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faqs.org - Internet FAQ Archives

[de.alt.games.schach] FAQ


[ Usenet FAQs | Web FAQs | Documents | RFC Index | Forum archive ]
Archive-name: de/games/schach
Posting-Frequency: monthly
Last-modified: 2003/09/01
Version: 1.1
URL: http://www.qno.de/schach/dags-faq.html
Maintainer: Christian Kuhn <dags@qno.de>

See reader questions & answers on this topic! - Help others by sharing your knowledge
FAQ der Newsgroup de.alt.games.schach

Datum: September 2003 - Version 1.1.3
----------------------------------------
Zusammengestellt von Christian Kuhn <dags@qno.de>
unter Zuarbeit von Gerald Fix, Friedrich Volkmann, Andreas Kempf, Arne
Leisner, Alexander Wolf, Carsten Neumann, Marius Fraenzel, Reinhold
Stansich, Kai Juerges, Volker Pittlik und weiteren, auf deren Wunsch
nicht genannten Mitlesern.

0. Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Was soll das?
1.2 Wo gibts das?
1.3 Worum gehts in d.a.g.s

2. Wie lernt man Schachspielen?

3. Literatur
3.1 Einführungen und Regeln
3.2 Für Anfänger
3.3 Für Fortgeschrittene
3.3.1 Endspiel
3.3.2 Taktik
3.3.3 Strategie
3.3.4 Partiesammlungen
3.4 Periodica

4. Wo kann man spielen?
4.1 Online
4.1.1 Echtzeit
4.1.2 Fernschach
4.2 Nahschach

5. Schach am Computer
5.1 Programme zum Schachspielen
5.1.1 Frei verfügbar
5.1.2 Kommerziell
5.2 Datenbanken
5.2.1 Frei verfügbar
5.2.2 Kommerziell
5.3 Tools
5.3.1 Frei verfügbar
5.4 Notationen
5.4.1 PGN
5.4.2 FEN

6. Rating
6.1 Elo
6.2 DWZ
6.3 Weltmeisterschaften
6.4 Sonstige

7. Schach
7.1 Endspiele
7.1.1 König und Dame gegen König und Turm
7.1.2 König, Läufer und Springer gegen König
7.2 Eröffnungen
7.2.1 ECO-Schlüssel

8. Links
8.1 Organisationen
8.2 Kommerzielle
8.3 Partiesammlungen
8.4 Private
8.5 Sonstige

1. Einleitung

1.1 Was soll das?

Diese FAQ beinhaltet Antworten und Verweise auf Antworten auf die in
der Newsgroup de.alt.games.schach häufig gestellten Fragen (FAQ =
Frequently Asked Questions, häufig gestellte Fragen, aber HGF liest
sich so blöd).

1.2 Wo gibts das?

Die FAQ wird monatlich in de.alt.games.schach, de.answers und
news.answers veröffentlicht. Eine HTML-Version mit der Möglichkeit,
die erwähnten Bücher per Mausclick zu kaufen, ist auf
http://www.qno.de/schach/dagsfaq.html zu finden; eine HTML-Version
ohne diese Links steht auf http://www.faqs.org. 

1.3. Worum gehts in d.a.g.s?

Diese Gruppe bietet allen Schachinteressierten, vom Gelegenheits- bis
zum Profispieler, Raum für Diskussionen über alle Aspekte des
Schachspiels, einschließlich des Computerschachs sowie der Vermittlung
von Schachpartnern, der Organisation von Online- und E-Mail-Turnieren
und der Ausschreibung von Turnieren. Ausdrücklich erwünscht sind
Stellungsdiskussionen, Partieanalysen und alle Formen von
Problemschach. Schachabarten wie Tandemschach, Janusschach
etc. gehören ebenfalls hierher. 

2. Wie lerne ich Schachspielen?

Der beste Weg: Man findet jemand, der alles erklärt. Das ist oft ein
Familienangehöriger oder Bekannter. Ansonsten bieten manche
Schachvereine (siehe 4.2) Anfängerkurse an. Der zweitbeste Weg führt
über Bücher (3.1). Wer sehr frustrationsresistent ist, kann auch den
harten Weg wählen und vom Computer lernen (5), obwohl dies nicht zu
empfehlen ist.

