauf auf, daß sich niemand der Gäste
einen kleinen Scherz mit einer Schale Bier macht, das würde dem
der Magen der Katze sehr schlecht bekommen.

Sollten Sie Ihre Katze ausschließlich mit »menschlicher« Nahrung
ernähren wollen, und vollständig auf Dosenfutter verzichten, ist
es wichtig darauf zu achten, daß die Katze auch wirklich mit
allem versorgt wird, was sie braucht. Lassen Sie Sich von Ihrem
Tierarzt beraten, welche Lebensmittel für die Katze geeignet
sind, denn oft ist menschliche Nahrung für die Katze zu fett, zu
salzig, und kann zu Krankheiten durch den Vitaminmangel führen.

Eine kleine Sammlung von katzen-sicheren Rezepten ist auf den
folgenden Seiten zu finden:

* http://www.christelw.de/katzen/futter/rezepte.html
* http://www.thaizucht.de/thaikatzen-frm-rezepte-kochen-fuer-katzen.php
* http://reinsburgstrasse.dyndns.org/katzen/KatzenFutter.html

Wenn die Katze zu dick/dünn ist
'''''''''''''''''''''''''''''''

Meiner Erfahrung nach, sorgen Katzen selber dafür, daß sie nicht
zu dick oder zu dünn werden. Trotzdem sieht man immer wieder
Katzen und Kater, die Ihr Idealgewicht deutlich verfehlen. Das
kann sehr viele Gründe haben und man sollte sich nicht direkt
verrückt machen. Genau wie wir Menschen, unterscheiden sich
Katzen in Ihrer Statur. Eine sichtbare Rippe, oder ein kleiner
Bauch, müssen nicht das Ende der Welt bedeuten.

Falls Ihre Katze aber deutlich zu dünn ist, achten Sie darauf,
wieviel sie frißt. Frißt die Katze normal oder sogar viel, ist
sie höchstwahrscheinlich krank, und man sollte einen Tierarzt
konsultieren und eine Wurmkur ins Auge fassen. Frißt die Katze zu
wenig, wechseln Sie mal die Futtersorte und Geschmacksrichtungen.
Geben sie dem Tier einmal etwas völlig anderes zu fressen,
vielleicht löst sich das Problem damit schon. Außerdem ist es
kein Fehler, Ihrer Katze Bewegung zu verschaffen, damit sie
Appetit bekommt.

Wenn auch das alles nicht hilft, ist ebenfalls ein Besuch beim
Tierarzt angemessen. Vielleicht hat das Tier Beschwerden, die den
Appetit beeinträchtigen?

Sollte Ihre Katze Übergewicht haben, ist es erstmal eine gute
Idee, Ihr Bewegung zu verschaffen. Besorgen Sie sich ein
geeignetes Spielzeug und scheuchen Sie das Tier durch die ganze
Wohnung. Oft ist ein Spielgefährte -- eine zweite Katze -- das
Beste, was einer trägen Katze passieren kann. Außerdem sollten
sie hinterfragen, welche Mengen Futter Ihre Katze täglich
verputzt. In der freien Wildbahn lebt eine Katze ausschließlich
von dem, was sie fangen kann. Das ist in der Regel deutlich
weniger, als es ein wohlmeinendes Herrchen oder Frauchen
verfüttert.

Wenn Sie mehrere Katzen haben, kann übermäßiges Fressen auch
daran liegen, daß die Tiere untereinander Futterneid haben, und
keine der anderen etwas übrig lassen will. Dagegen hilft,
getrennte Futternäpfe in verschiedenen Ecken des Zimmers
aufzustellen, so daß die Katzen getrennt fressen können.

Wie gesagt, Ruhe zu bewahren ist in jedem Fall eine gute Idee.
Viele Katzen kommen beispielsweise in einer Winter- und einer
Sommerversion. Es ist völlig normal, daß ein Tier zunimmt, wenn
es kälter wird.

Krankheit
---------

Nichts ist schlimmer, als die eigene Katze leiden zu sehen.
Insbesondere, wenn man nicht genau weiß, was sie hat. Auf keinen
Fall sollte man zögern, zum Tierarzt zu gehen. Ehe sich eine
Selbstdiagnose als Desaster herausstellt, bezahlt man lieber die
paar Euro, die ein ausgebildeter Mediziner verlangt.

Da die Autoren durch die Bank keine Mediziner sind, sollte dieses
Kapitel nur als eine Sammlung allgemeiner Erfahrungen verstanden
werden, nicht als Ersatz für den Arztbesuch.

Woran erkennt man eine kranke Katze
'''''''''''''''''''''''''''''''''''

Wenn Ihre Katze krank ist, dann erkennen Sie das sehr leicht. Das
Fell wird stumpf, das Tier erscheint leblos und zieht sich
zurück. Oft tränen die Augen der Katze, oder sind unklar. Die
Nase läuft, und fühlt sich ungewöhnlich kalt oder warm an. Meist
fressen kranke Katzen wenig oder garnicht. (Muß aber nicht sein:
Mein Marvin hat während seines Katzenschnupfens normal gefressen,
sah aber trotzdem zum Fürchten aus.) Ein weiteres Symptom ist,
wenn sich das zweite Augenlid (sieht aus wie ein weißes Stück
Haut) vor das Auge der Katze schiebt.

Eine kranke Katze benimmt sich anders als sonst, und ihr Geruch
verändert sich. Gesunde Katzen putzen sich gründlich; haben
saubere Augen, saubere Zehenzwischenräume und einen sauberen
After. Ist das nicht der Fall, sollte Mensch alarmiert sein.

Häufigeres oder selteneres Urinieren ist auch ein Alarmzeichen.
Vor allem beim Urinieren unter Schmerzen, oder wenn eine Katze
häufig »umsonst« das Katzenklo aufsucht, sollte man sofort zum
Tierarzt gehen.

Tierärzte
'''''''''

Es ist wenig überraschend, daß es gute und schlechte Tierärzte
gibt. Nur, wie will man das als Nicht-Mediziner beurteilen? Meist
findet man erst nach einer Weile heraus, ob der Tierarzt wirklich
aufmerksam und gewissenhaft ist. Immerhin, ein Kriterium für
einen guten Arzt gibt es: Wie behandelt er das Tier? Nimmt der
Arzt sich Zeit -- oder spult er die »Behandlung« nur ab, ohne je
zu fragen, wie die Katze heißt? Erkundigt er sich nach der
Historie des Tieres, nach überstandenen Krankheiten oder
schlimmen Erfahrungen beispielsweise?

Vielleicht gibt es gute Ärzte, die gleichgültig mit Tieren
umgehen, aber ich persönlich glaube nicht dran.

Was einen jedoch nicht erschrecken sollte, ist, wenn Tierärzte
bei der Untersuchung des Tieres sehr entschlossen zufassen. Die
Idee ist einfach: Je weniger man sich ziert, desto schneller ist
es vorbei. Schön mitanzusehen ist es aber nicht.

Vorsicht ist dagegen angebracht, wenn man das Gefühl hat, der
Arzt würde versuchen, Geld zu schinden, denn das kommt definitiv
vor. Ein ausgebildeter Mediziner sollte *erklären* können, was
all die vielen Spritzen und Tabletten, die er verschreibt,
enthalten, und was sie leisten sollen. Die viel zitierten
»Vitamine« bekomme ich bei meinem Tierarzt häufig als Probe der
Herstellerfirma geschenkt, die müssen nicht zwangsläufig an die
50 Euro kosten. Man möchte niemandem etwas unterstellen, aber
keine klare Aussage machen zu können, was die Katze hat, paßt
nicht dazu, zu wissen, daß noch 8 weitere Termine notwendig sein
werden, die man auch sofort vereinbaren möchte, nämlich »40 Euro
pro Termin, bringen Sie das Geld bitte bar mit.«

Im Zweifel, gehen Sie zu einem anderen Tierarzt und finden
heraus, was der sagt. Das kann sich nicht nur als weniger teuer
herausstellen, es ist auch schön, wenn man gelegentlich »die
Katze ist gesund« zu hören bekommt.

Wenn Sie mehrere Katzen haben, dann lassen Sie diese immer
gemeinsam impfen und mit Vorsorgekuren behandeln, denn die
Medikamente sind in größeren Packungen billiger. Das sollte der
Tierarzt an Sie weitergeben.

Verabreichung der Medizin
'''''''''''''''''''''''''

Mit dem Verabreichen von Medizin ist es so ein Kreuz. Auf
mysteriöse Weise finden Katzen die Tabletten immer aus dem Futter
heraus und lassen sie liegen. Geben Sie Ihrer Katze deswegen
immer erst eine kleine Portion Futter und gucken Sie zu, ob sie
das Futter samt Tablette frißt. Ebenso erhöht man die Chancen,
daß die Katze die Tabletten nicht findet, wenn man Ihr etwas
cremiges füttert, zum Beispiel Leberwurst oder Schmelzkäse.
Bestreichen Sie die Tabletten jeweils von allen Seiten dick
damit. Die Katze wird es dann (hoffentlich) direkt vom Finger
lecken, ohne zu Kauen.

Pasten kann man Katzen oft dadurch verabreichen, daß man Ihr die
Paste ums Mäulchen schmiert, so daß sie diese ablecken, wenn sie
sich putzen. Außerdem sollten Sie den »das ist wichtige
Medizin«-Eindruck vermeiden. Versuchen Sie, der Katze die Medizin
als Belohnung unter viel Lob und Streicheln zu verkaufen, so daß
sie nicht merkt, daß ihr das eigentlich nicht schmecken sollte.

