FAQ der Newsgroup de.comp.lang.java Version 1.41 vom 11.06.2004
From: uwe@cscc.de (Uwe Guenther) Newsgroups: de.comp.lang.java Subject: FAQ der Newsgroup de.comp.lang.java Version 1.41 vom 11.06.2004 Date: 11 Jun 2004 04:00:11 +0200 Sender: root@mutter.family.local Message-ID: <de/comp-lang-java/faq/132@cscc.de> Summary: This posting describes what every reader of de.comp.lang.java ought to know about the Java programming language. It's in German, like the newsgroup. Archive-name: de/comp-lang-java/faq Posting-Frequency: weekly (Friday) Last-modified: 2004-03-26 Version: 1.41 URL: ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet-by-group/de.answers/de/comp-lang-java/faq, http://www.faqs.org/faqs/de/comp-lang-java/faq Tab-Width: 4 Page-Width: 74 FAQ (Frequently Asked Questions) der Newsgroup de.comp.lang.java v1.41 ========================================================================= Inhalt: ------- 1. Allgemeines 1.1. Allgemeine Hinweise zum Posten 1.2. Worum geht es in dieser Newsgroup? 1.3. Wie kommen häufig gestellte Fragen in diese FAQ? 1.4. Wie kommen die Bugs aus der FAQ? 1.5. TAGS-Konventionen zu einem einheitlichen Aussehen 1.6. Ich bekam als Antwort auf meine Frage eine seltsame Buchstaben- kombination zugeschickt. Was ist das und wie kann ich es lesen? 2. Was man über Java wissen sollte 2.1. Was ist Java? 2.2. Verwandtschaft von Java mit anderen Sprachen? 2.3. WebBrowser und Java 2.4. Erste Schritte in Java 2.5. Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( 3. Häufig gepostete Fragen 3.1. [LANG] - Die Sprache Java. 3.1.1. Gibt es in Java keine Zeiger wie in C++? 3.1.2. Warum ist Referenz nicht gleich Referenz? 3.1.3. Wie werden in Java Funktionsparamter übergeben, by value oder by reference? 3.1.4. Warum gibt es in Java keine Destruktoren wie in C++? 3.1.5. Warum funktioniert die equals Methode nicht? 3.1.6. Wenn ich eigene Objekte mit einer Hashtable/HashMap verwalte, kommt es zu sonderbaren Effekten. Wieso? 3.1.7. Was bedeutet das Schlüsselwort final? 3.1.8. Warum wird der dynamische Parametertyp bei überladenen Funktionen nicht beachtet? 3.1.9. Was bedeutet super()? 3.1.10. Was sind anonyme Arrays? 3.1.11. Gibt es in Java einen Prä-Prozessor wie in C++? 3.1.12. Existiert der const Modifizierer von C++ auch in Java? 3.1.13. Wie kann man Referenzen von Übergabeparametern ändern? 3.1.14. Wie erzeuge ich eine tiefe Kopie eines Objektes mit möglichst wenig Aufwand? 3.1.15. Wie kann ich in Java eine dem Programmierer unbekannte Anzahl gleichartiger Objekte erzeugen und ihnen passende Namen zuweisen, also label1, label2 usw.? 3.1.16. Wie kann ich den Typ enum aus C++ in Java umsetzen? 3.1.17. Kann man Mehrfachvererbung mit Java simulieren? 3.1.18. Wie realisiere ich eine variable Parameterliste? 3.1.19. Wie realisiere ich eine Methodenauswahl nach den dynamischen Parametertypen? 3.1.20. Sind Methoden in Java immer virtuell? 3.1.21. Ich stosse ab und zu auf den Begriff "Wrapper-Klassen". Könnte mir jemand erklären was das ist? 3.1.22. Warum ist private nicht privat? 3.2. [STRING] - Strings. 3.2.1. Wie vergleiche ich zwei Strings in Java? 3.2.2. Wie wandle ich einen String in einen Integer? 3.2.3. Wie wandle ich einen Integer in einen String um? 3.2.4. Wie wandle ich einen Integer in einen HexString um? 3.2.5. Wie kann ich eine Zahl formatieren und wie lege ich die Anzahl der Nachkommastellen fest? 3.2.6. Wie kann ich ein Datum formatieren? 3.2.7. Wie kann ich in einem String oder StringBuffer mehrere Zeichen suchen und ersetzen? 3.2.8. Gibt es reguläre Ausdrücke in Java (regular expressions)? 3.3. [IO] - Eingabe/Ausgabe, Streams, etc. 3.3.1. Verlangsamt Serialisierung mein Programm? 3.3.2. Wie kann ich rekursiv einen Verzeichnisbaum abarbeiten? 3.3.3. Wie kann ich aus Dateien zeilenweise lesen? 3.3.4. Wie kann ich Exponentialzahlen (z.B. 1.09E+008) aus einer Datei lesen? 3.3.5. Wie kann ich mit Java Dateien kopieren? 3.3.6. Wie kann man auf programmnahe Resourcen (Button-images, local String properties,...) zugreifen, ohne absolut oder relativ zu user.dir adressieren zu müssen (ich will das ganze auch in ein jar packen können)? 3.4. [NET] - Netzwerk. 3.4.1. Wie kann ich einen Ping in Java realisieren========================================================================= Inhalt: ------- 1. Allgemeines 1.1. Allgemeine Hinweise zum Posten 1.2. Worum geht es in dieser Newsgroup? 1.3. Wie kommen häufig gestellte Fragen in diese FAQ? 1.4. Wie kommen die Bugs aus der FAQ? 1.5. TAGS-Konventionen zu einem einheitlichen Aussehen 1.6. Ich bekam als Antwort auf meine Frage eine seltsame Buchstaben- kombination zugeschickt. Was ist das und wie kann ich es lesen? 2. Was man über Java wissen sollte 2.1. Was ist Java? 2.2. Verwandtschaft von Java mit anderen Sprachen? 2.3. WebBrowser und Java 2.4. Erste Schritte in Java 2.5. Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( 3. Häufig gepostete Fragen 3.1. [LANG] - Die Sprache Java. 3.1.1. Gibt es in Java keine Zeiger wie in C++? 3.1.2. Warum ist Referenz nicht gleich Referenz? 3.1.3. Wie werden in Java Funktionsparamter übergeben, by value oder by reference? 3.1.4. Warum gibt es in Java keine Destruktoren wie in C++? 3.1.5. Warum funktioniert die equals Methode nicht? 3.1.6. Wenn ich eigene Objekte mit einer Hashtable/HashMap verwalte, kommt es zu sonderbaren Effekten. Wieso? 3.1.7. Was bedeutet das Schlüsselwort final? 3.1.8. Warum wird der dynamische Parametertyp bei überladenen Funktionen nicht beachtet? 3.1.9. Was bedeutet super()? 3.1.10. Was sind anonyme Arrays? 3.1.11. Gibt es in Java einen Prä-Prozessor wie in C++? 3.1.12. Existiert der const Modifizierer von C++ auch in Java? 3.1.13. Wie kann man Referenzen von Übergabeparametern ändern? 3.1.14. Wie erzeuge ich eine tiefe Kopie eines Objektes mit möglichst wenig Aufwand? 3.1.15. Wie kann ich in Java eine dem Programmierer unbekannte Anzahl gleichartiger Objekte erzeugen und ihnen passende Namen zuweisen, also label1, label2 usw.? 3.1.16. Wie kann ich den Typ enum aus C++ in Java umsetzen? 3.1.17. Kann man Mehrfachvererbung mit Java simulieren? 3.1.18. Wie realisiere ich eine variable Parameterliste? 3.1.19. Wie realisiere ich eine Methodenauswahl nach den dynamischen Parametertypen? 3.1.20. Sind Methoden in Java immer virtuell? 3.1.21. Ich stosse ab und zu auf den Begriff "Wrapper-Klassen". Könnte mir jemand erklären was das ist? 3.1.22. Warum ist private nicht privat? 3.2. [STRING] - Strings. 3.2.1. Wie vergleiche ich zwei Strings in Java? 3.2.2. Wie wandle ich einen String in einen Integer? 3.2.3. Wie wandle ich einen Integer in einen String um? 3.2.4. Wie wandle ich einen Integer in einen HexString um? 3.2.5. Wie kann ich eine Zahl formatieren und wie lege ich die Anzahl der Nachkommastellen fest? 3.2.6. Wie kann ich ein Datum formatieren? 3.2.7. Wie kann ich in einem String oder StringBuffer mehrere Zeichen suchen und ersetzen? 3.2.8. Gibt es reguläre Ausdrücke in Java (regular expressions)? 3.3. [IO] - Eingabe/Ausgabe, Streams, etc. 3.3.1. Verlangsamt Serialisierung mein Programm? 3.3.2. Wie kann ich rekursiv einen Verzeichnisbaum abarbeiten? 3.3.3. Wie kann ich aus Dateien zeilenweise lesen? 3.3.4. Wie kann ich Exponentialzahlen (z.B. 1.09E+008) aus einer Datei lesen? 3.3.5. Wie kann ich mit Java Dateien kopieren? 3.3.6. Wie kann man auf programmnahe Resourcen (Button-images, local String properties,...) zugreifen, ohne absolut oder relativ zu user.dir adressieren zu müssen (ich will das ganze auch in ein jar packen können)? 3.4. [NET] - Netzwerk. 3.4.1. Wie kann ich einen Ping in Java realisieren? 3.5. [AWT] - Abstract Window Toolkit. 3.5.1. Wenn ich einen Listener bei mehreren Buttons anmelde, wie kann ich dann unterscheiden, welcher gedrückt wurde? 3.5.2. Kann ich ein Fenster (Frame/JFrame) maximieren? 3.5.3. Wie tausche ich die Kaffeetasse im blauen Balken aus? 3.6. [SWING] - Swing, das bevorzugte GUI. 3.6.1. Wie mache ich globale Font-Änderung für meine Komponenten? 3.6.2. Wie kann ich bei der Eingabe in ein JTextField die Anzahl der eingebbaren Zeichen beschränken? 3.6.3. Wie setze ich den Cursor an den Anfang der JTextArea? 3.6.4. Wie scrolle ich an das Ende der JTextArea? 3.6.5. Wie bekomme ich es hin, das der Benutzer in meiner JTable keine Eingaben tätigen kann? 3.6.6. Wie bekomme ich eine horizontale ScrollBar bei JTable? 3.6.7. Wie scrolle ich ans Ende von JTable? 3.6.8. Wie verhindere ich ein reordering der Spalten bei JTable? 3.6.9. Wie verhindere ich ein Resizen der Spalten bei JTable? 3.6.10. Wie ändere ich die Hintergrundfarbe von JScrollPane? 3.6.11. Wie kann ich ein JLabel dazu bringen, seinen Hintergrund zu füllen? 3.6.12. Warum reagiert meine GUI nicht, während eine längere Berechnung ausgeführt wird? 3.7. [APPLET] - Java-Applets und ihre Zusammenarbeit mit Browsern. 3.7.1. Welche JDK-Version sollte ich für Applets verwenden, die möglichst allgemein lauffähig sein sollen? 3.7.2. Wie bekomme ich den Internet Explorer dazu, das Plugin anstelle der integrierten JVM zu benutzen. 3.7.3. Was dürfen unsignierte Applets nicht aus Sicherheitsgründen? 3.8. [SERVER] - Servlets und andere Server-Implementierungen in Java. 3.9. [NONCORE] - Klassen/Packages, die über den Kern der Sprache hinausgehen, also Java3D etc. 3.10. [OOP] - OOP-Konzepte und Patterns in Java. 3.10.1. Was bedeutet Vererbung im OO-Kontext? 3.10.2. Was bedeutet Aggregation im OO-Kontext? 3.10.3. Was bedeutet Assoziation ist OO-Kontext? 3.10.4. Was bedeutet Benutzung im OO-Kontext? 3.10.5. Worin liegen die Unterschiede zwischen abstrakten Klassen und Interfaces? 3.10.6. Was ist eine anonyme innere Klasse? 3.10.7. Was ist ein immutable Objekt? 3.11. [JDK] - Virtuelle Maschinen, alles über JDKs, deren Installation und Verwendung. 3.11.1. Was ist ein Java Development Kit (JDK) 3.11.2. Was ist ein Java Runtime Environment (JRE) 3.11.3. Was ist eine Java Virtual Machine (JVM) 3.11.4. Wie konfiguriere ich JDK1.3/1.4 unter Linux oder Unix? 3.11.5. Wie installiere und konfiguriere ich das jdk unter Windows 9x/Me/NT/2000 richtig? 3.12. [TOOLS] - Java-Zusatz-Tools, zum Beispiel IDEs, Build-Tools, Profiler, etc. 3.12.1. Welche IDE muss ich verwenden? 3.12.2. Wie kann man eine Java-Anwendung in eine EXE-Datei umwandeln? 3.13. [MATH] - Mathematik, Arithmetik, Gleitpunktzahlen, Funktionen. 3.13.1. Warum rechnet Java falsch? 3.13.2. Wie runde ich eine Gleitkommazahl? Wie formatiere ich eine Gleitkommazahl? 3.13.3. Wie kann ich in Java Zufallszahlen im Bereich 0..n erzeugen? 3.14. [MISC] - Alles, was nicht in eine der anderen Rubriken paßt. 3.14.1. Ich komme mit dem import-Statement nicht klar, was mache ich falsch? 3.14.2. Warum gibt es Probleme bei final Werten in Verbindung mit elementaren Typen? 3.14.3. Was bedeuten "$" im Namen von Class-Files? 