3. Literatur

Was ein gutes und was ein schlechtes Buch ist, darüber gibt es
verschiedene Meinungen. Die folgende Aufstellung erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Angegeben ist das Jahr
der jeweils aktuellsten Auflage. Es sind auch vergriffene Bücher
aufgeführt, die man in Bibliotheken, bei Vereinen oder Bekannten
ausleihen oder in Antiquariaten entdecken kann. Mitunter sind auch
Bücher nicht mehr im Buchhandel, aber noch im Schachversand oder
direkt beim Verlag zu erhalten.

Eine unkommentierte Zusammenstellung von mehrheitlich zu empfehlenden
Schachbüchern, die Michael Scheidl zusammengetragen hat,  findet sich
unter http://meineseite.i-one.at/PermanentBrain/museum/litlist.htm.

Grundsätzlich sei davor gewarnt, alles zu glauben, was in einem Buch
steht. Einschätzungen von Eröffnungen wechseln schneller als die Mode,
und selbst vermeintlich einfache Stellungen aus alten Kombinations-
und Endspielsammlungen erlebten durch moderne Schachprogramme eine
Neubewertung. Gerade Endspiele KDB-KD wurden erst duch die
Nalimov-Tables abschließend erforscht, in älterer (und auch jüngerer)
Literatur finden sich folglich auf diesem Gebiet viele Fehler.

3.1 Einführungen und Regeln.

Einführungen sollten die Regeln vermitteln und in das
Schachspiel einführen. Die offiziellen Regeln findet man im
FIDE-Handbook
(http://handbook.fide.com/handbook.cgi?level=E&level=E1), dort aber
leider auf Englisch. Deutsche Übersetzungen findet man  beim Deutschen
Schachbund auf http://www.schachbund.de/fideregeln/Fideregeln.htm
online und auf http://www.schachbund.de/fideregeln/Fideregeln.zip zum
Download, der ÖSB hat sie wohl auch. (URL?)

Zug um Zug 1-3, Falken Verlag: Das offizielle Lehrbuch des Deutschen
Schachbundes, leider wegen fehlender Lukrativität und Rechtsproblemen
vergriffen.

Beim Deutschen Schachbund sind Prüfungen zum Bauern-, Turm- und
Königsdiplom möglich. Im Bauerndiplom wird in erster Linie
Regelkenntnis abgefragt, im Turm- und Königsdiplom auch erste
taktische und strategische Fähigkeiten sowie erste Kenntnisse der
Eröffnungstheorie. Viele Schachvereine bieten Lehrgänge an, die mit
diesen Prüfungen abgeschlossen werden; es ist aber auch möglich, die
Prüfungen direkt über den DSB abzulegen.

Kurt Richter, Jerzy Konikowski:  Mein erstes Schachbuch. Ein Ratgeber
für Anfänger. Gruyter 2002, ISBN 3888052459, EUR 17,80.

Siegbert Tarrasch: Das Schachspiel. Edition Olms 2001, ISBN
3283002533, EUR 19,95, vergriffen, Nachdruck für März 2003
geplant. Seit Erscheinen zu Beginn des letzten Jahrhunderts wohl der 
Klassiker.

Theo Schuster: Schach für Anfänger und Könner. Falken 1982, ISBN
3806840512, vergriffen.

E. Bönsch: Schachschule. Vergriffen.

3.2 Für Anfänger

Bücher für Anfänger sollten die Regeln voraussetzen, Grundkenntnisse
der Technik und des planvollen Spiels vermitteln.

Auch hier: Siegbert Tarrasch: Das Schachspiel. Edition Olms 2001, ISBN
3283002533, EUR 19,95, vergriffen, Nachdruck für März 2003
geplant. Seit Erscheinen zu Beginn dieses Jahrhunderts wohl der
Klassiker.

Max Euwe, Walter Meiden: Meister gegen Amateur. J. Beyer Verlag 2002,
ISBN 3888052467, EUR 17,79, noch nicht erschienen. An Modellpartien
werden typische Anfängerfehler gezeigt und so eine Einführung ins
Schachdenken gegeben. Die Folgebände "Amateur wird Meister" und
"Meister gegen Meister" setzen darauf auf.

Karl Colditz: Lehr-, Übungs- und Testbuch der
Schachkombinationen. Edition Olms 2002, ISBN 3283003025, EUR 9,95,
noch nicht erschienen. Die Grundlage der Schachtaktik.

Nikolai Krogius: Schach für Einsteiger. Sportverlag 2000, ISBN
3328007644, vergriffen.