Manchmal ist das Verabreichen wesentlich unangenehmer, zum
Beispiel Augentropfen, welche der Katze mehr oder weniger mit
Gewalt gegeben müssen. Als ich das das erste Mal gemacht habe,
habe ich gedacht, die Katze spricht nie wieder ein Wort mit mir,
so hat sie gefaucht und sich gewehrt. Aber alles in allem, hatte
ich den Eindruck, daß die Tiere ausgesprochen gut unterscheiden
können, wenn ihnen jemand weh tun will, oder wenn er helfen
möchte -- auch wenn es unangenehm ist.

Zwar behaupten viele Mediziner, daß Katzen so etwas wie
Dankbarkeit nicht kennen, das kann ich aber nicht bestätigen.
Meine Katze hat zwar gefaucht wie der Teufel, aber nach einer
Minute war alles vergessen, wahrscheinlich, weil sie selber
gemerkt hat, daß es Ihr danach besser geht.

Wenn man einer Katze die Medizin gegen ihren ausdrücklichen
Willen geben muß, sollte man unbedingt entschlossen zur Sache
gehen, so blöd das klingt. Bringen Sie es hinter sich. Je
schneller es geht, desto besser. Wer die Katze nur halbherzig
packt, riskiert, daß er sie nach einer Flucht mit viel Getöse
durch die ganze Wohnung jagen muß und das nimmt sie einem ganz
sicher übel.

Generell sollten Sie so etwas zu zweit machen. Fangen Sie die
Katze und setzen Sie sie auf einen Tisch. Am besten, einer hält
die Katze fest und der andere verabreicht die Tropfen oder Salbe.
Am besten geht das, wenn man das Tier in ein Handtuch gewickelt
hat, damit es die Pfoten nicht benutzen kann. Ihr Tierarzt kann
Ihnen zeigen, wie man das am besten macht. Generell gilt es, die
Medizin zügig und entschlossen zu verabreichen, damit das ganze
Spektakel schnell vorbei ist. Es ist außerdem einen Versuch wert,
die Katze fest am Genickfell zu packen, da dies oft einen
Stillhaltereflex auslöst, der einige Sekunden vorhält. Das kann
reichen.

Wenn alles vorbei ist, belohnen Sie die Katze ruhig, und schenken
Sie ihr Aufmerksamkeit (ohne sie zu bedrängen).

Sollten Sie in der unglücklichen Lage sein, daß Ihre Katze
wirklich Angst vor Ihnen hat -- weil sie schlechte Erfahrungen
gemacht hat, zum Beispiel -- und sie wirklich in Todesangst
kämpft, dann seien Sie auf keinen Fall so naiv sich ihr ohne
dicke Handschuhe und lange Ärmel zu nähern. Eine richtige
Bißwunde kann sehr tief sein, selbst wenn die Katze gerademal
eine handvoll groß ist.

Und falls das alles nicht klappen sollte ... hier ein kleiner
Text von Peggy Althoff, der sie hoffentlich aufmuntert:

                   How to Give Your Cat a Pill

  1.  Grasp cat firmly in your arms. Cradle its head on your
      elbow, just as if you were giving baby a bottle. Coo
      confidently, »Thats a nice kitty.« Drop pill into its
      mouth.

  2.  Retrieve cat from top of lamp and pill from under sofa.

  3.  Follow same procedure as in (1), but hold cat's front paws
      down with left hand and back paws down with elbow of right
      arm. Poke pill into its mouth with right forefinger.

  4.  Retrieve cat from under bed. Get new pill from bottle.
      (Resist impulse to get new cat.)

  5.  Again proceed as in (1), except when you have cat firmly
      cradled in bottle-feeding position, sit down on edge of
      chair, fold your torso over cat, bring your right hand over
      your left elbow, open cat's mouth by lifting the upper jaw
      and pop the pill in - quickly. Since your head is down by
      your knees, you won't be able to see what you're doing.
      That's just as well.

  6.  Leave cat hanging on drapes. Leave pill in your hair.

  7.  If you're a woman, have a good cry. If you're a man, have a
      good cry.

  8.  Now pull yourself together. Who's the boss here anyway?
      Retrieve cat and pill. Assuming position 1, say sternly,
      »Who's the boss here, anyway?« Open cat's mouth, take pill
      and ... Oooops!

  9.  This isn't working, is it? Collapse and think. Aha! Those
      flashing claws are causing the chaos.

  10. Crawl to linen closet. Drag back large beach towel. Spread
      towel on floor.

  11. Retrieve cat from kitchen counter and pill from potted
      plant.

  12. Spread cat on towel near one end with its head over long
      edge.

  13. Flatten cat's front and back legs over its stomach. (Resist
      impulse to flatten cat.)

  14. Roll cat in towel. Work fast; time and tabbies wait for no
      man-or woman.

  15. Resume position (1). Rotate your left hand to cat's head.
      Pressits mouth at the jaw hinges like opening the petals of
      a snapdragon.

  16. Drop pill into cat's mouth and poke gently. Voila! It's
      done.

  17. Vacuum up loose fur (cat's). Apply bandages to wounds
      (yours).

  18. Take two aspirins and lie down.


Tollwut
'''''''

Zu den Impfungen, die eine freilaufende Katze unbedingt braucht,
gehört die gegen Tollwut. Zum einen kann die Katze dann keine
Tollwut mehr bekommen, zum anderen verschafft man sich noch eine
andere Sicherheit: Sollte die Katze, beispielsweise, auf dem
Spielplatz ein Kind beißen, so kann man nachweisen, daß sie keine
Tollwut haben kann. Ist dies nicht der Fall, kann ein Amtsarzt
die Tötung der Katze anordnen, um sie im Labor sezieren zu
lassen.

Katzenschnupfen
'''''''''''''''

Der Katzenschnupfen ist die verbreiteteste und bekannteste
Krankheit, die sich eine Katze zuziehen kann. Er äußert sich
genau wie ein Schnupfen beim Menschen: Tränende Augen, erhöhte
Temperatur und Appetitlosigkeit. Katzenschnupfen ist kein
normaler Menschen-Schnupfen, welcher für Katzen ziemlich
ungefährlich ist. Ein Katzenschnupfen dagegen kann, wenn er nicht
behandelt wird, für die Katze tödlich enden.

Eine Impfung gegen Katzenschnupfen existiert und sollte
durchgeführt werden. Vorsicht allerdings, falls Ihre Katze
schwach oder bereits krank ist, denn die Impfung wird durch
Immunisierung mit lebenden Viren durchgeführt. Eine Impfung an
einer bereits erkrankten Katze ist also a) wirkungslos und b)
gefährlich.

Erst der direkte Kontakt zwischen Katzen und ein gegenseitiges
An-niesen führt zur Infektion. Hierbei kommt es darauf an,
wieviele Viren ausgeniest werden. Eine hohe Dosis steckt eine
Katze oft schon in 2 oder 3 Tagen an. Bei einer niedrigeren
Dosierung kommt es nur dann zur Ansteckung, wenn die Katzen ca. 2
Wochen zusammen sind. Die Krankheit ist sehr gut behandelbar.

Katzenseuche
''''''''''''

Die Katzenseuche ist das Übelste, was Ihnen und Ihrem Vierbeiner
zustoßen kann. Eine Heilung ist soweit ich weiß nicht möglich und
die Seuche endet in der Regel ebenfalls mit dem Tod.

Hinzu kommt, daß das Virus extrem aktiv ist. Ist eine Ihrer
Katzen mit Katzenseuche infiziert, ist Ihre gesamte Kleidung und
Wohnung kurzer Zeit danach ebenfalls verseucht und Sie werden für
mindestens das nächste halbe Jahr keine andere Katze streicheln
oder in Ihren vier Wänden beherbergen können.

Auch hier existiert eine Impfung, die aus naheliegenden Gründen
sehr zu empfehlen ist.

Flöhe
'''''

Flöhe sind, insbesondere bei Katzen, die das Haus verlassen
dürfen, keine Seltenheit und man sollte seine Katze regelmäßig
auf Flöhe hin untersuchen oder dies den Tierarzt machen lassen.
Wenn sich diese Parasiten dann auffinden, gibt es zahlreiche
Mittel, die man zur Bekämpfung verwenden kann und die einem vom
Tierarzt empfohlen werden können.

Bevor man zur Chemie greift, sollte man es aber erstmal mit den
»Hausmitteln« versuchen, wie Christel Wysocki in einer E-Mail
beschrieb:

  Das mit dem Flohpulver ist auch so eine Sache. Mensch sollte
  besser erst mal versuchen, ohne Chemie gegen die Flöhe
  anzukommen. Das heißt, die Katze mit einem Flohkamm kämmen, die
  Flöhe vernichten (ins Wasser werfen oder mit dem Nagel
  zerdrücken) und die Wohnung und alle Schlafplätze oft und
  gründlich saugen. Die Flöhe, die sich auf einer Katze befinden,
  sind nicht das Schlimmste. Es gibt wesentlich mehr Flöhe, die
  sich irgendwo im Teppich oder auf Sesseln vergnügen und ihre
  Eier legen.

  Wenn alles nichts hilft, weiß der Tierarzt weiter: Flohpulver,
  ein Wässerchen, das am Nacken eingerieben wird, Flohhalsband
  (ich mag sie nicht, weil sie auch die Haare der Katze am Hals
  auf Dauer schädigen) und das Produkt »Program«, eine Paste, die
  die Fortpflanzungsfähigkeit der Flöhe einschränkt. Program muß
  die Katze einmal im Monat einnehmen.