3.14.4. Wie lassen sich Bilder im Dateiformat XYZ laden oder speichern? 3.14.5. Was geht nicht mit Java? 3.14.6. Wie kann ich in meinem Java-Programm ein HTML-Dokument anzeigen lassen? 3.14.7. Unter Windows werden in der Konsole (DOS-Eingabe- aufforderung) die Umlaute falsch ausgegeben. Wie kann ich das korrigieren? 3.15. [ERROR] - Fehlermeldungen. 3.15.1. Warum findet Java den Konstruktor nicht? 3.15.2. Warum bekomme ich eine "NoClassDefFoundError" Fehlermeldung beim Starten von java? 3.15.3. Warum bekomme ich eine "Couldn't read <Name>" Fehlermeldung beim Kompilieren mit javac? 3.15.4. Warum bekomme ich eine "class <Name> must be defined in a file called <Name>" Fehlermeldung beim Kompilieren von javac? 3.15.5. Warum wird beim Zugriff auf ein korrekt initialisiertes Objekt-Array eine NullPointerException geworfen? 3.15.6. Warum bekomme ich eine NullPointerException, wenn ich versuche, auf Methoden oder Attribute von in einem Array gespeicherten Objekten zuzugreifen? 3.15.7. Warum meckert der Compiler bei nicht initialisierten final Variablen? 3.15.8. Was hat die Compilerfehlermeldung "... is deprecated" zu bedeuten? 3.16. [ClassLoader] - Alles über Classloader 3.16.1 Wie funktionieren Classloader? 3.16.2 Warum macht der Classloader im Servlet-Container Probleme? Warum funktioniert das Einlesen von Ressourcen ueber den Classloader bei mir nicht? 3.16.3 Wie lade ich eine Klasse neu? 3.16.4 Wie baue ich einen Plugin-Mechanismus? 3.16.5 Gibt's dazu auch Beispielcode? 3.16.6 ClassLoader Ressourcen zu 3.16.1 bis 3.16.5 4. Bücher zum Thema Java 4.1. Kann mir jemand gute Literatur zum Thema Java empfehlen? 5. Themenverwandte Internet Ressourcen 5.1 WWW-Sites 5.2 Newsgroups 5.3 Mailinglisten 6. JavaScript Internet Ressourcen. 6.1 WWW-Sites 6.2 Newsgroups 7. Credits _____________________________________________________________________ 1. Allgemeines ============== 1.1. Allgemeine Hinweise zum Posten ----------------------------------- Wenn du neu im Usenet bist, solltest du auf jeden Fall die Texte in der Newsgroup <news:de.newusers.infos> lesen. Du findest sie auch im WWW auf <URL:http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/>. In diesen Texten erhält man einen Überblick über die im Usenet üblichen Regeln ("Netiquette"). Auf diese Weise lassen sich die meisten Anfänger- fehler verhindern und man vermeidet, gleich für sein erstes Posting wegen formaler Fehler angeschnauzt zu werden. Falls du Fragen zu den Regeln im Usenet hast, stelle sie bitte in der Newsgroup <news:de.newusers.questions>. Weitere Links zum Thema: <URL:ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet/de.answers/de-newusers/> <URL:http://learn.to/quote/> 1.2. Worum geht es in dieser Newsgroup? Autor: Markus Reitz --------------------------------------- In der Newsgroup <news:de.comp.lang.java> sollen Probleme und Lösungen, die sich im Zusammenhang mit der Programmiersprache Java ergeben, diskutiert werden. Die Newsgroup beschäftigt sich nur mit der Sprache Java! JavaScript oder herstellerspezifische Implementierungen (z.B. Microsoft J++) besitzen eigene Newsgroups, in denen diese spezifischen Probleme und Lösungen diskutiert werden. Neben der Newsgroup <news:de.comp.lang.java> gibt es noch weitere (vor allem englischsprachige) Newsgroups, die sich mit der Programmiersprache Java beschäftigen. Siehe auch den Abschnitt "Themenverwandte Newsgroups". 1.3. Wie kommen häufig gestellte Fragen in diese FAQ? Autor: Uwe Günther ----------------------------------------------------- Nachdem man festgestellt hat, dass man in einem bestimmten Zyklus die gleiche Frage immer wieder mit der gleichen Antwort beantworten muss - nur weil die Unis ihren Lehrplan mal wieder geändert haben, in der c't mal wieder ein "Wie programmiere ich ein Applet"-Kurs unter die Leute gebracht wurde oder aus welchen Gründen auch immer - sollte man einen neuen Thread mit dem Subject: [FAQ] Neue Frage: <Frage> beginnen. Der Body dieser Nachricht sollte folgendes Format besitzen: --Schnipp-- Frage: <Frage> Antwort: <Antwort> Beispiel: <Code> --Schnapp-- Wobei der Text in spitzen Klammern, dein Part ist. Die Zeilenlänge darf 74 Zeichen nicht überschreiten. Der Code sollte die Code Conventions von Sun einhalten - wenn du nicht weisst was das ist, solltest du besser keine FAQ schreiben. Der gesamte Text darf keine Tabs enthalten und bei Bedarf gegen 4 Leerzeichen ersetzt werden. Es ist von grossem Vorteil wenn der Beispiel-Code kompilierbar ist. Das steigert die Qualität der FAQ ungemein. Nachdem der Thread dann von den Regulars und den anderen Lesern von de.comp.lang.java gebührend behandelt wurde und etwaige Probleme ausgeräumt wurden, muss die Endfassung des Textes an die im Header dieser FAQ angegebene e-mail Adresse des FAQ-Maintainers von de.comp.lang.java gesendet werden. Dabei ist es erwünscht die Rubrik, oder gleich die zukünftige Fragennummerierung mit anzugeben. Weiterhin muss die Message-ID mit angegeben werden, damit der FAQ-Maintainer überprüfen kann ob er nicht von irgendjemanden vereimert wird. ;-) 1.4. Wie kommen die Bugs aus der FAQ? Autor: Uwe Günther ------------------------------------- Nachdem man festgestellt hat, dass die FAQ einen Fehler hat, kann man diesen dem FAQ-Maintainer unter Angabe eines Workarounds direkt mitteilen. 1.5. TAGS-Konventionen zu einem einheitlichen Aussehen Autor: Markus Reitz -------------------------------------------------------- Neben den schon weiter oben genannten Ratschlägen, die allgemeine Anmerkungen zum Posten in Newsgroups darstellen, folgen nun einige spezifische Anmerkungen zur Schreibweise des Subjects in der Newsgroup <news:de.comp.lang.java>. Vor einiger Zeit wurde die Einführung sogenannter Tags vorgeschlagen, die die Übersichtlichkeit steigern sollen. Hintergrund ist die einfache Idee, den Inhalt des Postings durch ein eindeutiges Schlüsselwort, das Tag, zu charakterisieren. Mit einem entsprechend konfigurierten Newsreader ist es dann möglich, sich solche Nachrichten hervorheben zu lassen, wodurch man direkt auf einen Blick Postings beispielsweise zum Thema Swing überschauen kann. Tags werden an den Anfang des Subjects, in eckigen Klammern eingeschlossen, geschrieben. Damit Einheitlichkeit gewahrt wird, sollten die folgenden Tags verwendet werden. Wenn jeder seine eigenen Tags spezifizieren würde, wäre die Einheitlichkeit verloren und es würde genau-soviel Chaos wie vorher herrschen. Deshalb an dieser Stelle die Bitte, sich an die Vorgaben zu halten. Bei Änderungsvorschlägen bitte in die Newsgroup zur Diskussion posten und bei Akzeptanz in der Newsgroup werden die Vorschläge an dieser Stelle in die FAQ aufgenommen. Liste der Tags in <news:de.comp.lang.java>: Tags für Fragen: [LANG] - Frage bezüglich der Sprache Java. [STRING] - Fragen die unmittelbar mit Strings zu tun haben. [IO] - Frage bezüglich Eingabe/Ausgabe, Streams, etc. in Java. [NET] - Frage bezüglich Netzwerk. [AWT] - Frage bezüglich AWT. [SWING] - Frage bezüglich Swing. [APPLET] - Frage zu Java-Applets und ihre Zusammenarbeit mit Browsern. [SERVER] - Frage zu Servlets und anderen Server-Implementierungen in Java. [NONCORE] - Fragen zu Klassen/Packages, die über den Kern der Sprache hinausgehen, also Java3D etc. [OOP] - Frage bezüglich OOP-Konzepten und Patterns in Java. [JDK] - Frage zu virtuelle Maschinen, alles über JDKs und deren Installation und Verwendung. [TOOLS] - Frage zu einem Java-Zusatz-Tool, zum Beispiel IDEs, Build-Tools, Profiler, etc. [MATH] - Mathematik, Arithmetik, Gleitpunktzahlen, Funktionen. [MISC] - Alles, was nicht in eine der anderen Rubriken paßt.? 3.5. [AWT] - Abstract Window Toolkit. 3.5.1. Wenn ich einen Listener bei mehreren Buttons anmelde, wie kann ich dann unterscheiden, welcher gedrückt wurde? 3.5.2. Kann ich ein Fenster (Frame/JFrame) maximieren? 3.5.3. Wie tausche ich die Kaffeetasse im blauen Balken aus? 3.6. [SWING] - Swing, das bevorzugte GUI. 3.6.1. Wie mache ich globale Font-Änderung für meine Komponenten? 3.6.2. Wie kann ich bei der Eingabe in ein JTextField die Anzahl der eingebbaren Zeichen beschränken? 3.6.3. Wie setze ich den Cursor an den Anfang der JTextArea? 3.6.4. Wie scrolle ich an das Ende der JTextArea? 3.6.5. Wie bekomme ich es hin, das der Benutzer in meiner JTable keine Eingaben tätigen kann? 3.6.6. Wie bekomme ich eine horizontale ScrollBar bei JTable? 3.6.7. Wie scrolle ich ans Ende von JTable? 3.6.8. Wie verhindere ich ein reordering der Spalten bei JTable? 3.6.9. Wie verhindere ich ein Resizen der Spalten bei JTable? 3.6.10. Wie ändere ich die Hintergrundfarbe von JScrollPane? 3.6.11. Wie kann ich ein JLabel dazu bringen, seinen Hintergrund zu füllen? 3.6.12. Warum reagiert meine GUI nicht, während eine längere Berechnung ausgeführt wird? 3.7. [APPLET] - Java-Applets und ihre Zusammenarbeit mit Browsern. 3.7.1. Welche JDK-Version sollte ich für Applets verwenden, die möglichst allgemein lauffähig sein sollen? 3.7.2. Wie bekomme ich den Internet Explorer dazu, das Plugin anstelle der integrierten JVM zu benutzen. 3.7.3. Was dürfen unsignierte Applets nicht aus Sicherheitsgründen? 3.8. [SERVER] - Servlets und andere Server-Implementierungen in Java. 3.9. [NONCORE] - Klassen/Packages, die über den Kern der Sprache hinausgehen, also Java3D etc. 3.10. [OOP] - OOP-Konzepte und Patterns in Java. 3.10.1. Was bedeutet Vererbung im OO-Kontext? 3.10.2. Was bedeutet Aggregation im OO-Kontext? 3.10.3. Was bedeutet Assoziation ist OO-Kontext? 3.10.4. Was bedeutet Benutzung im OO-Kontext? 3.10.5. Worin liegen die Unterschiede zwischen abstrakten Klassen und Interfaces? 3.10.6. Was ist eine anonyme innere Klasse? 3.10.7. Was ist ein immutable Objekt? 3.11. [JDK] - Virtuelle Maschinen, alles über JDKs, deren Installation und Verwendung. 3.11.1. Was ist ein Java Development Kit (JDK) 3.11.2. Was ist ein Java Runtime Environment (JRE) 3.11.3. Was ist eine Java Virtual Machine (JVM) 3.11.4. Wie konfiguriere ich JDK1.3/1.4 unter Linux oder Unix? 3.11.5. Wie installiere und konfiguriere ich das jdk unter Windows 9x/Me/NT/2000 richtig? 3.12. [TOOLS] - Java-Zusatz-Tools, zum Beispiel IDEs, Build-Tools, Profiler, etc. 3.12.1. Welche IDE muss ich verwenden? 3.12.2. Wie kann man eine Java-Anwendung in eine EXE-Datei umwandeln? 3.13. [MATH] - Mathematik, Arithmetik, Gleitpunktzahlen, Funktionen. 3.13.1. Warum rechnet Java falsch? 3.13.2. Wie runde ich eine Gleitkommazahl? Wie formatiere ich eine Gleitkommazahl? 3.13.3. Wie kann ich in Java Zufallszahlen im Bereich 0..n erzeugen? 3.14. [MISC] - Alles, was nicht in eine der anderen Rubriken paßt. 3.14.1. Ich komme mit dem import-Statement nicht klar, was mache ich falsch? 3.14.2. Warum gibt es Probleme bei final Werten in Verbindung mit elementaren Typen? 3.14.3. Was bedeuten "$" im Namen von Class-Files? 