Juri Awerbach, Michail Beilin: ABC des Schachspiels. Sportverlag
Berlin 1987, ISBN 3328002324, vergriffen

3.3 Für Fortgeschrittene

3.3.1 Endspiel

Bernd Rosen: Fit im Endspiel. Chessgate, EUR 13,70.
http://www.fit-im-endspiel.de. Eine systematische Einführung in die
wichtigsten Endspiele: Auf eine einfache Demonstrationsstellung folgen
zur Vertiefung mehrere Aufgaben.

Paul Keres: Praktische Endspiele. Verlag Das Schacharchiv 1972, ISBN
3880860882, EUR 15,24. Ausführlicher als der Rosen, aber noch auf das
wichtige beschränkt.

André Chéron: Lehr- und Handbuch der Enspiele, 4 Bde.. Verlag Das
Schacharchiv, je EUR 15,25. Eine systematische Untersuchung, die in
dieser Ausführlichkeit nur für den Fernschachspieler und den
Schachprofi ein Muß ist.

Juri Awerbach: Lehrbuch der Schachendspiele, 2 Bde.. Sportverlag
Berlin, vergriffen. Von Ausmaß und Qualität ähnlich wie der Keres,
wobei die Vertiefungsbeispiele andere sind.

Nachfolgewerk:
Juri Awerbach: Bauernendspiele. Sportverlag Berlin 1988, ISBN
3328002367, vergriffen.
Juri Awerbach: Turm gegen Bauern, Turm und Bauer gegen
Turm. Sportverlag Berlin 1988, ISBN 3328000917, vergriffen.
Juri Awerbach: Turm und zwei Bauern gegen Turm, Turm mit Bauern gegen
Turm mit Bauern. Sportverlag Berlin 1988, ISBN 3328000925, vergriffen.
Juri Awerbach: Damenendspiele. Sportverlag Berlin 1982, ISBN
3328003355, Restexemplare EUR 4,-.
Juri Awerbach: Läuferendspiele und Springerendspiele. Sportverlag
Berlin 1988, ISBN 3328002340, vergriffen.
Juri Awerbach: Endspiele Springer gegen Läufer, Turm gegen
Leichtfigur, Sportverlag Berlin 1988, ISBN 3328002944, vergriffen.

Marc Dworeckij: Die Endspieluniversität. Chessgate 2002, ISBN
3935748027, EUR 29,90. Systematischer Lehrgang: Von charakteristischen
Stellungen über Ideen, Festigungsaufgaben und Analysen zu sehr
unterhaltsamen "Tragikomödien" und Überprüfungsaufgaben. Die
Grundlagen (also mindestens der Rosen) werden aber vorausgesetzt.

Laszlo Polgar: Chess Endgames 171 types in 4560 positions. Könemann
Verlag 1999, Restexemplare EUR 9,95.

3.3.2 Taktik

Alexander Kotow, Alexander Koblenz: Lehrbuch der Schachtaktik, 2 Bde..
Sportverlag Berlin, vergriffen.

Laszlo Polgar: Chess in 5333+1 Positions. Könemann Verlag 1994,
vergriffen. Bis zur Neuauflage als PGN-File downloadbar unter
http://www.qno.de/schach/polgar.zip.

Laszlo Polgar: Chess Middlegames 77 types in 4158 positions. Könemann
Verlag 1998, Restexemplare EUR 9,95.

3.3.3 Strategie

Aaron Nimzowitsch: Mein System. Verlag Das Schacharchiv 2002, ISBN
3880860734, EUR 20,35 (kartoniert), EUR 24,95 (gebunden). Dieses Buch
hat die Grundlage für das moderne Positionsschach gelegt, und auch
heute noch führt kein Weg an diesem Werk vorbei. Sprachlich wird dem
Leser allerdings einiges zugemutet.

Alexander Koblenz, Alexander Kotow, Lehrbuch der Schachstrategie, 2
Bde., Sportverlag Berlin, vergriffen.

3.3.4 Partiesammlungen

Alexander Aljechin: Das Großmeisterturnier New York 1924. J. Beyer
Verlag 1985, ISBN 3804413013, vergriffen. Bis heute ist umstritten ob
Aljechin der bessere Spieler oder der bessere Kommentator war. Alle
seine Werke sind sehr empfehlenswert.

Alexander Aljechin: Meine besten Partien 1908-1923. J. Beyer Verlag
1983, ISBN 380441303X, EUR 9,20.