Dem fügte Volkmar Kostka hinzu:

  Da wir es unterlassen haben, uns intensiv um die Flohbekämpfung
  zu kümmern -- wir haben die Flöhe nur augekämmt und Puder
  angewandt -- wurde der Flohbefall mit der Zeit so intensiv,
  daß eine Katze daran gestorben ist. Laut Tierarzt wurde sie
  regelrecht ausgesaugt.

  Nach Aussage des Tierarztes ist dieser Fall relativ selten. Und
  er betrifft eigentlich nur schwache/kranke und/oder Jungtiere.

  Unsere Katze (Perser/Chinchilla Kreuzung) wog in den besten
  Zeiten nur ca. 3--4 Kilo und hatte eine Schultehöhe von ca.
  15--20 cm. Eine sehr kleine Katze also. Dazu kam, daß sich die
  Katze fast gar nicht der Fellpflege gewidmet hat
  (wahrscheinlich lag es an den langen Haaren) und dadurch auch
  die Flöhe nicht regelmäßig verscheucht hat. Unsere Kater
  (Gewicht ca. 7--8 Kilo, Schulterhöhe ca. 30--40 cm) hat die
  Sache sehr viel besser überstanden. Auch aufgrund seiner
  besseren Fellpflege und Flohjagd, obwohl sein Fell zur Zeit
  sehr mitgenommen aussieht.

  Aus dem Fell der Katze konnten wir beim Kämmen bis an die 100
  Flöhe entfernen, aus dem des Katers nur ca. ein Dutzend, obwohl
  beide Tiere in der selben Wohnung leb(t)en. Man sollte, vor
  allem wenn man Rassekatzen hat, Flohbefall nicht auf die
  leichte Schulter nehmen.

  Als Umgebungsbehandlung wird im allgemeinen VetKem empfohlen.
  Den Namen des Zeugs, daß wir dem Kater zur Zeit ins Fell
  sprühen, weiß ich momentan nicht, allerdings soll man es nur
  mit einem minimalen Abstand von vier Wochen benutzen. Und es
  scheint ziemlich gut zu wirken. Bislang hat noch kein Floh
  einen Ausflug auf den Kater lebend überstanden.

Leukose
'''''''

Diese Krankheit ist weltweit inzwischen sehr verbreitet. Sie wird
fast ausschließlich direkt von einer Katze auf die andere
übertragen, zum Beispiel durch Speichel oder Urin. Eine
Übertragung durch den Menschen, wie zum Beispiel über
Kleidungsstücke, ist sehr unwahrscheinlich, da das Virus an der
Luft nur einige Minuten überlebt.

Die Krankheit selbst ist nur symptomatisch behandelbar, sie
erstreckt sich oft über Jahre und führt schließlich unweigerlich
zum Tod. Wenn die Katze behandelt wird, kann sie mit der
Krankheit noch einige Jahre ganz gut leben. Eine Impfung
existiert und ist hauptsächlich für freilaufende Katzen sehr zu
empfehlen.

Die Katzenleukose ist eine äußerst gefährliche Viruserkrankung
und Weltweit verbreitet. Fast jede sechste Katze stirbt daran.
Die Krankheit ist mit dem Blutkrebs beim Menschen vergleichbar.
Die Inkubationszeit beträgt mehrere Jahre. Katzen die zur
Leukoseimunisierung kommen müssen vor der Impfung einen Test
machen, denn bereits infizierte Tiere dürfen nicht geimpft
werden. Für den Test muß der Tierarzt dazu etwas Blut abnehmen,
eine unangenehme aber notwendige Prozedur. Viele Katzen tragen
den Virus im Körper, jedoch bedeutet das noch lange nicht daß die
Krankheit ausbrechen muß. Das erschwert häufig eine genaue
Diagnose. Die Leukose verursacht teilweise sehr unterschiedliche
Krankheitsbilder. Fast alle Organe können davon betroffen werden,
auch das Gehirn. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, so
ist eine Heilung fast unmöglich. Besonders infektiös ist bei
Leukose der Speichel. Bei der gegenseitigen Fellpflege wird die
Krankheit genauso übertragen wie auch beim fressen aus dem
gemeinsamen Napf. Aber nicht nur über den Speichel stecken sich
die Tiere an. Eine Hauptinfektionsquelle ist das gemeinsame
Katzenklo. Auch im Kot und Urin sind die Viren enthalten. Sind
mehrere Katzen in einem Haushalt, so läßt sich eine gegenseitige
Infektion kaum vermeiden. Nimmt man eine zusätzlich Katze auf, so
ist eine Untersuchung Pflicht, denn nur so läßt sich das Risiko
einer Verbreitung verringern. Eine äußerlich gesunde Katze kann
schon längst an Leukose erkrankt sein.

Verstopfung
'''''''''''

Hier handelt es sich um einen harmloseren Fall. Hat die Katze
gelegentlich Probleme beim Stuhlgang (der Kot sollte weich,
geformt und dunkel sein), kann man ihr Ölsardinen oder nur Öl aus
der Sardinendose verabreichen. Viel Flüssigkeit ist auch ganz
wichtig. Kommt die Verstopfung häufiger vor, sollte man doch
einmal den Tierarzt konsultieren.

FIP (Bauchfellentzündung)
'''''''''''''''''''''''''

Eine ausführliche Beschreibung dieser Krankheit ist auf der von
Michael Grimm gepflegten Webseite
http://www.odo.in-berlin.de/mini-FIP-FAQ.html zu finden.

Feline Immundefizienz-Virus (FIV)
'''''''''''''''''''''''''''''''''

Erst seit kurzer Zeit (1987) ist dieser Virus bekannt, der dem
menschlichen Aidsvirus sehr ähnlich ist. Diese Krankheit muß aber
nicht zum Tode führen. Die Symptome sind so unklar und
unspezifisch daß die Krankheit nur schwer zu diagnostizieren ist.
Seit 1989 gibt es aber einen einfachen Test zum Virusnachweis.

Niereninsufizienz
'''''''''''''''''

Wenn die Nieren nicht mehr so richtig mitspielen, muß die Katze
wohl oder übel Diät leben. Der Eiweißgehalt der Nahrung muß
drastisch reduziert werden. Auch Phosphor darf nicht viel
enthalten sein. Es gibt spezielles vorgefertigtes Futter, man
kann aber auch selber kochen. Der Tierarzt wird einen gern
beraten.

Durchfall
'''''''''

Wenn Katzen immer wieder Durchfall haben, sollte man über mehrere
Wochen eine Diät versuchen, die zu 3 Teilen aus Reis und zu 1
Teil aus Hüttenkäse oder Magerquark besteht. Um es der Mieze
schmackhaft zu machen, kann auch ein wenig vom üblichen Futter
untergemischt werden.

Harngrieß
'''''''''

Harngrieß ist eine Ablagerung in der Harnröhre, und entsteht
hauptsächlich durch alkalischen oder neutralen Urin. Besonders
gefährdet sind Kater. Von Natur aus so ausgestattet, verjüngt
sich der Ausscheidungskanal Richtung Zipfel. Dadurch verstopft
die Ablagerung von Harngrieß den Ausgang.

Sollte der Kater öfters aufs Kistchen gehen, ohne einen Tropfen
rauszubringen, ist es »Fünf vor Zwölf«. Wasser wegnehmen, und
sofort zum Tierarzt gehen. Wenn der letzte gelungene Versuch noch
nicht all zu lange her ist, kann es noch reichen, erst am
nächsten Morgen zu gehen, aber es ist qualvoll. Länger als einen
Tag zu warten ist ziemlich sicher tödlich.

Pseudowut
'''''''''

Es gibt einige Bezeichnungen für diese Erkrankung: Aujeszkysche
Krankheit, Morbus Aujeszkyi, Infektiöse Bulbärparalyse, Juckpest,
Pseudorabies. Sie wird durch ein Herpesvirus hervorgerufen, das
sehr ähnlich dem Herpes-Virus des Menschen ist und verläuft sehr
akut bis akut, mit Fieber und Störungen des gesamten
Nervensystems. Unter normalen Bedingungen behält das Virus
wochenlang seine Fähigkeit zur Infektion, wird aber bei Temperaturen über
55 Grad zerstört. Es kann alle Haussäugetiere befallen, nur der
Mensch ist resistent. Der Virusüberträger ist das Schwein oder
die Ratte.

Die Übertragung erfolgt meist durch Futteraufnahme, es kann aber
auch durch andere Wege übertragen werden wie z.B. durch Bisse.
Über die in der Mundschleimhaut endenden Nerven steigt das Virus
direkt ins Gehirn auf und vermehrt sich dort im Nervengewebe. Es
kommt zur Entzündung des Nervengewebes des Gehirns und dann zum
Untergang der Nervenzellen.

Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 9 Tage. Danach treten
uncharakteristische Erscheinugsbilder auf: Wesensänderung,
Müdigkeit, Neigung zum Verstecken, Freßunlust. Bei jungen Katzen
tritt oft nur Erbrechen als einziges Symptom auf. Ständiges
Lecken, beißen und Kratzen des Fells weisen auf Juckreiz hin.
Diese Symptome können aber auch fehlen. Danach kommt es zu
Schluckbeschwerden, bedingt durch eine Lähmung des Rachenraumes.
Es kann auch zu einer Lähmung der Kaumuskulatur kommen oder zu
Zuckungen von Kopf und Gesichtsmuskeln. Die Höhe des Fiebers ist
untypisch. In der Regel tritt der Tod schon am ersten oder
zweiten Tag nach Einsetzen der Symptome ein.