3.14.4. Wie lassen sich Bilder im Dateiformat XYZ laden oder speichern? 3.14.5. Was geht nicht mit Java? 3.14.6. Wie kann ich in meinem Java-Programm ein HTML-Dokument anzeigen lassen? 3.14.7. Unter Windows werden in der Konsole (DOS-Eingabe- aufforderung) die Umlaute falsch ausgegeben. Wie kann ich das korrigieren? 3.15. [ERROR] - Fehlermeldungen. 3.15.1. Warum findet Java den Konstruktor nicht? 3.15.2. Warum bekomme ich eine "NoClassDefFoundError" Fehlermeldung beim Starten von java? 3.15.3. Warum bekomme ich eine "Couldn't read <Name>" Fehlermeldung beim Kompilieren mit javac? 3.15.4. Warum bekomme ich eine "class <Name> must be defined in a file called <Name>" Fehlermeldung beim Kompilieren von javac? 3.15.5. Warum wird beim Zugriff auf ein korrekt initialisiertes Objekt-Array eine NullPointerException geworfen? 3.15.6. Warum bekomme ich eine NullPointerException, wenn ich versuche, auf Methoden oder Attribute von in einem Array gespeicherten Objekten zuzugreifen? 3.15.7. Warum meckert der Compiler bei nicht initialisierten final Variablen? 3.15.8. Was hat die Compilerfehlermeldung "... is deprecated" zu bedeuten? 3.16. [ClassLoader] - Alles über Classloader 3.16.1 Wie funktionieren Classloader? 3.16.2 Warum macht der Classloader im Servlet-Container Probleme? Warum funktioniert das Einlesen von Ressourcen ueber den Classloader bei mir nicht? 3.16.3 Wie lade ich eine Klasse neu? 3.16.4 Wie baue ich einen Plugin-Mechanismus? 3.16.5 Gibt's dazu auch Beispielcode? 3.16.6 ClassLoader Ressourcen zu 3.16.1 bis 3.16.5 4. Bücher zum Thema Java 4.1. Kann mir jemand gute Literatur zum Thema Java empfehlen? 5. Themenverwandte Internet Ressourcen 5.1 WWW-Sites 5.2 Newsgroups 5.3 Mailinglisten 6. JavaScript Internet Ressourcen. 6.1 WWW-Sites 6.2 Newsgroups 7. Credits _____________________________________________________________________ 1. Allgemeines ============== 1.1. Allgemeine Hinweise zum Posten ----------------------------------- Wenn du neu im Usenet bist, solltest du auf jeden Fall die Texte in der Newsgroup <news:de.newusers.infos> lesen. Du findest sie auch im WWW auf <URL:http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/>. In diesen Texten erhält man einen Überblick über die im Usenet üblichen Regeln ("Netiquette"). Auf diese Weise lassen sich die meisten Anfänger- fehler verhindern und man vermeidet, gleich für sein erstes Posting wegen formaler Fehler angeschnauzt zu werden. Falls du Fragen zu den Regeln im Usenet hast, stelle sie bitte in der Newsgroup <news:de.newusers.questions>. Weitere Links zum Thema: <URL:ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet/de.answers/de-newusers/> <URL:http://learn.to/quote/> 1.2. Worum geht es in dieser Newsgroup? Autor: Markus Reitz --------------------------------------- In der Newsgroup <news:de.comp.lang.java> sollen Probleme und Lösungen, die sich im Zusammenhang mit der Programmiersprache Java ergeben, diskutiert werden. Die Newsgroup beschäftigt sich nur mit der Sprache Java! JavaScript oder herstellerspezifische Implementierungen (z.B. Microsoft J++) besitzen eigene Newsgroups, in denen diese spezifischen Probleme und Lösungen diskutiert werden. Neben der Newsgroup <news:de.comp.lang.java> gibt es noch weitere (vor allem englischsprachige) Newsgroups, die sich mit der Programmiersprache Java beschäftigen. Siehe auch den Abschnitt "Themenverwandte Newsgroups". 1.3. Wie kommen häufig gestellte Fragen in diese FAQ? Autor: Uwe Günther ----------------------------------------------------- Nachdem man festgestellt hat, dass man in einem bestimmten Zyklus die gleiche Frage immer wieder mit der gleichen Antwort beantworten muss - nur weil die Unis ihren Lehrplan mal wieder geändert haben, in der c't mal wieder ein "Wie programmiere ich ein Applet"-Kurs unter die Leute gebracht wurde oder aus welchen Gründen auch immer - sollte man einen neuen Thread mit dem Subject: [FAQ] Neue Frage: <Frage> beginnen. Der Body dieser Nachricht sollte folgendes Format besitzen: --Schnipp-- Frage: <Frage> Antwort: <Antwort> Beispiel: <Code> --Schnapp-- Wobei der Text in spitzen Klammern, dein Part ist. Die Zeilenlänge darf 74 Zeichen nicht überschreiten. Der Code sollte die Code Conventions von Sun einhalten - wenn du nicht weisst was das ist, solltest du besser keine FAQ schreiben. Der gesamte Text darf keine Tabs enthalten und bei Bedarf gegen 4 Leerzeichen ersetzt werden. Es ist von grossem Vorteil wenn der Beispiel-Code kompilierbar ist. Das steigert die Qualität der FAQ ungemein. Nachdem der Thread dann von den Regulars und den anderen Lesern von de.comp.lang.java gebührend behandelt wurde und etwaige Probleme ausgeräumt wurden, muss die Endfassung des Textes an die im Header dieser FAQ angegebene e-mail Adresse des FAQ-Maintainers von de.comp.lang.java gesendet werden. Dabei ist es erwünscht die Rubrik, oder gleich die zukünftige Fragennummerierung mit anzugeben. Weiterhin muss die Message-ID mit angegeben werden, damit der FAQ-Maintainer überprüfen kann ob er nicht von irgendjemanden vereimert wird. ;-) 1.4. Wie kommen die Bugs aus der FAQ? Autor: Uwe Günther ------------------------------------- Nachdem man festgestellt hat, dass die FAQ einen Fehler hat, kann man diesen dem FAQ-Maintainer unter Angabe eines Workarounds direkt mitteilen. 1.5. TAGS-Konventionen zu einem einheitlichen Aussehen Autor: Markus Reitz -------------------------------------------------------- Neben den schon weiter oben genannten Ratschlägen, die allgemeine Anmerkungen zum Posten in Newsgroups darstellen, folgen nun einige spezifische Anmerkungen zur Schreibweise des Subjects in der Newsgroup <news:de.comp.lang.java>. Vor einiger Zeit wurde die Einführung sogenannter Tags vorgeschlagen, die die Übersichtlichkeit steigern sollen. Hintergrund ist die einfache Idee, den Inhalt des Postings durch ein eindeutiges Schlüsselwort, das Tag, zu charakterisieren. Mit einem entsprechend konfigurierten Newsreader ist es dann möglich, sich solche Nachrichten hervorheben zu lassen, wodurch man direkt auf einen Blick Postings beispielsweise zum Thema Swing überschauen kann. Tags werden an den Anfang des Subjects, in eckigen Klammern eingeschlossen, geschrieben. Damit Einheitlichkeit gewahrt wird, sollten die folgenden Tags verwendet werden. Wenn jeder seine eigenen Tags spezifizieren würde, wäre die Einheitlichkeit verloren und es würde genau-soviel Chaos wie vorher herrschen. Deshalb an dieser Stelle die Bitte, sich an die Vorgaben zu halten. Bei Änderungsvorschlägen bitte in die Newsgroup zur Diskussion posten und bei Akzeptanz in der Newsgroup werden die Vorschläge an dieser Stelle in die FAQ aufgenommen. Liste der Tags in <news:de.comp.lang.java>: Tags für Fragen: [LANG] - Frage bezüglich der Sprache Java. [STRING] - Fragen die unmittelbar mit Strings zu tun haben. [IO] - Frage bezüglich Eingabe/Ausgabe, Streams, etc. in Java. [NET] - Frage bezüglich Netzwerk. [AWT] - Frage bezüglich AWT. [SWING] - Frage bezüglich Swing. [APPLET] - Frage zu Java-Applets und ihre Zusammenarbeit mit Browsern. [SERVER] - Frage zu Servlets und anderen Server-Implementierungen in Java. [NONCORE] - Fragen zu Klassen/Packages, die über den Kern der Sprache hinausgehen, also Java3D etc. [OOP] - Frage bezüglich OOP-Konzepten und Patterns in Java. [JDK] - Frage zu virtuelle Maschinen, alles über JDKs und deren Installation und Verwendung. [TOOLS] - Frage zu einem Java-Zusatz-Tool, zum Beispiel IDEs, Build-Tools, Profiler, etc. [MATH] - Mathematik, Arithmetik, Gleitpunktzahlen, Funktionen. [MISC] - Alles, was nicht in eine der anderen Rubriken paßt. [ERROR] - Fragen zu Fehlermeldungen. [OT] - Alles was hochgrading off-topic ist und nicht direct mit Java zu tun hat. ;-) Tags "nicht"-Fragen: [INFO] - Allgemeine Informationen, z.B. Links auf Webseiten [DISCUSSION] - Diskussion zu einem Java-spezifischen Thema [ANNOUNCE] - Vorstellung neuer Software [PROST] - Darf nur von Regulars verwendet werden, die wissen was sie tun. ;-) 1.6. Ich bekam als Antwort auf meine Frage eine seltsame Buchstaben- kombination zugeschickt. Was ist das und wie kann ich es lesen? Autor: Stephan Menzel -------------------------------------------------------------------- Diese Kombination ist eine sogenannte Message-ID und bezeichnet einen Usenetartikel eindeutig. Vorgehensweise bei Message-ID-Angaben: (a) man hat einen Newsreader, der damit umgehen kann: - einfach draufklicken. (b) Wenn man Opera ab Version 6 verwendet, kann man in der Adressleiste einfach "r msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de" eingeben und gelangt zur entsprechenden Seite von Google Groups. (c) ansonsten: http://groups.google.com, dann msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de eingeben. (d) Wenn man gerne URLs bastelt: http://groups.google.com/groups?q=msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de (e) oder http://groups.google.com/advanced_group_search dann Msg-ID bei "Beitrags-ID" eingeben. 2. Was man über Java wissen sollte ================================== 2.1. Was ist Java Autor: Markus Reitz ------------------------ Zuersteinmal: Java ist nicht JavaScript. JavaScript ist eine Sprache, die federführend von der Firma Netscape entwickelt wurde, um die Inhalte von Webseiten dynamischer und interaktiver zu gestalten. JavaScript-Programme werden in den HTML-Quelltext der Seite eingebettet und vom Browser interpretiert und ausgeführt. Zwar macht JavaScript viele Anleihen bei Java, ist aber bei weitem nicht so flexibel. Die deutsche Newsgroup zu JavaScript findet man unter: <news:de.comp.lang.javascript> Die Website von de.comp.lang.javascript ist unter folgendem Link zu finden: <URL:http://www.dcljs.de/> Java wurde von der Firma SUN Microsystems mit dem Ziel entwickelt, eine moderne, objektorientierte Sprache zu schaffen. Durch das Ziel der Plattformunabhängigkeit ist Java vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung von Web-Applikationen im Internet eine der am häufigsten verwendeten Sprachen. Doch Java beschränkt sich nicht nur auf das Erstellen von Effekten für die Webseite, Java ist eine ausgewachsene Programmiersprache, mit der man alle anstehenden Probleme lösen kann. Die Syntax der Sprache ist an die von C++ angelehnt, Schlüsselwörter sind verändert bzw. in der Bedeutung erweitert worden, bestimmte Features von C++ wurden zugunsten der Übersichtlichkeit bzw. Sicherheit nicht in Java verwendet. Java Programme liegen im sogenannten Bytecode vor, der Maschinencode für einen fiktiven Prozessor, der von der VM, der virtuellen Maschine, ausgeführt wird. Durch die Verwendung des Bytecodes wird die Plattformunabhängigkeit von Java garantiert - dieser Vorteil wird aber durch die, im Vergleich zu anderen Sprachen wie C++, wesentlich langsamere Ausführungsgeschwindigkeit bezahlt. 