Alexander Aljechin: Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft
1923-1927. J. Beyer Verlag 1983, ISBN 3804413005, vergriffen.

Martin Beheim-Schwarzbach (Hrsg.): Knaurs Schachbuch. 1997,
Restexemplare EUR 7,95. Ein Jahrhundert Schach in Meisterpartien. 120
der wichtigsten Partien, die von 1860 - 1960 gespielt
wurden. Beheim-Schwarzbach verzichtet auf ausführliche Variantenbäume
und lässt die Partien weitgehend für sich selbst sprechen. Was Beheim
in der Vorrede zu Anderssens Unsterblicher schreibt, gilt auch für
sein Buch: Es ist ein Denkmal von historischem Wert geworden und viele
Lernende haben ihren Glauben an schachliche Eleganz aus ihm gewonnen -
und so darf es nicht fehlen. (G.F.)

3.4 Periodica

Schachmagazin 64. Mit aktueller Berichterstattung aus aktuellen
Turnieren und der Bundesliga, regelmäßigen Kombinationsaufgaben und
Terminen.

Europa Rochade. Enthält die offiziellen Mitteilungen der
Landesverbände.

Schach. Berichterstattung, Analysen auf hohem Niveau, Kombinatorik und
Problemecke, gelegentlich ausführliche
Eröffnungsbeiträge. http://www.zeitschriftschach.de.

Kaissiber. Mit dem Schwerpunkt auf ausgefallenen
Eröffnungsideen. http://www.kaissiber.de/kaissiber.htm. 

Karl. Das kulturelle Schachmagazin. http://www.karlonline.org.

4. Wo kann man spielen?

4.1 Online

4.1.1 Echtzeit

http://www.chessclub.com: Die Homepage des Internet Chess Club
ICC. Der wohl am spielstärksten besetzte Schachserver. Hier findet man
regelmäßig Titelträger, auch aus der Weltspitze. Die Mitgliedschaft
kostet 49$/28.50$ (Schüler, Studenten). Spielen (ohne Wertung,
gespeicherten Nickname etc.) kann man aber auch kostenlos. (C.K.)

http://www.freechess.org

http://www.chessgate.de 
(Deutschsprachig, mit einem deutlichen Übergewicht von Spielern
zwischen 1700 - und 2000. G.F.) 

http://www.chessbase.com

http://www.kasparovchess.com

Ein Verzeichnis von Schachservern befindet sich auf
http://www.freechess.org/FICS_sites.html.

4.1.2 Fernschach (eMail oder Postkarte)

International eMail Chess Group: http://www.iecg.org

http://www.correspondencechess.com

http://www.itsyourturn.com

Internet E-Mail Chess Club:
http://www.geocities.com/Colosseum/Midfield/1264/
Einsatz von Analyse-Engines durch Gentlemen's Agreement ausgeschlossen
(A.W.)

Bund deutscher Fernschachfreunde BdF: http://www.fernschachbund.de/

International Correspondence Chess Federation ICCF:
http://http://www.iccf.com/

4.2 Nahschach

Offline spielt man am besten im Verein. Um herauszufinden, welches der
nächste Schachverein ist, startet man in Deutschland die Suche am
besten auf http://www.schachbund.de/lv.php und clickt sich langsam
durch die Hierarchie der Verbände und Bezirke nach unten. In
Österreich beginnt man auf http://www.chess.at.

5. Schach am Computer

5.1 Programme zum Schachspielen

Die Spielstärke von Schachprogrammen ist abhängig von der Einstellung
des Programms und der verwendeten Hardware. Der schwedische
Schachverband läßt regelmäßig verschiedene Programme auf
standardisierter Hardware gegeneinander antreten und berechnet daraus
eine Wertungsliste, die auf http://home.swipnet.se/~w-36794/ssdf/ zu
finden ist.

5.1.1 Frei verfügbar

Crafty: ftp://ftp.cis.uab.edu/pub/hyatt/ (Mirrors:
http://wbec-ridderkerk.nl/,ftp://darkside.its-s.tudelft.nl/Crafty/xBoard/)

Übersicht: http://www.tim-mann.org/engines.html, http://wbec-ridderkerk.nl/

5.1.2 Kommerziell

Fritz 8/Deep Fritz 7/Pocket Fritz 2: http://www.chessbase.de
Shredder 7
HIARCS 8
Junior 7/Deep Junior 7
Chess Tiger 14
Nimzo 8

5.2 Datenbanken

5.2.1 Frei verfügbar

scid: http://scid.sourceforge.net. PGN-/FEN-Viewer, Datenbankfunktion,
Einbinden von Analyseengines, rudimentäre Turnier- und
E-Mail-Daten-Verwaltung. Eigenes Datenbankformat; Export als PGN, HTML
und LaTeX. Open Source.