Die Diagnose läßt sich nur am toten Tier abklären. Das klinische
Bild ähnelt der Tollwut, verläuft aber schneller und macht keine
Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen.

Eine Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, sie verläuft immer
tödlich. Da sie ähnliche Symptome wie die Tollwut macht, ist von
einer Verdachtstherapie wegen der Tollwutgefahr für den Menschen,
abzuraten. Impfstoff steht nicht zur Verfügung. Man verhindert
die Erkrankung, indem man an die Tiere kein Schweinefleisch
verfüttert und einen Kontakt von Katze und Schwein vermeidet. Bei
Freigängern besteht eine Infektionsgefahr, wenn die Katze Ratten
als Beutetiere jagt, sie frißt oder Bißverletzungen davonträgt.

Diese Seuche ist anzeigepflichtig und wird veterinärpolizeilich
bekämpft, indem man die befallenen Bestände ausmerzt. Die Impfung
ist damit generell untersagt. Die einfachste Lösung des Problems
für Verbraucher und deren Haustiere: kein rohes Schweinefleisch
essen oder verfüttern.

Wie Katzen sich verhalten
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Stubenreinheit
''''''''''''''

In den meisten Fällen, ist eine Katze oder ein Kater bereits
stubenrein, wenn man ihn oder sie bekommt. Katzen haben ohnehin
ein Grundbedürfnis nach Sauberkeit und sind sehr gewillt, ein
geregeltes Klo anzunehmen. Nichtsdestotrotz, passiert es
manchmal, daß eine Katze irgendwo hinmacht, wo man es dann doch
lieber nicht möchte.

Sollte dies passieren, obwohl die Katze vorher monatelang
stubenrein war, dann ist dies fast immer ein Zeichen, daß
irgendetwas nicht stimmt und daß die Katze damit Aufmerksamkeit
erregen möchte. Zuerst sollte man sich selber mal ehrlich fragen,
ob das Katzenklo sauber genug ist, oder ob man mit dem Reinigen
vielleicht etwas zu schluderig war.

Außerdem könnte es auch sein, daß der Katze etwas fehlt. Das
können entweder Schmerzen oder Krankheit sein, aber durchaus
auch, daß sie sich vernachlässigt fühlt. Meine Katze Lucy zum
Beispiel, hat mehrfach ins Zimmer gepinkelt, als wir die Katzen
von Freunden zu Besuch hatten, weil diese verreist waren.
Natürlich war das »Hallo« groß, als die beiden (noch sehr jungen)
Kater hier ankamen und alle haben sich darum gerissen, mit denen
schmusen und spielen zu dürfen. Dabei sind Lucy und Marvin halt
ein bißchen untergegangen.

Genauso reagierte Lucy auch, als mein Mitbewohner Sönke, an dem
sie sehr hängt, für einige Tage weg war. Sie fühlte sich
wahrscheinlich einsam und wollte so Aufmerksamkeit erregen. Und
tatsächlich war, nachdem das gelungen ist, auch alles wieder gut.

Sollte so was also passieren, würde ich zuersteinmal mit der Katze
schmusen, mich um sie kümmern und Ihr Aufmerksamkeit geben. Macht
sie trotzdem weiterhin in die Wohnung, gilt es mal einen Tierarzt
zu befragen, ob er irgendeine Krankheit feststellen kann.

Ansonsten sollte man die Stelle, an die die Katze gemacht hat,
unbedingt *sehr* gründlich reinigen. Nachdem die Katze einmal an
diese Stelle gemacht hat, betrachtet sie diese sozusagen als
»Zweitklo« und wird dies eventuell wieder tun. Deshalb muß man
den Geruch so gut wie irgend möglich entfernen, um die
Hemmschwelle wieder heraufzusetzen. Ich benutze dazu ein Mittel
namens »Oranex«, welches man inzwischen in vielen Läden kaufen
kann. Oranex ist ein rein natürliches Reinigungsmittel, welches
zudem einen recht starken Orangengeruch hat, der den Geruch des
Urins überdeckt.

Wenn man die Katze dabei beobachtet, wie sie in die Wohnung
pinkelt, sollte man ruhig schimpfen und sie merken lassen, daß
man böse auf sie ist. Immerhin muß die Katze ja wissen, daß sie
das nicht darf! Ich habe unsere Katze Ra, die so was öfter tat,
dann geschnappt und in Ihr Katzenklo gesetzt, damit sie den
Zusammenhang sehen kann.

Pinkelt die Katze wiederholt an dieselbe Stelle, ist es auch in
Betracht zu ziehen, ob man das Katzenklo nicht einfach auch an
diese Stelle stellt. Das hat bei Ra auch geholfen.

Eine andere Erklärung, die zutreffen kann, wenn man mehrere
Katzen hat, ist, daß die Katze sich ihr Klo nicht mit einer
anderen teilen möchte. Wir haben versucht, Marvin und Lucy an ein
Klo zu gewöhnen, aber es dann schlußendlich gelassen. Jetzt haben
wir wieder zwei Klos. Ich kann zwar nicht genau sagen, welche
Katze welches Klo als das ihrige betrachtet, aber es hat
geholfen. Naja, Katzen sind halt so.

Weitere Informationen zu diesem beliebten Thema gibt es unter:

* http://www.ciara.de/unsauberkeit_bei_katzen.html
* http://www.christelw.de/katzen/sonstiges/unsauber.html
* http://katzennothilfe.de/felidae/pinboard/gesundheitstipps/unsauberkeit.htm

Kratzen
'''''''

Leider kenne ich nichts, das einer Katze das Kratzen an Tapeten,
Möbeln und anderem Inventar abgewöhnen könnte. Ehrlich gesagt,
muß man sich einfach damit abfinden, Katzen wollen ihre Krallen
nunmal schärfen. Da führt kein Weg dran vorbei.

Kratzbäume, die man für um die 50,-- Euro bekommen kann,
reduzieren dieses Verhalten zwar beträchtlich, aber ganz
abgewöhnen wird man es der Katze nur in den seltensten Fällen
können. Ein Kratzbaum hat die größte Chance, akzeptiert zu
werden, wenn die Katze noch klein ist. Hat sie ihre bevorzugte
Kratzstelle erstmal gefunden, wird sie dort sehr wahrscheinlich
weiterkratzen, egal welche »Features« der extra dafür gekaufte
Baum hat.

Viele Katzenbesitzer machen es deshalb so, daß sie beobachten, wo
ihre Katze gerne kratzt und über diese Stelle dann eine Bastmatte
hängen, wie man sie fürs Schwimmbad zum Drauflegen kaufen kann.
Sieht zwar nicht besonders dekorativ aus, aber die Matte kann man
wenigstens noch abnehmen, wenn der Chef zum Essen kommt. Immer
noch besser als ein ruiniertes Sofa.

Körpersprache
'''''''''''''

Katzen haben eine ausgesprochen ausdrucksstarke Körpersprache.
Ein Halter, der seine Katze gut kennt, kann meist mit einem Blick
erkennen, in welcher Stimmung sie ist und was sie möchte. Schon
alleine ein »Miau« kann ein Dutzend verschiedene Bedeutungen
haben, von »streichle mich« bis zu »ich will Futter«.

Das bekannteste Mittel des Körpersprache ist der Schweif der
Katze. Eine Katze, die auf jemanden zugelaufen kommt und den
Schwanz dabei hoch erhoben hat, ist meistens neugierig oder
möchte denjenigen begrüßen und schmusen. Generell ist ein hoch
erhobener Schwanz ein Zeichen dafür, daß die Katze sich wohl und
sicher fühlt.

Peitscht der Schwanz dagegen seitlich, ist dies ein Indiz für
Aggressivität. Dies kann man oft beobachten, wenn sich die Katze,
zum Beispiel, an ein potentielles Opfer anschleicht, sei es ein
Vogel oder ein Gummiball. Insbesondere Laien-Katzenfreunde
erkennen dies nicht rechtzeitig. Es ist hier schon oft passiert,
daß Marvin irgendwo lag und döste. Unser Besuch kreischt los,
»wie niedlich« die wäre und stürzt sich streichelnderweise auf
die Katze. Meistens sieht man dann, wie der Schweif der Katze zu
peitschen anfängt und sie etwas unruhig wird. Nach einigen
Augenblicken macht es *zack* und der ahnungslose Störenfried
bekommt die Krallen zu spüren.

Ein Schwanzwedeln dagegen ist ein Zeichen von Unsicherheit oder
Unentschlossenheit. In einem Buch wurde mal folgendes sehr
schönes Beispiel für eine solche Situation beschrieben: Die Katze
quengelt und nervt weil sie raus möchte und ihr Mensch ihr die
Tür öffnen soll. Entnervt steht man auf und öffnet der Katze die
Haustür. Erfreut stürmt sie auf die Türschwelle zu und stellt
dann fest, daß es draußen in Strömen regnet.

»Mist,« denkt sich die Katze jetzt, »was mache ich nun? Nach all
dem Geschrei kann ich ja nun schlecht *nicht* rausgehen. Aber ...
es regnet!«

Und während sie das denkt, wird sie mit dem Schwanz wedeln, damit
es nicht so aussieht, wisse sie nicht, was zu tun ist. Ähnlich,
wie sich ein Mensch beim Nachdenken die Schläfen massiert oder
mit den Haaren spielt.