2.2. Verwandtschaft von Java mit anderen Sprachen? Autor: Markus Reitz ------------------------------------------------- Java bietet eine Reihe von neuen Features, orientiert sich aber auch an etablierten Sprachen wie C++, Smalltalk oder Objective-C. Prinzipien aus diesen Sprachen wurden übernommen und teilweise erweitert. Die folgende Tabelle gibt einen kleinen Überblick über Features von Java, die aus anderen Sprachen quasi "entliehen" wurden. |-----|-----------|-------------| | C++ | Smalltalk | Objective-C | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Primitive Datentypen | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Universelle Basisklasse Object | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Garbage Collection | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Konstruktoren | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Statische Typen | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Bibliothek von Standardklassen | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Interfaces | | | * | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| Im Vergleich zu C++ besitzt Java folgende Unterschiede: - noch keine Templates - keine Operatorenüberladung - kein prozeduraler Overhead - keine Mehrfachvererbung von Klassen 2.3. WebBrowser und Java Autor: Markus Reitz ------------------------ Java zählt immer noch zu den jüngeren Programmiersprachen und die Entwicklung verläuft in manchen Bereichen noch mit hoher Geschwindigkeit. Insbesondere Zusatz-APIs findet man inzwischen wie Sand am Meer und praktisch jede neue Version des JDK bietet Verbesserungen oder Erweiterungen der bestehenden APIs. Dies wird insbesondere dann problematisch, wenn man Java-Applets schreiben möchte, die in den bekannten Web-Browsern von Netscape oder Microsoft laufen sollen. Häufig werden aktuelle Features nur unzureichend oder gar nicht unterstützt. Deshalb sollte man folgendes beachten: - Ältere Webbrowser unterstützen (im günstigsten Fall) nur die Version 1.0 der Sprache - Neuere Webbrowser unterstützen zumindest teilweise die Sprachversion 1.1 (Netscape ab Version 4.04-J2, Microsoft Internet-Explorer ab Version 4.0) Um eine möglichst große Anzahl an Plattformen bedienen zu können, muß man sich also am besten auf Features der Sprache beschränken, die schon in der UrVersion vorhanden waren. Bei neueren Features läuft man Gefahr, daß Besitzer älterer Browser ausgeschlossen werden. Eine andere Alternative bietet die Verwendung des von SUN erhältlichen Java-Plug-In's. Dadurch werden ältere Browserversionen mit den Features der aktuellen Java-Version aufgerüstet, wodurch es dann sogar möglich wird, Java 2 - Programme in Browsern ablaufen zu lassen, obwohl diese die neueste Version ursprünglich noch gar nicht unterstützen. Das Plug-In ist auf der Homepage von SUN erhältlich, problematisch ist allerdings die Größe. Es ist daher fraglich, ob Benutzer bereit sind, sich wegen eines kleinen Homepage-Effektes ein großes Plug-In herunterzuladen. Sinn macht das Plug-In daher nur bei wirklich größeren Programmen oder bei Programmen, die für den Einsatz im Intranet ausgerichtet sind. 2.4. Erste Schritte in Java Autor: Markus Reitz --------------------------- Erfahrungen mit der Sprache Java zu sammeln ist nicht schwer. Sofern man einen Internetzugang hat, kann man sich die Sprachdefinition, Compiler etc. direkt von SUN besorgen. Es empfiehlt sich die Verwendung der Java-Implementierung von SUN, denn diese ist die Referenz für alle anderen Implementierungen und normalerweise die, die sich am aktuellsten Sprachstandard orientiert. Lösungen von Microsoft oder Symantec haben den Nachteil, daß Features modifiziert oder gar nicht implementiert werden oder Fähigkeiten hinzukommen, die der ursprünglichen Sprachimplementation fehlen. Außerdem bietet das JDK (Java Development Kit) von SUN den Vorteil, daß es kostenlos verfügbar ist. Nachteil: Compiler und Tools arbeiten kommandozeilenorientiert, d.h. man schreibt den Quellcode mit einem beliebigen Editor, speichert die Datei und führt dann den Compiler aus. Bei Fehlern lädt man die Datei, korrigiert den Fehler und das ganze Spiel beginnt von vorne. Abhilfe schaffen IDEs (Integrated Development Environment), die das JDK steuern und Fehler und andere Meldungen direkt anzeigen, ohne daß der Quelltexteditor verlassen werden muß. Ein weiterer Vorteil von IDEs ist das Feature Syntax Highlighting, das die Schlüsselwörter der Sprache farblich hervorhebt und dadurch die Übersichtlichkeit steigert. Bezugsquelle für das JDK: <URL:http://www.java.sun.com/j2se/> 2.5. Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( Autor: Hubert Partl ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Newbie: Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( Oldie: Das ist schon richtig :-) so, das HelloWorld-Beispiel dient dazu, dass Du die typischen Anfaenger-Fehler kennenlernst und in Zukunft vermeiden kannst. In diesem Fall kann ich nur raten: Du hast wahrscheinlich einen der folgenden typischen Newbie-Fehler gemacht: * Du hast das Programm nicht genau genug abgeschrieben (Tippfehler, Gross-Kleinschreibung, Sonderzeichen, Leerstellen), lies doch die Fehlermeldungen und Korrekturhinweise, die der Compiler Dir gibt. * Du hast das Programm nicht unter dem richtigen Filenamen abgespeichert. Wenn die Klasse HelloWorld heisst, muss das File HelloWorld.java heissen, nicht helloworld.java und auch nicht HelloWorld.java.txt, im letzteren Fall versuch es mit notepad "HelloWorld.java" * Du hast beim Compiler nicht den kompletten Filenamen mit der Extension angegeben (wieder mit der richtigen Gross-Kleinschreibung): javac HelloWorld.java * Du hast bei der Ausfuehrung nicht den Klassennamen ohne die Extension angegeben (wieder mit der richtigen Gross-Kleinschreibung): java HelloWorld * In der Umgebungsvariable PATH ist das Directory, in dem sich die JDK-Software befindet, nicht neben den anderen Software-Directories enthalten, versuch set PATH=%PATH%;C:\jdk1.2\bin oder wie immer das auf Deinem Rechner heissen muss. * Die Umgebungsvariable CLASSPATH ist (auf einen falschen Wert) gesetzt. Diese Variable sollte ueberhaupt nicht gesetzt sein, nur in seltenen Spezialfaellen und dann so, dass sie sowohl die Stellen enthaelt, wo die Java-Klassenbibliotheken liegen, als auch den Punkt fuer das jeweils aktuelle Directory. * Du hast den Compiler nicht in dem Directory bzw. Folder aufgerufen, in dem Du das Java-File gespeichert hast. * Du hast ein Applet als Applikation aufgerufen, oder umgekehrt. Applikatonen, die eine main-Methode enthalten, musst Du mit java Classname aufrufen. Applets, die ein "extends Applet" oder "extends JApplet" enthalten, musst Du innerhalb eines geeigneten HTML-Files mit appletviewer xxxxx.html oder mit Netscape oder Internet-Explorer aufrufen. Mehr darueber findest Du in meiner Java-Einfuehrung auf <URL:http://www.boku.ac.at/javaeinf/jein1.html#software> Aehnliche Hinweise findest Du im Java Glossary von Roedy Green auf <URL:http://mindprod.com/gloss.html> 3. Häufig gepostete Fragen ========================== 3.1. [LANG] - Frage bezüglich der Sprache Java. ----------------------------------------------- 3.1.1. Gibt es in Java keine Zeiger wie in C++? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Im Prinzip gibt es ein Konstrukt, das den Zeigern anderer Programmiersprachen, wie zum Beispiel C++, sehr ähnlich ist: die sogenannten Referenzen. Referenzen können, im Vergleich zu Zeigern in C++, nicht manipuliert werden; die sogenannte Zeigerarithmetik, bei der man Zeiger auf beliebige Speicherinhalte zeigen lassen kann, wurde aus Sicherheitsgründen nicht in Java übernommen. Der Inhalt einer Referenz kann einer anderen Referenz zugewiesen werden, Referenzen können miteinander verglichen werden. Wird in Java eine Objektvariable angelegt, so ist dies nichts weiter als ein Speicherplatz für eine Referenz für ein Objekt des angegebenen Typs. Der new-Operator erzeugt das eigentliche Objekt und liefert die Referenz darauf zurück, die dann in der Objektvariablen gespeichert wird. 3.1.2. Warum ist Referenz nicht gleich Referenz? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Problem: public class Test { public static void main (String[] args) { String a = "A"; String x = a; System.out.println(x); a = "B"; System.out.println(x); } } Die Ausgabe sollte doch eigentlich so aussehen: A B Denn die Variable x speichert doch eine Referenz auf den String a! Im ersten Fall hat a den Wert A und damit auch x, das ja auf diesen String verweist. Im zweiten Fall wird a geändert und damit müßte sich doch auch eigentlich der Wert von x ändern, weil x auf a verweist. Die Ausgabe, die das Programm liefert, ist jedoch: A A was eigentlich nicht in das Bild einer normalen Referenz passt. Ursache: Der Fehler liegt darin begründet, daß a nicht der eigentliche String ist, sondern nur eine Referenz auf diesen String. Durch x = a referenzieren beide Variablen den selben String und durch a = "B" verweist a auf einen anderen neuen String mit dem Wert B. Dies ändert jedoch nichts an der Referenz, die in x gespeichert ist. Somit ist die Ausgabe völlig korrekt. 3.1.3. Wie werden in Java Funktionsparamter übergeben, by value oder by reference? Autor: Paul Ebermann ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Java kennt (genauso wie C, aber im Gegensatz zu etwa Pascal) kein "Call by Reference". Wenn Objekte als Parameter verwendet werden, wird eben die Referenz "by Value" übergeben. Somit kann man zwar das Objekt (so es veränderbar ist) verändern, aber nicht die originale Variable, die als Parameter verwendet wurde. Beispiel für Call by Reference: (Pascal - [Syntax bestimmt nicht korrekt]) program ReferenzTest(input, output); var x, y : integer; procedure swap (var a: integer; var b: integer); var h : Integer; begin h := a; a := b; b := h; end; begin x := 1; y := 2; swap(x,y); writeLn('x = ', x, ', y = ', y , '.'); end. Das Programm gibt am Ende x = 2 und y = 1 aus. In Java geht das nicht: package de.dclj.faq; class CallByReferenceTest { static void swap (int a, int b) { int h = a; a = b; b = h; } public static void main(String[] test) { int x = 1; int y = 2; swap(x,y); System.out.println("x = " + x + ", y = " + y); } } Zur Call-by-Reference-Simulation bietet sich die Verwendung von Arrays an - da diese Objekte sind, wird ja nur die Referenz übergeben. class CallByReferenceSimulation { static void swap(int[] a, int[] b) { int h = a[0]; a[0] = b[0]; b[0] = h; } public static void main(String[] test) { int[] x = {1}; int[] y = {2}; swap(x,y); System.out.println("x = " + x[0] + ", y = " + y[0]); } } Einen etwas anderen Blickwinkel zu diesem Thema bietet die Webseite: <URL: http://purl.net/stefan_ram/pub/java_referenzvariablen_als_argument_de> 3.1.4. Warum gibt es in Java keine Destruktoren wie in C++? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In Java hat der Programmierer unter normalen Umständen keinen direkten Einfluß darauf, wann Objekte aus dem Speicher entfernt werden. So ist es unter anderem nicht möglich, ein Objekt per Befehl aus dem Speicher zu löschen. Dies erledigt der sogenannte Garbage-Collector, der Objekte aus dem Speicher entfernt, auf die keine Referenz mehr verweist. Dadurch wird verhindert, daß der Programmierer mehr oder minder mutwillig Speicherfehler erzeugen kann, die das Programm zum Absturz bringen könnten. Wann die Entfernung aus dem Speicher erfolgt, liegt im Ermessen des Computers. Es gibt also keinen definierten Zeitpunkt, wann ein Objekt nicht mehr existiert und deshalb ist es in den meisten Fällen nicht sinnvoll, Operationen zu definieren, die beim Löschen des Objektes ausgeführt werden. Man könnte (ungültige) Annahmen voraussetzen - zum Beispiel bei verketteten Listen, daß das Nachfolgerelement noch existiert, obwohl dies gar nicht der Fall ist - und damit Fehler verursachen. Destruktoren wie in C++ existieren deshalb nicht. Ist es aus irgendeinem dringenden Grund dennoch nötig, Operationen beim Löschen des Objektes auszuführen, so kann man eine Methode finalize definieren, die bei der Speicherbereinigung abgearbeitet wird. Wobei nicht garantiert wird die finalize methode überhaupt von der JVM abgearbeitet wird. 3.1.5. Warum funktioniert die equals Methode nicht? Autor: Markus Reitz Autor: Martin Erren ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Problem 1: Man hat eine eigene Klasse entworfen und möchte nun testen, ob zwei Objekte gleich sind. Fein, denkt man sich, dafür bietet die Klasse Object ja die Methode equals(Object obj). Doch das Programm mit Verwendung der equals(Object obj) Methode wird zwar korrekt übersetzt, der Vergleich funktioniert jedoch nicht so, wie er eigentlich sollte. Per Default sagt equals(), dass es sich um die selbe Instanz einer Klasse handelt: public class Object { ... public boolean equals(Object other) { return this == other; } ... } Lösung 1: Die Methode equals(Object obj) muß für jede Klasse neu überschrieben werden. Schließlich kann man nicht in allgemeiner Weise die Gleichheit zweier Objekte einer Klasse spezifizieren. Das ist insbesondere dann wichtig falls die Objekte in einer Set oder als Keys für eine Map verwendet werden. Dann muss allerdings auch die Methode hashCode() überschrieben werden. Siehe dazu auch die nächste Frage in dieser FAQ! Dazu sollte man sich auf alle Fälle in der JavaDoc zu Object, speziell die Methoden hashCode() und equals(Object obj) ansehen: <URL:http://java.sun.com/j2se/1.4/docs/api/java/lang/Object.html> Für Strings beispielsweise sind equals() und hashCode() bereits überschrieben. So dass String-Objekte als Keys verwandt werden können. Problem 2: public class Test { private int a; private int b; public Test (int a , int b) { this.a = a; this.b = b; } public boolean equals(Test other) { return (this.a == other.a) && (this.b == other.b); } } Verwendet man nun Objekte dieser Klasse in Containerklassen und hier insbesondere Methoden, die auf die Methode equals des Objekts zurückgreifen, so funktioniert dies nicht. Der Grund liegt in der falschen Signatur der Methode equals. Der Parameter muß vom Typ Object sein und nicht vom Typ der Klasse, zu dem die Methode gehört. Ansonsten existieren für die Klasse Test zwei Versionen der equals Methode: Eine, die von der Klasse Object geerbt wurde und die als Parametertyp auch Object besitzt und als zweite die oben definierte. Containerklassen verwenden aber die erste und da diese nicht verändert wurde, wird nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Lösung 2: public class Test { private int a; private int b; public void Test (int a , int b) { this.a = a; this.b = b; } //Die hash-Funktion ist aus dem Buch "Effective Java" von //Joshua Bloch. public int hashCode() { int result = 17; result = 37*result + this.a; result = 37*result + this.b; return result; } public boolean equals(Object obj) { //Für eine bessere Performance. if (this == obj) { return true; } //Wenn (obj == null) dann gibt instanceof false zurück //Siehe JLS 15.20.2 if (!(obj instanceof Test)) { return false; } Test other = (Test)obj; return (this.a == other.a) && (this.b == other.b); } } 3.1.6. Wenn ich eigene Objekte mit einer Hashtable/HashMap verwalte, kommt es zu sonderbaren Effekten. Wieso? Autor: Ingo R. Homann, Gerhard Bloch ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Damit eigene Objekte als Schluessel in einer Hashtable/HashMap funktionieren, muessen zwei Bedingungen erfuellt sein: 1. Wenn man die equals-Methode einer Klasse überschreibt, sollte man beachten, dass man auch die hashCode-Methode überschreiben muß! 2. Nichts, was equals-Vergleiche beeinflusst, darf geaendert werden, waehrend das Objekt in einer Hashtable/HashMap ist! Insbesondere darf sich der Hashcode nicht aendern. Man muss sicherstellen, dass Objekte, die laut der equals-Methode gleich sind, auch einen identischen Hashcode haben müssen. Der Umkehr-Schluss, dass ungleiche Objekte (bei denen equals false liefert) zwangsläufig auch unterschiedliche Hashcodes haben müßen, gilt nicht. Trotzdem sollte man als Programmierer versuchen, möglichst darauf hinzuarbeiten (und keineswegs z.B. für alle Objekte einen gleichen, konstanten Hashcode liefern!), damit die Implementierungen von Hashtable und HashMap effizient arbeiten können. Als Folge dieser Forderung sollten zur Berechnung des Hashcode genau die Attributwerte einbezogen werden, die auch zur equals-Bestimmung verwendet werden, insbesondere aber keine anderen Werte! Die Forderung kann auch so formuliert werden: a.equals(b) => (a.hashCode() == b.hashCode()) oder (a.hashCode() != b.hashCode()) => !a.equals(b) Eine Hashtable funktioniert vereinfacht folgendermassen: Die Schluessel-Wert-Paare werden beim Einfuegen in Buckets ("Eimer") verteilt. Dabei entscheidet der Hashcode des Schluessels, in welchen Bucket er kommt. Beim Suchen wird anhand des Hashcodes des Suchschluessels der Bucket ermittelt, in dem das gesuchte Objekt liegen muss. So können (außer in ungünstigen Fällen) fast alle Schluessel der Tabelle ausgeschlossen werden, der Suchschluessel muss nur noch innerhalb des Buckets gesucht werden; falls er (genauer: ein Schluessel, dessen equals-Vergleich mit dem Suchschluessel true ergibt) dort gefunden wird , wird der Wert zurueckgegeben. Dies funktioniert deshalb, weil aufgrund der obigen Forderung nur diejenigen Objekte uebereinstimmen koennen, die auch im Hashcode uebereinstimmen (equals => gleicher Hashcode). Ein Problem ergibt sich, wenn nach dem Einfuegen ein Schluessel geaendert wird. Da sich dadurch auch dessen Hashcode (mit ziemlicher Sicherheit) aendert, liegt er nun im falschen Bucket. Die Hashtable bekommt von der Aenderung ja nichts mit! Deshalb ist zu beachten, dass sich Schluessel nicht aendern, solange sie in einer Hashtable verwendet werden. Sichergestellt werden kann dies nur durch immutalbe Objekte (siehe 3.10.7). Beispiel fuer das richtige Ueberschreiben von hashCode: public class Name { private static int zaehler= 0; private String vorname private String nachname; private final int id = zaehler++; public Name(String vorname, String nachname) { this.vorname = vorname; this.nachname = nachname; } public boolean equals(Object o) { // die id ist nur fuer interne Zwecke und hat keinen Einfluss // auf Gleichheit if(o instanceof Name) { Name n = (Name)o; return vorname.equals(n.vorname) && nachname.equals(n.nachname); } else { return false; } } public int hashCode() { // Es werden genau die Werte einbezogen, die auch in der // equals-Methode verwendet werden int result = 17; result = 37*result + vorname.hashCode(); result = 37*result + nachname.hashCode(); return result; } } 3.1.7. Was bedeutet das Schlüsselwort final? Orginalautor: Markus Reitz Autor: Paul Ebermann ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Klassen oder Methoden, die das Schlüsselwort final tragen, können nicht mehr überschrieben werden, wenn von dieser Klasse abgeleitet wird. Die Verwendung dieses Schlüsselwortes bietet sich aus zwei Gründen an: - Realisierung von Sicherheitsmaßnahmen - Codeoptimierung Sicherheitsmaßnahmen werden realisiert, weil es nicht möglich ist, die Bedeutung der Methode in abgeleiteten Klassen zu verändern und damit bestehende Konzepte zu durchbrechen. Codeoptimierung deshalb, weil der Compiler nun davon ausgehen kann, daß sich an den Methoden nichts mehr ändern wird und deshalb elegantere Codeoptimierungen möglich sind. In Anbetracht der Tatsache, daß final-Methoden nicht mehr verändert werden können, muß man sich beim Programmentwurf sehr sicher sein, daß das Feature des Überschreibens definitiv nicht für diese Methode benötigt wird, ansonsten kann es bei Verbesserungen des Codes zu Problemen kommen. Wenn Variablen mit dem Schlüsselwort final deklariert werden, hat das zur Folge, dass ihr Wert nur einmal zugewiesen (initialisiert) und dann nicht mehr verändert werden kann. Wenn der Compiler das nicht nachweisen kann, gibt es einen Fehler. * Bei Exemplarvariablen kann die Zuweisung direkt in der Deklaration, in einem Initialisierungsblock oder in (dann allen) Konstruktoren erfolgen. Bei Klassenvariablen kann die Zuweisung direkt in der Deklaration oder in einem Klassen-Initialisierungsblock erfolgen. * Bei lokalen Variablen muss die Zuweisung in der Deklaration oder irgendwo später im Code, jedenfalls vor dem ersten Lese-Zugriff erfolgen. * Bei Methoden- oder Konstruktor-Parametern mit final kann keine Zuweisung erfolgen. 3.1.8. Warum wird der dynamische Parametertyp bei überladenen Funktionen nicht beachtet? Autor: Uwe Günther, Erwin Hoffmann, Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dies ist ein korrektes Verhalten gemäß der Java-Sprachspezifikation! Die Entscheidung, welche überladene Methode bei der Übergabe eines bestimmten Parameters auszuwählen ist, wird nicht anhand des Typs des an die Methode übergebenen Objekts getroffen, sondern anhand des Typs der Referenz, die auf das übergebene Objekt verweist. Diese Entscheidung wird vom Compiler getroffen. Hier muss also zur Compilezeit entschieden werden, welche Methode aufgerufen werden soll. Der Compiler kann sich nur auf den Referenztyp beziehen, weil der Objekttyp nur dynamisch zur Laufzeit eines Programms festgestellt werden kann. Das Ganze demonstriert ein Beispielprogramm: public class BasisKlasse {} public class AbgeleiteteKlasse extends BasisKlasse {} public class Test { public static void methode(BasisKlasse eineKlasse) { System.out.println("Methode mit BasisKlasse!"); } public static void methode(AbgeleiteteKlasse eineKlasse) { System.out.println("Methode mit AbgeleiteteKlasse!"); } public static void testMethode(BasisKlasse a) { if (a instanceof AbgeleiteteKlasse) { System.out.print("Abgeleitet: "); } else { System.out.print("Basis: "); } //Welche Methode wird jetzt gerufen? methode(a); } public static void main (String[] params) { BasisKlasse a = new BasisKlasse(); AbgeleiteteKlasse b = new AbgeleiteteKlasse(); testMethode(a); testMethode(b); } } Das Programm erzeugt folgende Ausgabe: Basis: Methode mit BasisKlasse! Abgeleitet: Methode mit BasisKlasse! 