5.2.2 Kommerziell

Chessbase: http://www.chessbase.de. PGN-/FEN-Viewer,
Datenbankfunktion, Einbinden von Analyseengines, rudimentäre Turnier-
und E-Mail-Daten-Verwaltung. Eigenes Datenbankformat; hervorragende
HTML-Export-Funktion. Grafische Kommentare (Feldmarkierungen, Pfeile)
möglich.

Chess Assistant: http://www.chessassistant.com

Bookup: http://www.bookup.com. Mit freier lite-Version.

5.3 Tools

5.3.1 Frei verfügbar

Winboard/Xboard: http://www.tim-mann.org/xboard.html. PGN-/FEN-Viewer,
Nachspielen am Bildschirm, Spiel gegen Engines, Online-Spiel auf
verschiedenen Servern (s.o.)

MyChessViewer: http://www.mychess.com

EPD2diag: http://www.rebel.nl/epd2diag.htm

Eine große Übersicht von Software zur Erstellung von
Figurinen-Notation und Diagrammen findet sich auf
http://www.enpassant.dk/chess/diaeng.htm.

5.4 Notationen

5.4.1 PGN

Viele Schachprogramme benutzen ihr eigenes Format zum Speichern von
Partien. Um den Austausch zwischen verschiedenen Programmen zu
ermöglichen wurde ein Standard eingeführt, die Portable Game Notation
PGN. Die genaue Spezifikation findet man auf
http://www.very-best.de/pgn-spec.htm. Kurz beschrieben besteht eine
PGN-Datei aus lesbarem Text. Die ersten Zeilen enthalten
Beschreibungen wie die beteiligten Spieler, den Anlass, das Datum, das
Ergebnis und weitere Daten. Jede Zeile wird durch einen entsprechenden
Bezeichner in eckigen Klammern eingeleitet, danach folgt der Wert. Zum
Beispiel bezeichnet
[White] Doe, John
dass der Spieler John Doe in dieser Partie die weissen Steine
führte. Nach diesem Header folgt der Partieverlauf in abgekürzter
algebraischer Notation in englischer Sprache.

5.4.2 FEN

Zur Beschreibung von Stellungen ist die allgemeine Beschreibung die
Forsyth-Edwards-Notation FEN, z.B. auf
http://www.janko.at/Schach/Regeln/Notation.htm beschrieben. Auch hier
kurz: Zuerst wird die Stellung reihenweise beschrieben. Freie Felder
werden mit ihrer aufeinanderfolgenden Anzahl eingetragen, weisse
Figuren mit ihrem kleinen (englischen) Anfangsbuchstaben, schwarze mit
dem großen. Es folgen noch die aktive Farbe, die Rochade- und
en-passant-Möglichkeiten, die Zahl der Halbzüge seit dem letzten
Bauernzug oder Schlagfall und die Zugnummer.

6. Rating

Schachorganisationen versuchen oft, eine Rangliste aufzustellen. Da
nicht alle Mitglieder gegeneinander spielen können, wird mit
mathematischen Methoden versucht, eine Wahrscheinlichkeit bezüglich
des Partieausgangs zweier Spieler zu berechnen.

6.1 Elo

Der Weltschachverband FIDE (http://www.fide.org) berechnet eine
Spielstärkezahl nach dem Verfahren von Prof. Arpad Elo, die sogenannte
Elo-Zahl. Es gilt: Je größer die Zahl, desto stärker der Spieler. Die
genauen Regeln findet man auf
http://www.fide.com/official/handbook.asp?level=B02, Erklärungen
und weitere Links auf Deutsch auf
http://www.schachbund.de/dwz&ratg.php#Rating. Die aktuelle
Weltrangliste erreicht man über die Startseite und den Menüpunkt
Players & Ratings. Die Schallmauer von 2800 haben bisher nur Kasparov
und Kramnik durchbrochen. Wer Großmeister werden will, muß mindestens
2500 vorweisen, von Super-GM spricht man ab 2700. Internationale
Meister brauchen 2400, FIDE-Meister 2300. Zahlen unter 1800 werden
nicht gelistet und verfallen. Eine Online-Abfrage von ELO-Zahlen bietet
z.B. http://www.benoni.de (mit historischer Entwicklung seit 1997).