Allgemein bekannt ist auch der »Wutschwanz«, den eine Katze
bekommt, wenn sie tobt oder kämpft. Die Haare am Schwanz der
Katze stellen sich dann auf, so daß dieser größer und imposanter
erscheint, um den Gegner einzuschüchtern. Was übrigens sehr gut
wirkt. Die oben bereits erwähnten Besuchskatzen, die wir hatten,
wurden von unseren etablierten Bewohnern natürlich ganz schön
getriezt. An eine von beiden, trauen sich aber weder Marvin noch
Lucy heran, obwohl beide älter und größer als diese waren.
Besagter Kater, Avalon, ist nämlich eine Maine Coon, welche einen
sehr langen und sehr buschigen Schwanz haben.

Avalons Schweif sieht in normalen Zustand bereits deutlich größer
aus, als der Wutschwanz von Marvin oder Lucy, weshalb beide einen
deutlichen Sicherheitsabstand zu diesem »Monster« hielten, obwohl
Avalon kein bißchen aggressiv war und eher neugierig auf die
beiden zuging.

Ein weniger bekanntes Indiz für die Stimmung des Tieres sind die
Ohren. Wenn man mal darauf achtet, stellt man fest, daß Katzen
mit ihren Ohren die erstaunlichsten Bewegungen vollführen können.
Dreht die Katze die Ohren, beispielsweise, immer von vorne zu den
Seiten und zurück, ähnlich einer Radarschüssel, hat irgendetwas
ihre Aufmerksamkeit erregt und sie versucht nun, das Geräusch zu
lokalisieren. Meist verharrt sie dabei still, um selber kein
Geräusch zu machen, das eine potentielle Beute vertreiben könnte.

Sind die Ohren dagegen still und gerade erhoben, genau wie der
Schweif, fühlt sich die Katze sicher und wohl. Eine Katze, die
sich unmittelbar vor einem Kampf befindet, legt die Ohren dagegen
nach hinten, dicht am Kopf, an, damit diese vom Gegner nicht
verletzt werden können.

Auch dies ist ein gutes Zeichen dafür, daß ein Streicheln im
Moment unerwünscht ist. Legt die Katze die Ohren und an verspannt
sich, oder schließt sie die Augen und »spreizt« die Ohren, damit
man sie am Kopf kraulen kann?

Zuguterletzt, ist wohl jedem Katzenbesitzer schonmal aufgefallen,
daß sein kleiner Mitbewohner am Fenster steht, ein paar Vögel
beobachtet und dabei merkwürdig knarrt und mit den Zähnen knackt.
Ich habe mich ganz schön gewundert, als ich das das erste Mal
bemerkt habe. Dabei handelt es sich um den Tötungsbiß, den die
Katze imaginär ausführt.

Es ist eine schöne Vorstellung, daß die Katze dort am Fenster
steht und tagträumt, wie sie heldenhaft ein Dutzend fieser Vögel
erledigt ...

Lautsprache
'''''''''''

Wer denkt, Katze machten nur »miau«, der irrt sich gewaltig. Jede
Katze beherrscht eine ganze Palette an Lauten, die sie benutzt um
ihren Willen (oder Unwillen) auszudrücken -- hauptsächlich
Gurrlaute in allen erdenklichen Variationen. Wer sein Tier gut
kennt, der lernt schnell zu unterscheiden, was die Katze
kommunizieren möchte. Wie beim Menschen auch, reflektieren diese
den Gemütszustand des Tieres. Manche Katzen motzen regelrecht --
vor allem, wenn sie Hunger haben! Auch Langeweile kann sich in
regelrechten Tiraden äußern. Wenn das passiert, machen Sie sich
einmal den Spaß und antworten darauf. In solchen Situationen
können richtige Dialoge entstehen.

Schlafen
''''''''

Katzen schlafen viel und ausgiebig, das ist allgemein bekannt.
Böse Zungen behaupten sogar, daß Katzen überhaupt nur aufstehen
um zu Fressen oder um mal woanders schlafen zu können. Nun, ich
kann das durchaus bestätigen.

Tatsächlich schlafen Katzen garnicht so lange wie es manchmal den
Anschein hat. Die meiste Zeit dösen sie nur mit ganz oder halb
geschlossenen Augen. Man erkennt dies sehr gut daran, daß die
Ohren sich recht häufig bewegen, wenn irgendwoher ein Geräusch
kommt. Ebenso ist die Katze ruck zuck wieder auf den Beinen, wenn
irgendetwas ihr Interesse erweckt.

Die Tiefschlafephase einer Katze ist meistens ziemlich kurz und
oft sieht man die Katze zittern oder sich leicht bewegen. Ich
stelle mir immer vor, daß mein Marvin im Traum wehrlose kleine
Kätzchen vor allen möglichen Gefahren rettet und sich als
ziemlicher Held feiern läßt. Ob »träumen« wirklich der Grund für
das Zittern ist, weiß ich jedoch nicht sicher.

Auf jeden Fall sollte man eine schlafende Katze in Ruhe lassen
und nicht wecken. Auch wenn die Katze nur döst, störe ich sie
eigentlich nicht. Die meisten Katzen reagieren auch recht
unwirsch darauf, wenn man sie stört und mit ihnen schmusen oder
spielen will. Mancher Gast, der die Ruhephase meiner Katze nicht
respektiert hat, hat es auf die harte Methode schließlich lernen
müssen.

Aggressive Katzen
'''''''''''''''''

In der Wunschvorstellung jedes Katzenbesitzer, ist seine Katze
furchtbar verschmust und verspielt, sie liebt einen abgöttisch,
und sie läßt sich auf dem Arm herumtragen und alles mit sich
machen. Die Realität ist oft anders.

Aggressivität kann viele verschiedene Ursachen haben. Gerade
Katzen, die aus dem Tierheim stammen, haben häufig schlechte
Erfahrungen gemacht und treten dem neuen Besitzer mit einer
gehörigen Portion Mißtrauen gegenüber. Reagiert eine Katze also
aggressiv, sollte man sich immer zu erst fragen, ob sie das
vielleicht tut, weil sie sich bedrängt oder unsicher fühlt. Im
Zweifel gilt, dem Tier seinen Freiraum zu lassen, damit es im
eigenen Tempo Vertrauen aufbauen kann. Unabhängig davon, ist ein
gewisses Maß an Jagdtrieb und Streitlust aber auch völlig normal.
Katzen sind Raubtiere, keine Stofftiere.

Ein Problem ist es jedoch, wenn Katzen beim *Spielen* die Krallen
ausfahren, denn damit können sie einem ziemlich weh tun. Wenn
Ihre Katze das macht, unterbrechen sie das Spiel. Die Katze wird
wahrscheinlich verwundert angucken und dann selber innehalten,
bis die Krallen irgendwann wieder eingezogen sind. Dann wird
weitergespielt. Es mag etwas dauern, bis sie den Zusammenhang
versteht, aber nachdem sie es verstanden hat, kann man sich
regelrecht mit der Katze prügeln, ohne einen Kratzer
abzubekommen. Wer nach dem Spielen permanent kaputte Hände hat,
der macht etwas falsch.

Tritt die Aggressivität nicht nur beim Spielen auf, sondern auch
in völlig anderen Situationen, dann darf man sich das noch
weniger gefallen lassen. Die Katze muß schon erfahren, daß das
nicht geht, sonst wird sie es auch nicht lernen. Für mich hat
sich bewährt, meinen Unwillen durch Fauchen kundzutun. Das kann
ich deutlich lauter als meine Katze. Zugegeben, es wirkt albern,
wenn ein erwachsener Mensch im Flur steht und seine Katze
anfaucht, aber *das* Geräusch versteht sie.

Der Sinn des ganzen soll aber sein, die Katze merken zu lassen,
daß mit Beißen oder Kratzen eine Grenze überschreitet. Es geht
*nicht* um Strafe. Generell finde ich, daß es keine
Rechtfertigung gibt, ein Tier zu bestrafen -- ganz gleich ob man
es mit Gewalt oder Entzug von Aufmerksamkeit tut. Das ist nicht
nur ethisch fragwürdig, es ist schlicht dumm. *Belohnung* ist das
Mittel der Wahl.

Verbote
'''''''

Es gibt einige Dinge, die man seiner Katze nicht erlauben möchte:
Betteln am Tisch, Kratzen an bestimmten Möbeln oder das
Randalieren in und mit Papierkörben. Wer sich in der Situation
wiederfindet, ein solches Verbot durchsetzen zu müssen, der
sollte sich immer zuallererst fragen: Wie wichtig ist es mir?
Hänge ich wirklich an der Couch? Sollte ein teurer Teppich nicht
auch was aushalten können? Viele Leute behaupten ja, Katzen könne
man nicht erziehen ... und es stimmt. Ehrlich, am besten ist, sie
versuchen es nichtmal.

Auf einigen wenigen Grundregeln muß man leider doch bestehen --
zum Beispiel möchte man nicht, daß die Katze auf stromführenden
Kabeln kaut --, und in dem Fall hilft nur Wasser.

Empfehlenswert sind die Wasserspritzen, wie sie zum Einsprengen
von Wäsche vor dem Bügeln verwendet werden. »Punischer« nennt der
Profi das. Die weit streuende Einstellung eignet sich gut für
flächendeckendes Erziehen der Katze, beispielsweise während sie
auf der Flucht ist. Auf bewegliche Ziele schießt man nunmal am
besten mit eine abgesägten Schrotflinte, mit dem Punischer geht
das genauso. Die andere Einstellung, der mit ordentlich Druck
versehene Wasserstrahl, hat den Vorteil, daß man die Katze aus
einiger Distanz erziehen kann -- man muß dafür also nicht
unbedingt aus dem Sessel aufstehen! Leider trifft man die Katze
damit nur, wenn sie sich unbeobachtet wähnt, und die Biester
wissen leider ziemlich genau, wann man sie beobachtet.