3.1.9. Was bedeutet super()? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Werden Ableitungen von Klassen gebildet und dabei Funktionen redefiniert (überschrieben), so ist es in vielen Fällen nötig, auf die Funktionalität der Basisklasse zurückzugreifen. Mit super.methode() teilt man mit, daß man die Methode der Basisklasse und nicht die Methode der aktuellen Klasse benutzen will. Innerhalb eines Konstruktors ist es möglich mit super() den Konstruktor der Basisklasse aufzurufen. Findet im Konstruktor kein expliziter Aufruf mit super() statt, so wird automatisch der parameterlose Konstruktor (Standardkonstruktor) der Basisklasse aufgerufen. 3.1.10. Was sind anonyme Arrays? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~ [ERROR] - Fragen zu Fehlermeldungen. [OT] - Alles was hochgrading off-topic ist und nicht direct mit Java zu tun hat. ;-) Tags "nicht"-Fragen: [INFO] - Allgemeine Informationen, z.B. Links auf Webseiten [DISCUSSION] - Diskussion zu einem Java-spezifischen Thema [ANNOUNCE] - Vorstellung neuer Software [PROST] - Darf nur von Regulars verwendet werden, die wissen was sie tun. ;-) 1.6. Ich bekam als Antwort auf meine Frage eine seltsame Buchstaben- kombination zugeschickt. Was ist das und wie kann ich es lesen? Autor: Stephan Menzel -------------------------------------------------------------------- Diese Kombination ist eine sogenannte Message-ID und bezeichnet einen Usenetartikel eindeutig. Vorgehensweise bei Message-ID-Angaben: (a) man hat einen Newsreader, der damit umgehen kann: - einfach draufklicken. (b) Wenn man Opera ab Version 6 verwendet, kann man in der Adressleiste einfach "r msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de" eingeben und gelangt zur entsprechenden Seite von Google Groups. (c) ansonsten: http://groups.google.com, dann msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de eingeben. (d) Wenn man gerne URLs bastelt: http://groups.google.com/groups?q=msgid:a2kpac.14g.1@aljoscha-rittner.de (e) oder http://groups.google.com/advanced_group_search dann Msg-ID bei "Beitrags-ID" eingeben. 2. Was man über Java wissen sollte ================================== 2.1. Was ist Java Autor: Markus Reitz ------------------------ Zuersteinmal: Java ist nicht JavaScript. JavaScript ist eine Sprache, die federführend von der Firma Netscape entwickelt wurde, um die Inhalte von Webseiten dynamischer und interaktiver zu gestalten. JavaScript-Programme werden in den HTML-Quelltext der Seite eingebettet und vom Browser interpretiert und ausgeführt. Zwar macht JavaScript viele Anleihen bei Java, ist aber bei weitem nicht so flexibel. Die deutsche Newsgroup zu JavaScript findet man unter: <news:de.comp.lang.javascript> Die Website von de.comp.lang.javascript ist unter folgendem Link zu finden: <URL:http://www.dcljs.de/> Java wurde von der Firma SUN Microsystems mit dem Ziel entwickelt, eine moderne, objektorientierte Sprache zu schaffen. Durch das Ziel der Plattformunabhängigkeit ist Java vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung von Web-Applikationen im Internet eine der am häufigsten verwendeten Sprachen. Doch Java beschränkt sich nicht nur auf das Erstellen von Effekten für die Webseite, Java ist eine ausgewachsene Programmiersprache, mit der man alle anstehenden Probleme lösen kann. Die Syntax der Sprache ist an die von C++ angelehnt, Schlüsselwörter sind verändert bzw. in der Bedeutung erweitert worden, bestimmte Features von C++ wurden zugunsten der Übersichtlichkeit bzw. Sicherheit nicht in Java verwendet. Java Programme liegen im sogenannten Bytecode vor, der Maschinencode für einen fiktiven Prozessor, der von der VM, der virtuellen Maschine, ausgeführt wird. Durch die Verwendung des Bytecodes wird die Plattformunabhängigkeit von Java garantiert - dieser Vorteil wird aber durch die, im Vergleich zu anderen Sprachen wie C++, wesentlich langsamere Ausführungsgeschwindigkeit bezahlt. 2.2. Verwandtschaft von Java mit anderen Sprachen? Autor: Markus Reitz ------------------------------------------------- Java bietet eine Reihe von neuen Features, orientiert sich aber auch an etablierten Sprachen wie C++, Smalltalk oder Objective-C. Prinzipien aus diesen Sprachen wurden übernommen und teilweise erweitert. Die folgende Tabelle gibt einen kleinen Überblick über Features von Java, die aus anderen Sprachen quasi "entliehen" wurden. |-----|-----------|-------------| | C++ | Smalltalk | Objective-C | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Primitive Datentypen | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Universelle Basisklasse Object | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Garbage Collection | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Konstruktoren | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Statische Typen | * | | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Bibliothek von Standardklassen | | * | | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| | Interfaces | | | * | |--------------------------------|-----|-----------|-------------| Im Vergleich zu C++ besitzt Java folgende Unterschiede: - noch keine Templates - keine Operatorenüberladung - kein prozeduraler Overhead - keine Mehrfachvererbung von Klassen 2.3. WebBrowser und Java Autor: Markus Reitz ------------------------ Java zählt immer noch zu den jüngeren Programmiersprachen und die Entwicklung verläuft in manchen Bereichen noch mit hoher Geschwindigkeit. Insbesondere Zusatz-APIs findet man inzwischen wie Sand am Meer und praktisch jede neue Version des JDK bietet Verbesserungen oder Erweiterungen der bestehenden APIs. Dies wird insbesondere dann problematisch, wenn man Java-Applets schreiben möchte, die in den bekannten Web-Browsern von Netscape oder Microsoft laufen sollen. Häufig werden aktuelle Features nur unzureichend oder gar nicht unterstützt. Deshalb sollte man folgendes beachten: - Ältere Webbrowser unterstützen (im günstigsten Fall) nur die Version 1.0 der Sprache - Neuere Webbrowser unterstützen zumindest teilweise die Sprachversion 1.1 (Netscape ab Version 4.04-J2, Microsoft Internet-Explorer ab Version 4.0) Um eine möglichst große Anzahl an Plattformen bedienen zu können, muß man sich also am besten auf Features der Sprache beschränken, die schon in der UrVersion vorhanden waren. Bei neueren Features läuft man Gefahr, daß Besitzer älterer Browser ausgeschlossen werden. Eine andere Alternative bietet die Verwendung des von SUN erhältlichen Java-Plug-In's. Dadurch werden ältere Browserversionen mit den Features der aktuellen Java-Version aufgerüstet, wodurch es dann sogar möglich wird, Java 2 - Programme in Browsern ablaufen zu lassen, obwohl diese die neueste Version ursprünglich noch gar nicht unterstützen. Das Plug-In ist auf der Homepage von SUN erhältlich, problematisch ist allerdings die Größe. Es ist daher fraglich, ob Benutzer bereit sind, sich wegen eines kleinen Homepage-Effektes ein großes Plug-In herunterzuladen. Sinn macht das Plug-In daher nur bei wirklich größeren Programmen oder bei Programmen, die für den Einsatz im Intranet ausgerichtet sind. 2.4. Erste Schritte in Java Autor: Markus Reitz --------------------------- Erfahrungen mit der Sprache Java zu sammeln ist nicht schwer. Sofern man einen Internetzugang hat, kann man sich die Sprachdefinition, Compiler etc. direkt von SUN besorgen. Es empfiehlt sich die Verwendung der Java-Implementierung von SUN, denn diese ist die Referenz für alle anderen Implementierungen und normalerweise die, die sich am aktuellsten Sprachstandard orientiert. Lösungen von Microsoft oder Symantec haben den Nachteil, daß Features modifiziert oder gar nicht implementiert werden oder Fähigkeiten hinzukommen, die der ursprünglichen Sprachimplementation fehlen. Außerdem bietet das JDK (Java Development Kit) von SUN den Vorteil, daß es kostenlos verfügbar ist. Nachteil: Compiler und Tools arbeiten kommandozeilenorientiert, d.h. man schreibt den Quellcode mit einem beliebigen Editor, speichert die Datei und führt dann den Compiler aus. Bei Fehlern lädt man die Datei, korrigiert den Fehler und das ganze Spiel beginnt von vorne. Abhilfe schaffen IDEs (Integrated Development Environment), die das JDK steuern und Fehler und andere Meldungen direkt anzeigen, ohne daß der Quelltexteditor verlassen werden muß. Ein weiterer Vorteil von IDEs ist das Feature Syntax Highlighting, das die Schlüsselwörter der Sprache farblich hervorhebt und dadurch die Übersichtlichkeit steigert. Bezugsquelle für das JDK: <URL:http://www.java.sun.com/j2se/> 2.5. Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( Autor: Hubert Partl ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Newbie: Ich habe das HelloWorld-Programm aus meinem Java-Buch abgeschrieben, aber es funktioniert nicht. :-( Oldie: Das ist schon richtig :-) so, das HelloWorld-Beispiel dient dazu, dass Du die typischen Anfaenger-Fehler kennenlernst und in Zukunft vermeiden kannst. In diesem Fall kann ich nur raten: Du hast wahrscheinlich einen der folgenden typischen Newbie-Fehler gemacht: * Du hast das Programm nicht genau genug abgeschrieben (Tippfehler, Gross-Kleinschreibung, Sonderzeichen, Leerstellen), lies doch die Fehlermeldungen und Korrekturhinweise, die der Compiler Dir gibt. * Du hast das Programm nicht unter dem richtigen Filenamen abgespeichert. Wenn die Klasse HelloWorld heisst, muss das File HelloWorld.java heissen, nicht helloworld.java und auch nicht HelloWorld.java.txt, im letzteren Fall versuch es mit notepad "HelloWorld.java" * Du hast beim Compiler nicht den kompletten Filenamen mit der Extension angegeben (wieder mit der richtigen Gross-Kleinschreibung): javac HelloWorld.java * Du hast bei der Ausfuehrung nicht den Klassennamen ohne die Extension angegeben (wieder mit der richtigen Gross-Kleinschreibung): java HelloWorld * In der Umgebungsvariable PATH ist das Directory, in dem sich die JDK-Software befindet, nicht neben den anderen Software-Directories enthalten, versuch set PATH=%PATH%;C:\jdk1.2\bin oder wie immer das auf Deinem Rechner heissen muss. * Die Umgebungsvariable CLASSPATH ist (auf einen falschen Wert) gesetzt. Diese Variable sollte ueberhaupt nicht gesetzt sein, nur in seltenen Spezialfaellen und dann so, dass sie sowohl die Stellen enthaelt, wo die Java-Klassenbibliotheken liegen, als auch den Punkt fuer das jeweils aktuelle Directory. * Du hast den Compiler nicht in dem Directory bzw. Folder aufgerufen, in dem Du das Java-File gespeichert hast. * Du hast ein Applet als Applikation aufgerufen, oder umgekehrt. Applikatonen, die eine main-Methode enthalten, musst Du mit java Classname aufrufen. Applets, die ein "extends Applet" oder "extends JApplet" enthalten, musst Du innerhalb eines geeigneten HTML-Files mit appletviewer xxxxx.html oder mit Netscape oder Internet-Explorer aufrufen. Mehr darueber findest Du in meiner Java-Einfuehrung auf <URL:http://www.boku.ac.at/javaeinf/jein1.html#software> Aehnliche Hinweise findest Du im Java Glossary von Roedy Green auf <URL:http://mindprod.com/gloss.html> 3. Häufig gepostete Fragen ========================== 3.1. [LANG] - Frage bezüglich der Sprache Java. ----------------------------------------------- 3.1.1. Gibt es in Java keine Zeiger wie in C++? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Im Prinzip gibt es ein Konstrukt, das den Zeigern anderer Programmiersprachen, wie zum Beispiel C++, sehr ähnlich ist: die sogenannten Referenzen. Referenzen können, im Vergleich zu Zeigern in C++, nicht manipuliert werden; die sogenannte Zeigerarithmetik, bei der man Zeiger auf beliebige Speicherinhalte zeigen lassen kann, wurde aus Sicherheitsgründen nicht in Java übernommen. Der Inhalt einer Referenz kann einer anderen Referenz zugewiesen werden, Referenzen können miteinander verglichen werden. Wird in Java eine Objektvariable angelegt, so ist dies nichts weiter als ein Speicherplatz für eine Referenz für ein Objekt des angegebenen Typs. Der new-Operator erzeugt das eigentliche Objekt und liefert die Referenz darauf zurück, die dann in der Objektvariablen gespeichert wird. 3.1.2. Warum ist Referenz nicht gleich Referenz? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Problem: public class Test { public static void main (String[] args) { String a = "A"; String x = a; System.out.println(x); a = "B"; System.out.println(x); } } Die Ausgabe sollte doch eigentlich so aussehen: A B Denn die Variable x speichert doch eine Referenz auf den String a! Im ersten Fall hat a den Wert A und damit auch x, das ja auf diesen String verweist. Im zweiten Fall wird a geändert und damit müßte sich doch auch eigentlich der Wert von x ändern, weil x auf a verweist. Die Ausgabe, die das Programm liefert, ist jedoch: A A was eigentlich nicht in das Bild einer normalen Referenz passt. Ursache: Der Fehler liegt darin begründet, daß a nicht der eigentliche String ist, sondern nur eine Referenz auf diesen String. Durch x = a referenzieren beide Variablen den selben String und durch a = "B" verweist a auf einen anderen neuen String mit dem Wert B. Dies ändert jedoch nichts an der Referenz, die in x gespeichert ist. Somit ist die Ausgabe völlig korrekt. 3.1.3. Wie werden in Java Funktionsparamter übergeben, by value oder by reference? Autor: Paul Ebermann ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Java kennt (genauso wie C, aber im Gegensatz zu etwa Pascal) kein "Call by Reference". Wenn Objekte als Parameter verwendet werden, wird eben die Referenz "by Value" übergeben. Somit kann man zwar das Objekt (so es veränderbar ist) verändern, aber nicht die originale Variable, die als Parameter verwendet wurde. Beispiel für Call by Reference: (Pascal - [Syntax bestimmt nicht korrekt]) program ReferenzTest(input, output); var x, y : integer; procedure swap (var a: integer; var b: integer); var h : Integer; begin h := a; a := b; b := h; end; begin x := 1; y := 2; swap(x,y); writeLn('x = ', x, ', y = ', y , '.'); end. Das Programm gibt am Ende x = 2 und y = 1 aus. In Java geht das nicht: package de.dclj.faq; class CallByReferenceTest { static void swap (int a, int b) { int h = a; a = b; b = h; } public static void main(String[] test) { int x = 1; int y = 2; swap(x,y); System.out.println("x = " + x + ", y = " + y); } } Zur Call-by-Reference-Simulation bietet sich die Verwendung von Arrays an - da diese Objekte sind, wird ja nur die Referenz übergeben. class CallByReferenceSimulation { static void swap(int[] a, int[] b) { int h = a[0]; a[0] = b[0]; b[0] = h; } public static void main(String[] test) { int[] x = {1}; int[] y = {2}; swap(x,y); System.out.println("x = " + x[0] + ", y = " + y[0]); } } Einen etwas anderen Blickwinkel zu diesem Thema bietet die Webseite: <URL: http://purl.net/stefan_ram/pub/java_referenzvariablen_als_argument_de> 3.1.4. Warum gibt es in Java keine Destruktoren wie in C++? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In Java hat der Programmierer unter normalen Umständen keinen direkten Einfluß darauf, wann Objekte aus dem Speicher entfernt werden. So ist es unter anderem nicht möglich, ein Objekt per Befehl aus dem Speicher zu löschen. Dies erledigt der sogenannte Garbage-Collector, der Objekte aus dem Speicher entfernt, auf die keine Referenz mehr verweist. Dadurch wird verhindert, daß der Programmierer mehr oder minder mutwillig Speicherfehler erzeugen kann, die das Programm zum Absturz bringen könnten. Wann die Entfernung aus dem Speicher erfolgt, liegt im Ermessen des Computers. Es gibt also keinen definierten Zeitpunkt, wann ein Objekt nicht mehr existiert und deshalb ist es in den meisten Fällen nicht sinnvoll, Operationen zu definieren, die beim Löschen des Objektes ausgeführt werden. Man könnte (ungültige) Annahmen voraussetzen - zum Beispiel bei verketteten Listen, daß das Nachfolgerelement noch existiert, obwohl dies gar nicht der Fall ist - und damit Fehler verursachen. Destruktoren wie in C++ existieren deshalb nicht. Ist es aus irgendeinem dringenden Grund dennoch nötig, Operationen beim Löschen des Objektes auszuführen, so kann man eine Methode finalize definieren, die bei der Speicherbereinigung abgearbeitet wird. Wobei nicht garantiert wird die finalize methode überhaupt von der JVM abgearbeitet wird. 3.1.5. Warum funktioniert die equals Methode nicht? Autor: Markus Reitz Autor: Martin Erren ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Problem 1: Man hat eine eigene Klasse entworfen und möchte nun testen, ob zwei Objekte gleich sind. Fein, denkt man sich, dafür bietet die Klasse Object ja die Methode equals(Object obj). Doch das Programm mit Verwendung der equals(Object obj) Methode wird zwar korrekt übersetzt, der Vergleich funktioniert jedoch nicht so, wie er eigentlich sollte. Per Default sagt equals(), dass es sich um die selbe Instanz einer Klasse handelt: public class Object { ... public boolean equals(Object other) { return this == other; } ... } Lösung 1: Die Methode equals(Object obj) muß für jede Klasse neu überschrieben werden. Schließlich kann man nicht in allgemeiner Weise die Gleichheit zweier Objekte einer Klasse spezifizieren. Das ist insbesondere dann wichtig falls die Objekte in einer Set oder als Keys für eine Map verwendet werden. Dann muss allerdings auch die Methode hashCode() überschrieben werden. Siehe dazu auch die nächste Frage in dieser FAQ! Dazu sollte man sich auf alle Fälle in der JavaDoc zu Object, speziell die Methoden hashCode() und equals(Object obj) ansehen: <URL:http://java.sun.com/j2se/1.4/docs/api/java/lang/Object.html> Für Strings beispielsweise sind equals() und hashCode() bereits überschrieben. So dass String-Objekte als Keys verwandt werden können. Problem 2: public class Test { private int a; private int b; public Test (int a , int b) { this.a = a; this.b = b; } public boolean equals(Test other) { return (this.a == other.a) && (this.b == other.b); } } Verwendet man nun Objekte dieser Klasse in Containerklassen und hier insbesondere Methoden, die auf die Methode equals des Objekts zurückgreifen, so funktioniert dies nicht. Der Grund liegt in der falschen Signatur der Methode equals. Der Parameter muß vom Typ Object sein und nicht vom Typ der Klasse, zu dem die Methode gehört. Ansonsten existieren für die Klasse Test zwei Versionen der equals Methode: Eine, die von der Klasse Object geerbt wurde und die als Parametertyp auch Object besitzt und als zweite die oben definierte. Containerklassen verwenden aber die erste und da diese nicht verändert wurde, wird nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Lösung 2: public class Test { private int a; private int b; public void Test (int a , int b) { this.a = a; this.b = b; } //Die hash-Funktion ist aus dem Buch "Effective Java" von //Joshua Bloch. public int hashCode() { int result = 17; result = 37*result + this.a; result = 37*result + this.b; return result; } public boolean equals(Object obj) { //Für eine bessere Performance. if (this == obj) { return true; } //Wenn (obj == null) dann gibt instanceof false zurück //Siehe JLS 15.20.2 if (!(obj instanceof Test)) { return false; } Test other = (Test)obj; return (this.a == other.a) && (this.b == other.b); } } 3.1.6. Wenn ich eigene Objekte mit einer Hashtable/HashMap verwalte, kommt es zu sonderbaren Effekten. Wieso? Autor: Ingo R. Homann, Gerhard Bloch ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Damit eigene Objekte als Schluessel in einer Hashtable/HashMap funktionieren, muessen zwei Bedingungen erfuellt sein: 1. Wenn man die equals-Methode einer Klasse überschreibt, sollte man beachten, dass man auch die hashCode-Methode überschreiben muß! 2. Nichts, was equals-Vergleiche beeinflusst, darf geaendert werden, waehrend das Objekt in einer Hashtable/HashMap ist! Insbesondere darf sich der Hashcode nicht aendern. Man muss sicherstellen, dass Objekte, die laut der equals-Methode gleich sind, auch einen identischen Hashcode haben müssen. Der Umkehr-Schluss, dass ungleiche Objekte (bei denen equals false liefert) zwangsläufig auch unterschiedliche Hashcodes haben müßen, gilt nicht. Trotzdem sollte man als Programmierer versuchen, möglichst darauf hinzuarbeiten (und keineswegs z.B. für alle Objekte einen gleichen, konstanten Hashcode liefern!), damit die Implementierungen von Hashtable und HashMap effizient arbeiten können. Als Folge dieser Forderung sollten zur Berechnung des Hashcode genau die Attributwerte einbezogen werden, die auch zur equals-Bestimmung verwendet werden, insbesondere aber keine anderen Werte! Die Forderung kann auch so formuliert werden: a.equals(b) => (a.hashCode() == b.hashCode()) oder (a.hashCode() != b.hashCode()) => !a.equals(b) Eine Hashtable funktioniert vereinfacht folgendermassen: Die Schluessel-Wert-Paare werden beim Einfuegen in Buckets ("Eimer") verteilt. Dabei entscheidet der Hashcode des Schluessels, in welchen Bucket er kommt. Beim Suchen wird anhand des Hashcodes des Suchschluessels der Bucket ermittelt, in dem das gesuchte Objekt liegen muss. So können (außer in ungünstigen Fällen) fast alle Schluessel der Tabelle ausgeschlossen werden, der Suchschluessel muss nur noch innerhalb des