6.2 DWZ

Der Deutsche Schachbund (http://www.schachbund.de) berechnet seine
Spielstärkezahl ebenfalls nach dem Elo-Verfahren, allerdings mit
kleinen Vereinfachungen. Die Wertungsordnung des DSB findet sich auf
http://www.schachbund.de/WOrdng/Ordwo.htm, Ranglisten und Spieler auf
http://www.schachbund.de/dwz/index.html. DWZ-Differenzen sind
grundsätzlich 1:1 mit Elo-Differenzen vergleichbar. Allerdings kommt
es - bedingt durch  unterschiedliche Gegner in beiden Systemen - zu
Abweichungen der Wertung des gleichen Spielers in den beiden Zahlen.

6.3 Weltmeisterschaften

In eigentlich allen Sportarten wird der "beste Spieler der Welt" in
Weltmeisterschaften ermittelt. Wilhelm Steinitz war der erste
Schachspieler, der sich als Weltmeister bezeichnete. Die Organisation
der Weltmeisterschaften lag ganz in den Händen der Titelinhaber;
insbesondere konnten sie nach Belieben eine Herausforderung
akzeptieren - oder auch nicht. In privater Verantwortung gewannen den
Titel:

1886 - 1894 Wilhelm Steinitz
1894 - 1921 Emanuel Lasker
1921 - 1927 José Raoul Capablanca
1927 - 1935 Alexander Aljechin
1935 - 1937 Max Euwe
1937 - 1946 Alexander Aljechin

Nach dem Tod des noch amtierenden Weltmeisters Aljechin nutzte der
Weltschachverband FIDE das Vakuum, um die Organisation der
Weltmeisterschaften zu übernehmen. Der erste FIDE-Weltmeister wurde in
einem Turnier ermittelt, die weiteren Titel wurden durch Wettkämpfe
ermittelt; der Herausforderer wurde im dreijährigen Zyklus durch eine
Serie von Turnieren und Wettkämpfen auf verschiedenen Ebenen
ermittelt. Dieser Zyklus wurde in den letzten zehn Jahren öfter
verändert; die letzte WM wurde mit Kurzwettkämpfen im K.O.-System
ausgetragen, an dem auch der Titelverteidiger von Beginn an teilnehmen
mußte. Die Titelträger der FIDE:

1948 - 1957 Michail Botwinnik
1957 - 1958 Wassili Smyslow
1958 - 1960 Michail Botwinnik
1960 - 1961 Michail Tal
1961 - 1963 Michail Botwinnik
1963 - 1969 Tigran Petrosjan
1969 - 1972 Boris Spasski
1972 - 1975 Robert James  Fischer
1975 - 1985 Anatoli Karpow
1985 - 1993 Garri Kasparow
1993 - 1999 Anatoli Karpow
1999 - 2000 Alexander Khalifman
2000 - 2002 Viswanathan Anand
2002 -      Ruslan Ponomarjow

Immer wieder kam es zu Differenzen der Titelträger (und auch anderer
starker Spieler) mit der FIDE. So trat Fischer 1975 zur
Titelverteidigung nicht mehr an. Kasparow verließ 1993 vorübergehend
die FIDE und gründete einen eigenen Verband. In Zusammenarbeit mit
Sponsoren wurden Weltmeisterschaften ausgerichtet, die von der FIDE
genausowenig anerkannt wurden wie umgekehrt die beteiligten Spieler
den FIDE-Weltmeister anerkannten. Nachdem inzwischen alle Spieler, die
sich im Konkurrenzverband organisiert hatten, wieder in FIDE-Turnieren
spielen, scheint es möglicherweise in Kürze auch zu einem
Vereinigungsmatch zu kommen, an dem außer den beiden Titelträgern auch
der erste der Weltrangliste und ein weiterer starker Großmeister
teilnehmen sollen. Die "kommerziellen" Titelträger:

1993-2000 Garri Kasparow  (PCA und andere)
ab 2000   Wladimir Kramnik (Braingames)

6.4 Sonstige

Manche Schachserver pflegen ihr eigenes Wertungssystem. Grundsätzlich
wird auch hier versucht, das Elo-System anzuwenden. Unterschiede
ergeben sich dann nur aus dem Niveau. Gleiche Wertungsunterschiede
besagen auf allen Servern den gleichen Spielstärkeunterschied, aber
Unterschiede von einem Wertungssystem zum anderen sind nicht
aussagekräftig.