In jedem Fall sollte man darauf vorbereitet sein, daß alle
Bemühungen sozusagen für die Katz' sind, egal wieviel Wasser man
verschießt. Wenn sie nicht wollen, dann lassen Katzen sich
einfach nicht erziehen.

Wenn eine andere Katze einzieht
''''''''''''''''''''''''''''''''

Viele Katzenbesitzer stellen nach einiger Zeit des Zusammenlebens
mit dem neuen Haustier fest, daß sie eigentlich noch gerne eine
zweite Katze zum Gernhaben hätten. Meistens wird dieser Wunsch
durch offenkundig irrationale Argumente unterstützt, wie: »Bei
zwei Katzen kann ich größere Futterdosen kaufen und spare Geld«
oder »Wenn zwei Katzen ein Klo benutzen, dann kann ich öfter das
Streu komplett wechseln, ohne das Gefühl zu haben, ich
verschwende etwas«.

Wenn Ihr Ehepartner also an sie herantritt und mit solchen
Argumenten eine zweite Katze zu etablieren versucht ... dann
geben sie seinem/ihrem Wunsch bitte unbedingt nach. :-)

Leider ist das nachträgliche Einziehen einer zweiten Katze aber
nicht immer unproblematisch. Werden zwei Kätzchen bereits als
Kinder zusammen gehalten und wachsen zusammen auf, so werden Sie
fast nie Probleme haben. Hat sich aber eine Katze bereits als
»Herrscher der Wohnung« etabliert und bekommt dann plötzlich
einen Konkurrenten ins Revier gesetzt, ist ein bißchen Neid und
Mißtrauen durchaus üblich.

Letztlich gibt es keine Garantie dafür, daß die beiden Tiere sich
verstehen werden. Man kann dem Ganzen etwas nachhelfen, wenn man
die folgenden Tips beachtet:

1. Lassen Sie die neue Katze in einem separaten Raum aus dem
   Kennel, und halten sie die beiden Tiere erst einmal getrennt.
   Der »Neuling« soll sich an seinen neuen Menschen und an seine
   neue Umgebung gewöhnen können, und nicht direkt mit einem
   fauchenden Konkurrenten konfrontiert werden, der ihn aus dem
   Revier vertreiben will. Getrennte Freßnäpfe und Katzenklos zu
   haben, ist ebenfalls eine gute Idee.

2. Tauschen sie gelegentlich die Decken (Kissen, Pullover, ...),
   auf denen die Katzen schlafen oder spielen, damit sie den
   Geruch der anderen kennenlernen.

3. Lassen Sie die Tiere unter Aufsicht zueinander. Wahrscheinlich
   wird ein bißchen gefaucht und gedroht werden, das sollte sie
   nicht beängstigen. Die etablierte Katze wird einfach zu
   neugierig sein, um sich die Gelegenheit zu einem ausgiebigen
   Schnuppern und Begutachten entgehen zu lassen.

   Sollte es doch ernst werden, wird sich die neue Katze
   wahrscheinlich recht schnell wieder in das inzwischen vertraue
   Zimmer zurückziehen und irgendwann einen neuen Vorstoß wagen.

   Wenn die beiden Katzen sich beschnuppern und sich
   kennenlernen, stören Sie sie bitte nicht dabei. Ein ermutigend
   gemeintes Streicheln oder auf den Arm nehmen würde jetzt mehr
   stören als es nützen würde.

Bis die beiden Tiere sich aneinander gewöhnt haben, können einige
Minuten, aber auch einige Wochen vergehen -- das läßt sich nicht
vorhersagen. Es kann auch vorkommen, daß die beiden Tiere sich
niemals richtig verstehen werden; zumindest eine friedliche
Koexistenz erreicht aber man fast immer. Die Möglichkeit, einen
Artgenossen zum Spielen zu haben, ist einfach zu gut, als daß die
Katzen sie auslassen würden.

Zuguterletzt muß man drauf achten, daß man die »alte« Katze wegen
des Neuankömmlings nicht vernachlässigt. Geben sie dem Tier
mindestens genausoviel Aufmerksamkeit wie vorher, besser noch ein
bißchen mehr. Neid beschränkt sich bei Katzen, wie Menschen auch,
nicht immer nur auf das Futter.

Roland Sprave berichtete zu diesem Thema folgendes:

  Gut, daß Katzen nicht lesen können - und schon gar nicht
  Katzenfachliteratur! ;-)

  Wir haben bisher bei sechs Tieren die nachfolgende Erfahrung
  gemacht. Wir lassen die Tiere unter Aufsicht sich gegenseitig
  beschnuppern. Geht das gut, so lassen wir sie meistens
  zusammen. Geht es nicht gut, so halten wir die neue Katze
  wirklich ein paar Tage in einem separaten Raum damit sie den
  typischen »Stallgeruch« annimmt. Riecht sie ersteinmal so wie
  alle anderen Tiere, wird sie recht schnell akzeptiert. Damit
  der Neuankömmling nicht allzu alleine ist setzen wir eines
  unserer sanftesten Tiere mit hinzu. Bisher war es jedoch erst
  einmal nötig die Tiere zu trennen.

  Mit der Aufmerksamkeit ist das auch so ein Ding. Gemäß
  Fachliteratur haben wir unserem ersten Neuankömmling, einem
  rabenschwarzen Perserkater, kaum Aufmerksamkeit geschenkt um
  die anderen Katzen nicht zu vergraulen. Das Resultat war ein
  brauner stinkender Haufen in einer Ecke des Wohnzimmers weil der
  Kleine sich vernachlässigt fühlte. Ältere Tiere aneinander zu
  gewöhnen ist etwas schwieriger. Es dauert länger und der
  Tierhalter benötigt viel Geduld, da älter Tiere sich schwerer
  umgewöhnen können.

Katzenspielzeuge
----------------

Keine Sorge, wenn Katzen sich langweilen, dann finden immer
irgendwas zum Spielen. Das muß aber nicht unbedingt in Ihrem
Interesse sein! Der weise Katzenhalter sorgt vor, und freut sich
über seine intakte Schuhe.

Ein Spielgefährte
'''''''''''''''''

Die offensichtlichste (und beste) Idee, ihre Katze zu
beschäftigen, ist ein Artgenosse. Wer sein Tier ausschließlich in
der Wohnung hält, und dann noch oft lange arbeiten muß, der
sollte darüber nachdenken, der Katze Gesellschaft zu verschaffen.

Der Katzenfernseher
'''''''''''''''''''

So bezeichnen Katzenfreunde ein Aquarium, weil Katzen stundenlang
vor diesem sitzen und es betrachten können. Auch liegen sie gerne
auf dem Aquarium, da es oben wegen der Beleuchtung und der
Elektronik recht warm ist. Und wenn es sogar noch eine offene
Stelle gibt, durch die die Katze versuchen kann, einen Fisch zu
ergattern -- um so besser.

Die Katzenangel
'''''''''''''''

Eine Katzenangel ist eine Stock, bei dem an einem Ende eine
Schnur mit einen Streifen Stoff oder einem Ball befestigt ist.
Zieht man diesen mit der »Angel« langsam über den Boden, dauert
es normalerweise nicht lange, bis die Katze hinterherjagt. Schön
ist, daß man die Katze ziemlich scheuchen kann, ohne sich selber
dabei völlig verausgaben zu müssen, denn Katzen sind ziemlich
*schnell*.

Bälle
'''''

Katzen lieben alles, was sie jagen können, und dafür eignen sich
Wollknäuel oder ein weiche Bälle sehr gut. Am besten sind solche
geeignet, die so groß sind, daß die Katze sie im Maul tragen
kann. Entweder spielt die Katze alleine mit dem Ball -- was
meistens dazu führt, daß man ihn nie wiederfinden wird -- oder
sie jagt einem geworfenen oder gerollten Ball hinterher. Manche
Katzen apportieren sogar, damit man ihn nochmal werfen kann.

Beliebt ist es auch, einen Ball an einem Gummiband etwas über dem
Boden aufzuhängen, so daß er auf und ab schnellt, wenn die Katze
danach schlägt oder versucht, ihn mit den Pfoten zu greifen. Je
nach Temperament des Tiers, kann man dabei Zeuge von ziemlich
akrobatischen Sprünge werden.

Laserpointer
''''''''''''

Erstaunliche Erfolge hatten ich mit so genannten »Laserpointern«,
einem kleinen Laser in Stiftform, der bei Vorträgen zum Deuten
auf Karten oder Diagrammen benutzt wird. So einen Mini-Laser kann
man im Schreibwarenhandel kaufen. Bisher hat noch jede Katze, die
damit konfrontiert wurde, den roten Punkt bis zur totalen
Erschöpfung verfolgt. Wenn Ihre Katze Bewegung braucht, ist ein
Laserpointer jedenfalls eine gute Wahl, denn er produziert ein
Jagdziel, daß die Katze nie einholen oder erwischen wird.

Allerdings *muß* man darauf achten, den Laserstrahl nie in die
Augen der Katze zu richten, da dies zu Verletzungen der Netzhaut
führt. Ein Spiegel und Sonnenlicht erzielen unter Umständen genau
denselben Effekt, sind aber billiger und weniger gefährlich.

Ich will auch
-------------

Dieses Kapitel stammt aus der Feder von Roland Sprave, bei dem
ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte!

Ein paar Gedanken, bevor man sich entscheidet
'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

»Darum prüfe wer sich ewig bindet ...« -- so beginnt ein
wohlbekanntes Sprichwort. An eine Katze bindet man sich zwar
nicht ewig, aber mit dem Kauf einer Katze holt man sich doch für
die nächsten 15--20 Jahre einen Lebensgefährten ins Haus. Deshalb
sind Spontanentscheidungen beim Tierkauf grundlegend falsch.
Bevor man eine Samtpfote zu sich nimmt, sollte man sich erst
Gedanken über das weitere Leben mit einer Katze machen. Allzu
spontane Entscheidungen könnte man später bereuen, indem die
bedauernswerte Katze schließlich im Tierheim landet.

Zunächst gilt es, nachdem man sich für eine Rasse- oder Hauskatze
entschieden hat, die Wohnbedingungen zu prüfen. Ist die Wohnung
groß genug, um einer oder zwei Katzen genügend Raum zum Spielen
zu bieten? Wird der Vermieter einverstanden sein? Kann die Katze
eventuell ins Freie gelangen? Welche Sicherungsmaßnahmen müssen
getroffen werden?

Sehr ordentliche Menschen sollten sich fragen, wie sie zu Schäden
an ihren heißgeliebten, gepflegten Möbeln stehen. Es kann immer
mal vorkommen, daß auch eine gut erzogene Katze beim Toben an der
teuren Polstergarnitur Fäden zieht oder eine Vase aus der
Ming-Dynastie umreißt. Ebenso muß man damit klarkommen können,
daß gerade bei Langhaarkatzen in der ganzen Wohnung Katzenhaare
herumliegen, und daß die Katze ab und zu ihre Haarballen auf den
kostbaren Perserteppich erbricht.

Wichtig ist auch sich Gedanken zu machen, wer die Katze pflegt,
wenn man in den Urlaub fahren möchte, oder wenn man mal krank
wird. Übernehmen Freunde und Verwandte das? Wenn nicht, dann
sollte man sich für den Fall der Fälle nach einen Catsitter-Club
in der Nähe umsehen.

Eine Katze braucht ihr Leben lang die Pflege und Zuwendung ihres
Menschen. Wenn man beruflich viel unterwegs ist, wird sich eine
Katze alleine zu Tode langweilen und verkümmern. In diesem Fall
sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, ob nicht
vielleicht auch Platz für eine zweite Katze vorhanden ist?

Sind diese grundlegenden Fragen geklärt, steht dem Vergnügen eine
Katze in seinem Heim zu haben eigentlich nichts mehr im Wege. Sie
werden schon zurechtkommen, und Ihre Entscheidung ganz sicher
nicht bereuen.

Wo bekommt man eine Katze?
''''''''''''''''''''''''''

Im örtlichen Tierheim
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Tierheimkatzen warten überall in Deutschland auf einen
Katzenfreund, der ihnen das Leben verschönert. Die meisten
Tierheime und Tierasyle stehen unter dauernder tierärztlicher
Aufsicht, so daß man nicht befürchten muß, eine kranke Katze mit
nach Hause zu nehmen. Welpen, die meist nur kurze Zeit im Heim
verbracht haben, sind meist noch nicht heimgeschädigt oder
fehlgeprägt, so daß ihre Eingewöhnung problemlos verläuft. Ältere
Tiere, noch dazu mit einer unklaren Vorgeschichte, sind
problematischer. Sie können Verhaltensstörungen aufweisen, die
eine Folge von Fehlerziehung oder gar Mißhandlung durch den
Vorbesitzer sind. Diese Katzen gehören in die Hände von
erfahrenen Katzenhalter.

Vom örtlichen Tierschutzverein
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sollte es in Ihrer Nähe kein Tierheim geben, oder sollten Sie
dort keine Katze finden, die Ihnen gefällt, dann können Sie Sich
noch nach dem örtlichen Tierschutzverein erkundigen. Häufig kann
der Tierschutzverein Katzen vermitteln, oder er weiß zumindest
ein paar Adressen, bei denen man mal vorsprechen kann.

Beim Tierarzt
~~~~~~~~~~~~~

Tierärzte sind ebenfalls immer eine gute Anlaufstelle, wenn man
nach kätzischer Gesellschaft sucht. Häufig haben Tierärzte ein
schwarzes Brett, auf dem Privatleute Tiere anbieten können, oder
sie haben aufgrund Ihrer Kundschaft die entsprechenden Kontakte.

Durch Zeitungsinserate
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Viele Privatleute und auch Züchter bieten Ihre Tiere in den
Tageszeitungen unter der Rubrik »Tiermarkt« an.

Beim Züchter
~~~~~~~~~~~~

Rassekatzen sollten Sie nur bei seriösen Züchtern die in einem
Zuchtverband organisiert sind kaufen, da Sie nur hier davon
ausgehen können, daß die jeweiligen Zuchtrichtlinien eingehalten
werden. Zuchtrichtlinien werden von den Zuchtverbänden zum Schutz
der Katzen erlassen (z.B. darf eine Katze in zwei Jahren maximal
drei Würfe zur Welt bringen).

Adressen von Züchtern finden Sie in Katzenzeitschriften (z.B.
»Katzen Extra«, »Geliebte Katze«) oder im Branchenfernsprechbuch.

Mit welchen Kosten muß man rechnen?
'''''''''''''''''''''''''''''''''''

Anschaffungskosten der Katze
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Eine Hauskatze bekommen meistens umsonst von einem Bauern oder
Privatleuten angeboten. Ebenso unsere Tierheime über vor Katzen,
die auf neue Besitzer warten. Manche Tierheime verlangen von
neuen Katzenbesitzern auch eine kleine Schutzgebühr (zwischen 20
und 50 Euro), dafür ist die Katze dann aber auch bereits
kastriert, stubenrein, gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
geimpft, und wurde zuvor fachmännisch betreut.

Sollten Sie sich in eine Edelkatze verguckt haben, so müssen Sie
hier mit höheren Preisen rechnen. Sie bekommen so genannte
Liebhabertiere bei seriösen Züchtern -- je nach Rasse -- für 200
bis 300 Euro. Der Begriff »Liebhabertier« ist nicht negativ zu
verstehen: So werden Rassekatzen bezeichnet, die nicht zur Zucht
verwenden werden, beispielsweise aufgrund von Farbfehlern im
Fell. Der Züchter muß die Katze, bevor er sie verkaufen darf,
ebenfalls mindestens gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
impfen lassen, sie entwurmen und eine Ahnentafel (Stammbaum)
anfertigen lassen. Auch wenn sie der Stammbaum nicht besonders
interessiert, sollten sie das Dokument trotzdem aufheben, denn
der Stammbaum ist der einzige Nachweis für den Käufer, daß es
sich bei seiner Katze wirklich um eine reinrassige Katze handelt.

Grundausstattung für eine Katze
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Damit die Katze sich in ihrem neuen Zuhause wohl fühlen kann,
sollten Sie ihr ein Minimum an Ausstattung zur Verfügung stellen.
Sie benötigen Futternäpfe, Wasserschalen, einen Kratzbaum oder
Kratzstamm, Katzentoilette, Kämme, Bürsten, einen Tragekorb für
den Gang zum Tierarzt und eventuell ein Körbchen als Schlafplatz
für die Katze (obwohl diese eher Ihr Bett bevorzugen wird). An
Kosten für diese Grundausstattung können Sie mit circa DM 250,--
rechnen.