7. Schach

Manchmal wird sich in dags nicht nur über das Drumherum, sondern auch
über schachliche Fragen unterhalten. Hier die häufigsten:

7.1 Endspiele

7.1.1 König und Dame gegen König und Turm

Wenn W am Zug ist und die D nicht verloren (W: Ke1, Dh1 S: Ka8, Ta1)
ist oder abgetauscht werden muss (W: Ke1, Df1 S: Kh1, Tg1), kann W bei
genauem Spiel innerhalb der 50-Züge-Regel gewinnen. Allerdings ist das
Endspiel praktisch schwierig zu verwerten und auch Profis schaffen das
nicht immer (vgl. Svidler-Gelfand).

7.1.2 König, Springer und Läufer gegen König

Ein beliebter Test der Endspielkenntnis, den auch Großmeister nicht
immer bestehen. Es gibt zwei Verfahren, die sich gegenseitig
ergänzen. Beiden ist gemeinsam, dass das Matt nur in einer Ecke
erzwungen werden kann, die der Läufer betreten kann.

Im klassischen Verfahren (Quelle: Tarrasch, Das Schachspiel) wird
zuerst der gegnerische König an den Rand gedrängt (etwa: wKf6, Sf7,
Lg6, sKf8). Dann wird er mittels eines W-Manövers des Springers
(Sf7-e5-d7-c5-b7) und Unterstützung durch König und Läufer in die
richtige Ecke überführt und dort mattgesetzt. Einzige Komplikation:
der sK kann Ausbruchsversuche unternehmen. Die richtige Reaktion
darauf muss man kennen.

Das modernere Verfahren wurde von André Chéron entwickelt. Dabei wird
der König Diagonale um Diagonale in die Ecke gedrängt. Erste Station
ist ein großes Dreieck (z.B. wLb3, Sd3, sK z.B. c6) bei dem der wK
noch mögliche Fluchtfelder (hier über f8 und g7) abdecken
muss. Überführt wird das in das mittlere (hier: wLb5, Sd5) und
schließlich kleine Dreieck (wLa6). Den genauen Verlauf entnehme der
Lernende einem guten Endspielwerk.

7.2 Eröffnungen

7.2.1 ECO-Schlüssel

Die ECO-Schlüssel sind ein System zur Klassifizierung von
Eröffnungen. Der Name leitet sich von der Enzyklopädie der
Schacheröffnungen (engl. Encyclopedia of Chess Openings) ab. Das
ECO-System ist ein international anerkannter Standard zur
Eröffnungsklassifikation. 

Jeder Schlüssel besteht aus einem Buchstaben A bis E und einer
zweistelligen Zahl von 00 bis 99. Insgesamt gibt es 500 Schlüssel von
A00 bis E99. 

ECO-Schlüssel sind eine wichtige Hilfe, um Partien mit bestimmten
Eröffnungen aus einer Datenbank herauszufiltern. Sie haben gegenüber
sprachlichen Eröffnungsbezeichnungen ausserdem den Vorteil, daß sie
wesentlich präziser und international verständlich sind. 

8. Links

8.1 Organisationen

FIDE: http://www.fide.org

DSB: http://www.schachbund.de

ÖSB: http://www.chess.at

8.2 Kommerzielle

Chessbase: http://www.chessbase.de

Chessgate: http://www.chessgate.de
Termine, Training, Live, Shop

Schachversand Niggemann: http://www.niggemann.com

8.3 Partiesammlungen

http://www.chesscenter.com/twic/twicp.html

ftp://ftp.pitts.edu (ist aber sehr chaotisch F.V.)

http://www.chesslab.com/PositionSearch.html

8.4 Private

http://www.qno.de/schach

8.5 Sonstige

http://www.computerschach.de/netguide/
http://www.amateurschach.de/schach/links.htm
http://meineseite.i-one.at/PermanentBrain/links.htm

http://www.chessopolis.com/

Grandmaster Square: http://www.gmsquare.com
The Chess Cafe: http://www.chesscafe.com

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Last Update March 27 2014 @ 02:11 PM