Folgekosten
~~~~~~~~~~~

Haben Sie Ihre Katze nicht im Tierheim oder beim Züchter
erworben, so kann es sein, daß Sie Ihre Katze noch entwurmen
(Banminth Paste, circa 10 Euro) und impfen lassen müssen
(Katzenschnupfen und -seuche, circa 40 Euro). Ab einem gewissen
Alter sollten Sie Ihre Katze (Ihren Kater) kastrieren lassen.
Tierärzte berechnen für die Kastration eines männlichen Tieres
circa 40 Euro, und für ein weibliches Tier circa 80 Euro.

Ansonsten müssen Sie davon ausgehen, daß monatlich zwischen 30
und 50 Euro für Katzenfutter und Katzenstreu anfallen. Dazu
kommen die Kosten für die jährlichen Schutzimpfungen und die
vierteljährlichen Entwurmungen, sowie eventuell weitere
Tierarztkosten falls Ihre Katze krank wird.

Was brauche ich alles?
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Bevor Sie eine Katze bei sich aufnehmen sollten Sie einige
wichtige Dinge kaufen. Um die Katze beim Tierheim oder beim
Züchter abholen zu können, oder für den manchmal unvermeidbaren
Gang zum Tierarzt benötigen Sie einen Tragekorb aus
Weidenmaterial oder Kunststoff (auch »Kennel« genannt). Ein
Kennel ist weit vorteilhafter, als ein Weidenkorb, da er sich
leichter reinigen läßt und in der Regel stabiler ist als ein
Weidenkorb. Einen brauchbaren Kennel bekommen Sie in
Zoofachgeschäften bereits ab 15 Euro.

Da die Katze auch ab und zu mal ein kleines oder ein großes
Bedürfnis hat, braucht Sie eine Katzentoilette. Es gibt
Katzenklos in den verschiedensten Ausführungen: ohne Haube, mit
Haube, mit Klapptür, mit Ionenfilter etc. Bei unseren Katzen hat
sich eine Toilette mit Haube bestens bewährt. Da Katzen sehr
gerne in der Streu scharren kann bei einem Modell mit Haube die
Streu nicht mehr ohne weiteres herausgescharrt werden.

Katzenstreu benötigen Sie ebenfalls für Ihren neuen Liebling.
Empfehlen würde ich ein klumpendes Katzenstreu (20 Kilogramm,
circa 8 Euro), da Sie hier nur die Kot- oder Urinklumpen mit
einer Streuschaufel entfernen müssen. Sie ersparen es sich
hierbei fast alle zwei Tage die komplette Streu wechseln zu
müssen. Welche Sorte die richtige ist, wird Ihnen Ihre Katze
schon zeigen.

Um Ihre Tapeten und Möbel zu schonen, sollten Sie Ihrer Katze
einen Kratzbaum oder -stamm zur Verfügung stellen. Im Fachhandel
bezahlt man für einen Kratzstamm circa 25 Euro, und für einen
Kratzbaum -- je nach Größe und Ausstattung -- zwischen 30 und 400
Euro. Ja, es gibt da ziemliche Luxusmodelle.

Weil die Liebe zu Ihrem Dosenöffner bei der Katze bekanntlich
durch den Magen geht sollten Sie ihr Naßfutter (Dosenfutter: z.B.
IAMS, Hills oder Whiskas) und Trockenfutter kaufen. Sie sollten
Ihr eine Futter- und Wasserschale hinstellen die recht schwer
ist, damit die Katze damit nicht auf Wanderschaft gehen kann.
Bewährt haben sich hierfür z.B. Futternäpfe für Meerschweinchen
und Kaninchen aus Keramik (circa 5 Euro pro Napf).

Ob Sie sich nun eine Langhaar- oder Kurzhaarkatze gekauft haben
-- an der regelmäßigen Pflege geht kein Weg vorbei. Um das Fell
Ihrer Katze in Form zu halten sollten Sie sich einen Kamm und
eine Bürste zulegen. Es gibt im Zoofachhandel für noch nicht
einmal 5 Euro die geeigneten Kämme und Bürsten in den
verschiedensten Ausführungen. Kommen Sie einmal in die Situation,
daß Sie Ihre Katze baden müssen (z.B. Durchfall bei
Langhaarkatzen) benutzen Sie bitte nicht Ihr Haarshampoo, da
Katzen eine sehr empfindliche Haut haben. Es gibt je nach Felltyp
auch hier die verschiedensten Shampoovarianten -- extra für
Katzen.

Die Wohnung
~~~~~~~~~~~

Mit einer Katze holen Sie Sich ein lebendiges Wesen in Ihre
Wohnung -- einen Mitbewohner. Dementsprechend muß man sich
fragen, ob die Wohnung geeignet für die Katze ist. Ein Kriterium,
wenn auch nicht das Einzige, ist dabei die Größe des Wohnung. Die
Mehrzahl der Menschen lebt nunmal in Städten oder zumindest in
Gebieten mit ausgebautem Straßennetz. Deswegen können die meisten
Ihrer Katze leider keinen freien Ausgang bieten. Würde man es
doch tun, würde dies die Lebenserwartung der Katze drastisch
senken.

Tiere die es gewöhnt waren draußen zu sein, können sich fast nie
damit abfinden, nur noch in einer Wohnung zu leben, aber junge
Katzen, die noch nicht den Duft der großen Freiheit geschnuppert
haben, kann man meist problemlos in den eigenen vier Wänden
halten. Allerdings sollte dann auch gewährleistet sein, daß das
arme Tier sich nicht zu Tode langweilt.

Die 20 Quadratmeter große Studentenbude ist offensichtlich für
diesen Zweck ungeeignet. Welche Größe ist also angemessen? Darauf
kann man nur mit einem lauten und deutlichem »kommt drauf an«
antworten. Eine Wohnung kann durchaus klein sein, wenn sie gut
geschnitten ist. Das bedeutet, viele Ecken und Winkel, mehrere
Zimmer, optimalerweise mehrere Durchgänge von Zimmer zu Zimmer,
damit die Katze toben kann, ohne dauernd denselben Weg laufen zu
müssen. je nachdem, wie die Möbel stehen, kann auch eine kleinere
Wohnung jede Menge Möglichkeiten zum Klettern, Verstecken, und
Spielen bieten. Dagegen kann auch ein 120 qm Apartment total
langweilig sein, wenn der Eigentümer ein minimalistischer Yuppie
mit einem Glastisch, einem Kleiderschrank und einem Bett ist.

Unabhängig von Größe und Einrichtung der Wohnung, wird die Katze
diese aber jedenfalls in Schutt und Asche legen. Viele Neulinge
im Katzenbusiness sind am Anfang doch etwas erschrocken darüber,
wieviel Energie so ein kleines Tier hat. Vor allem ist es der
Katze egal, wie teuer der Kratzbaum war, wenn das Sofa
interessanter aussieht. Tapeten eignen sich gut dazu, mit
ausgefahrenen Krallen daran hochzuspringen, Gardinen sind bei der
Jagd nach einer Fliege ein tolles Hilfsmittel. Ein leerer Karton,
und die Katze ist im Himmel! Da kann man dran kratzen,
rumbeissen, den Inhalt durch den Flur verstreuen und so weiter
und so fort.

Ich will keine Schwarzmalerei betreiben -- Katzen unterscheiden
sich im Temperament, und es gibt auch sehr brave und friedliche
Exemplare. Aber man sollte sich nicht unbedingt drauf verlassen,
daß man so eine findet.

Ein anderer Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die
Stubenreinheit. Ohne Zweifel sind Katzen sehr reinliche Tiere und
ein Katzenklo, so es sauber gehalten wird, wird von der Katze
benutzt. Meistens.

Alle guten Tips, die bestmögliche Pflege und jede Menge Zuwendung
können manchmal nicht verhindern, daß man einen Urinfleck vom
Teppich entfernen muß. Nur die wenigsten Katzenbesitzer haben das
noch nie erlebt. Eine Katze kann absolut stubenrein sein und
trotzdem kann es vorkommen, daß sie an einen eher unerwarteten
Ort pinkelt. Sei es aus Krankheit, weil sie auf sich aufmerksam
machen will, weil sie denkt ihr Revier markieren zu müssen -- es
gibt viele Gründe.

Gerade wenn man ein älteres Tier aus dem Tierheim aufnimmt, muß
man damit rechnen, daß sie neunundneunzigmal in das Katzenklo
pinkelt, und beim hundertsten Mal eben nicht. Das ist nicht zu
ändern.

Wie gesagt, es muß nicht oft passieren -- vielleicht auch nie.
Aber wenn, dann sollte man nicht überrascht sein, und schon gar
nicht sollte man die Fassung verlieren und sauer auf die Katze
sein. Ist nur ein Teppich! Teppiche sind schön und wichtig, aber
es sind halt nur tote Gegenstände. Ich wette, kein Teppich macht
ihnen soviel Freude wie die Katze. Also gilt es, den Fleck
wegzumachen, und die Sache zu vergessen.

Weiterführende Informationsquellen
----------------------------------

Ressourcen im Internet
''''''''''''''''''''''

* »Häufig gestellte Fragen und Antworten darauf aus der Newsgroup
  `de.rec.tiere.katzen <news:de.rec.tiere.katzen>`_\«,
  http://www.drtk-faq.de/

  Diese deutschsprachige FAQ enthält neben vielen Hinweisen zu
  der News-Gruppe selber auch eine umfangreiche Sammlung von
  Tips, Empfehlungen und Erfahrungen rund um das Halten von
  Katzen.

* »Frequently Asked Questions in `rec.pets.cats
  <news:rec.pets.cats>`_\«, http://www.fanciers.com/cat-faqs/

  Wer kein Problem mit der Fremdsprache hat, findet in der FAQ
  der englischsprachigen USENET-Hierarchie ebenfalls eine *Menge*
  Informationen. Insbesondere das Material zur medizinischen
  Versorgung der Tiere ist sehr umfangreich.

Bücher über Katzen
''''''''''''''''''

* »Das neue Katzenbuch«, Brigitte Eilert-Overbeck, ISBN
  3-635-60081-4, Falken-Taschenbuch

  Des Buch ist vor allem für Einsteiger empfehlenswert. Es
  vermittelt einen ersten Überblick über Kauf, Erziehung,
  Fütterung, Krankheiten und Umgang mit dem Tier. Außerdem ist
  am Ende des Buches noch ein kurzer Querschnitt über die
  verschiedenen Katzenrassen zu finden.

* »Katzen kennen und verstehen -- Körpersprache und Verhalten«,
  Dr. Bruce Fogle, ISBN 3-405-16249-1, BLV Verlagsgesellschaft
  mbH

  Das Buch enthält über 350 hervorragende Fotos, anhand derer
  das Verhalten von Katzen erklärt wird. Diese sind nicht nur
  lehrreich, sondern vor allem schön anzusehen.

* »Catwatching -- Die Körpersprache der Katzen«, Desmond Morris,
  ISBN 3-453-17259-0, Heyne

  Dieses Buch beantwortet eine Vielzahl der Fragen, die sich
  jeder Katzenfreund irgendwann schon einmal gestellt hat.
  Warum schnurren Katzen? Warum leuchten ihre Augen im Dunkeln?
  Warum trinken Katzen gern schmutziges Wasser? Weiterhin
  enthält das Buch eine Vielzahl ausgesprochener schöner Fotos.


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Kurz gesagt: Sie dürfen gerne auf die Katzen-FAQ verweisen; Sie
dürfen im Rahmen des Urheberrechts gerne mit Quellenangabe aus
der Katzen-FAQ zitieren; aber sie dürfen den Text ohne explizites
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Last Update March 27 2014 @ 02:11 PM