Buckets gesucht werden; falls er (genauer: ein Schluessel, dessen equals-Vergleich mit dem Suchschluessel true ergibt) dort gefunden wird , wird der Wert zurueckgegeben. Dies funktioniert deshalb, weil aufgrund der obigen Forderung nur diejenigen Objekte uebereinstimmen koennen, die auch im Hashcode uebereinstimmen (equals => gleicher Hashcode). Ein Problem ergibt sich, wenn nach dem Einfuegen ein Schluessel geaendert wird. Da sich dadurch auch dessen Hashcode (mit ziemlicher Sicherheit) aendert, liegt er nun im falschen Bucket. Die Hashtable bekommt von der Aenderung ja nichts mit! Deshalb ist zu beachten, dass sich Schluessel nicht aendern, solange sie in einer Hashtable verwendet werden. Sichergestellt werden kann dies nur durch immutalbe Objekte (siehe 3.10.7). Beispiel fuer das richtige Ueberschreiben von hashCode: public class Name { private static int zaehler= 0; private String vorname private String nachname; private final int id = zaehler++; public Name(String vorname, String nachname) { this.vorname = vorname; this.nachname = nachname; } public boolean equals(Object o) { // die id ist nur fuer interne Zwecke und hat keinen Einfluss // auf Gleichheit if(o instanceof Name) { Name n = (Name)o; return vorname.equals(n.vorname) && nachname.equals(n.nachname); } else { return false; } } public int hashCode() { // Es werden genau die Werte einbezogen, die auch in der // equals-Methode verwendet werden int result = 17; result = 37*result + vorname.hashCode(); result = 37*result + nachname.hashCode(); return result; } } 3.1.7. Was bedeutet das Schlüsselwort final? Orginalautor: Markus Reitz Autor: Paul Ebermann ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Klassen oder Methoden, die das Schlüsselwort final tragen, können nicht mehr überschrieben werden, wenn von dieser Klasse abgeleitet wird. Die Verwendung dieses Schlüsselwortes bietet sich aus zwei Gründen an: - Realisierung von Sicherheitsmaßnahmen - Codeoptimierung Sicherheitsmaßnahmen werden realisiert, weil es nicht möglich ist, die Bedeutung der Methode in abgeleiteten Klassen zu verändern und damit bestehende Konzepte zu durchbrechen. Codeoptimierung deshalb, weil der Compiler nun davon ausgehen kann, daß sich an den Methoden nichts mehr ändern wird und deshalb elegantere Codeoptimierungen möglich sind. In Anbetracht der Tatsache, daß final-Methoden nicht mehr verändert werden können, muß man sich beim Programmentwurf sehr sicher sein, daß das Feature des Überschreibens definitiv nicht für diese Methode benötigt wird, ansonsten kann es bei Verbesserungen des Codes zu Problemen kommen. Wenn Variablen mit dem Schlüsselwort final deklariert werden, hat das zur Folge, dass ihr Wert nur einmal zugewiesen (initialisiert) und dann nicht mehr verändert werden kann. Wenn der Compiler das nicht nachweisen kann, gibt es einen Fehler. * Bei Exemplarvariablen kann die Zuweisung direkt in der Deklaration, in einem Initialisierungsblock oder in (dann allen) Konstruktoren erfolgen. Bei Klassenvariablen kann die Zuweisung direkt in der Deklaration oder in einem Klassen-Initialisierungsblock erfolgen. * Bei lokalen Variablen muss die Zuweisung in der Deklaration oder irgendwo später im Code, jedenfalls vor dem ersten Lese-Zugriff erfolgen. * Bei Methoden- oder Konstruktor-Parametern mit final kann keine Zuweisung erfolgen. 3.1.8. Warum wird der dynamische Parametertyp bei überladenen Funktionen nicht beachtet? Autor: Uwe Günther, Erwin Hoffmann, Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dies ist ein korrektes Verhalten gemäß der Java-Sprachspezifikation! Die Entscheidung, welche überladene Methode bei der Übergabe eines bestimmten Parameters auszuwählen ist, wird nicht anhand des Typs des an die Methode übergebenen Objekts getroffen, sondern anhand des Typs der Referenz, die auf das übergebene Objekt verweist. Diese Entscheidung wird vom Compiler getroffen. Hier muss also zur Compilezeit entschieden werden, welche Methode aufgerufen werden soll. Der Compiler kann sich nur auf den Referenztyp beziehen, weil der Objekttyp nur dynamisch zur Laufzeit eines Programms festgestellt werden kann. Das Ganze demonstriert ein Beispielprogramm: public class BasisKlasse {} public class AbgeleiteteKlasse extends BasisKlasse {} public class Test { public static void methode(BasisKlasse eineKlasse) { System.out.println("Methode mit BasisKlasse!"); } public static void methode(AbgeleiteteKlasse eineKlasse) { System.out.println("Methode mit AbgeleiteteKlasse!"); } public static void testMethode(BasisKlasse a) { if (a instanceof AbgeleiteteKlasse) { System.out.print("Abgeleitet: "); } else { System.out.print("Basis: "); } //Welche Methode wird jetzt gerufen? methode(a); } public static void main (String[] params) { BasisKlasse a = new BasisKlasse(); AbgeleiteteKlasse b = new AbgeleiteteKlasse(); testMethode(a); testMethode(b); } } Das Programm erzeugt folgende Ausgabe: Basis: Methode mit BasisKlasse! Abgeleitet: Methode mit BasisKlasse! 3.1.9. Was bedeutet super()? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Werden Ableitungen von Klassen gebildet und dabei Funktionen redefiniert (überschrieben), so ist es in vielen Fällen nötig, auf die Funktionalität der Basisklasse zurückzugreifen. Mit super.methode() teilt man mit, daß man die Methode der Basisklasse und nicht die Methode der aktuellen Klasse benutzen will. Innerhalb eines Konstruktors ist es möglich mit super() den Konstruktor der Basisklasse aufzurufen. Findet im Konstruktor kein expliziter Aufruf mit super() statt, so wird automatisch der parameterlose Konstruktor (Standardkonstruktor) der Basisklasse aufgerufen. 3.1.10. Was sind anonyme Arrays? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ab Java 1.1 ist folgender Code gültig: int i[]; i = new int[] {1, 2, 3}; Es ist jetzt also möglich, Arrays auch außerhalb der Definition mit den gewünschten Werten zu initialisieren, indem man mit {...} einfach die Werte angibt, die das neue Array tragen soll. 3.1.11. Gibt es in Java einen Prä-Prozessor wie in C++? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Nein. In C++ existiert der sogenannte Prä-Prozessor, der es mit bestimmten Kommandos erlaubt, Teile des Codes zu übersetzen und andere Teile bei der Übersetzung zu überspringen. Unter Umständen wäre es hilfreich, wenn auch Java eine solche Möglichkeit der Compilationssteuerung zulassen würde, doch einen Prä-Prozessor gibt es hier nicht. Man kann dies aber, zumindest ansatzweise, mit if-Statements nachbilden. Dazu definiert man eine boolesche Variable DEBUG und in Abhängigkeit von dieser Variablen sollen bestimmte Codeteile ausgeführt werden, andere dagegen nicht. public class Test { final static boolean DEBUG = true; public static void main (String[] params) { int i = 12; if (DEBUG) { System.out.println("Der Wert von i ist " + i); } } } Verwendet man nun noch Optimierer, die unbenutzten Code aus den Klassendateien entfernen, so hat man im Prinzip ein ähnliches Verhalten wie beim Prä-Prozessor von C++. In diesem Zusammenhang ist es noch erwähnenswert, daß das Verfahren nur bei der if-Abfrage möglich ist, denn das Java-System prüft normalerweise darauf, ob Codezeilen erreicht werden können oder nicht und gibt gegebenenfalls Fehlermeldungen aus. Das if-Statement ist jedoch wie oben beschrieben erweitert worden, um das gewünschte Verhalten simulieren zu können. Dahingegen wird folgender Code mit einer Fehlermeldung quittiert: public class Test { final static boolean DEBUG = true; public static void main (String[] params) { int i = 12; while (DEBUG) { System.out.println("Der Wert von i ist " + i); } } } Denn es würde sich je nach Zustand von DEBUG eine Endlosschleife ergeben. 3.1.12. Existiert der const Modifizierer von C++ auch in Java? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ C++ kennt das Schlüsselwort const, das es erlaubt, konstante Objekte zu definieren, deren Wert man nicht ändern kann. Auf ein solches Objekt kann man nur Methoden anwenden, die ebenfalls als const definiert sind, die also die Daten des Objektes nicht ändern können. Ab Java 1.1 können Argumente mit dem Modifizierer final als konstant definiert werden. Bei einer Objektreferenz bedeutet dies allerdings nur, daß die Referenz konstant bleibt, nicht aber das Objekt, auf das die Referenz verweist. Da Java den Modifizierer const nicht kennt, ist es aber trotzdem recht einfach möglich, diesen nachzubilden. Alles, was man dazu braucht, ist ein Interface, das die konstanten Methoden enthält, die das Objekt nicht ändern können. Will man nun ein konstantes Objekt zurückgeben oder erzeugen, dann gibt man einfach eine Referenz vom Typ des Interfaces zurück und schon hat man das Gewünschte erzielt. Folgendes Beispiel soll das Ganze etwas verdeutlichen: interface KonstanterTyp { public int get(); } public class NichtKonstanterTyp implements KonstanterTyp { int i; public void set(int i) { this.i = i; } public int get() { return this.i; } } Ein konstantes Object wird dann durch KonstanterTyp A = new NichtKonstanterTyp(); erzeugt. Anmerkung: Im Prinzip wird hier durch das Interface eine Art Untermenge der Klasse NichtKonstanterTyp definiert. Bei C++ läuft dieser Prozeß im Prinzip auch so ab, nur wird hier vom Compiler automatisch diese Untermenge durch den Modifizierer const erzeugt und der Programmierer muß sich hierum nicht kümmern. In Java muß man diesen Prozeß selbst durchführen. 3.1.13. Wie kann man Referenzen von Übergabeparametern ändern? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Von Sprachen wie C++ oder Pascal kennt man die Möglichkeit, Referenzen, die an die Methode übergeben werden, innerhalb der Methode zu ändern, an die sie übergeben wurden, wodurch nach dem Aufruf der Methode die Referenzen auf andere Objekte verweisen. In Java gibt es zwei Möglichkeiten, diesen Effekt zu erreichen: - Einführen einer weiteren Ebene mit Wrapper-Klassen, die spezielle Referenzen zur Verfügung stellen. - Verwendung von eindimensionalen, einelementigen Arrays. Der erste Punkt dürfte klar sein, jedoch steht der Aufwand erst dann in einem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis, wenn diese Art der Parametermodifikation öfter innerhalb des Programms vorkommt, denn ansonsten lohnt sich das Design einer speziellen Klasse nicht unbedingt. Den zweiten Weg verdeutlicht das folgende Programm: public class Test { public void parameterModifikation(Object[] paramter) { parameter[0] = "Neue Referenz"; } public static void main (String[] args) { Objcet parameter[] = new Object[1]; parameter[0] = "Zu modifizierender Parameter." Test test = new Test(); System.out.println(parameter[0]); test.parameterModifikation(parameter); System.out.println(parameter[0]); } } Das Beispielprogramm liefert folgende Ausgabe: Zu modifizierender Parameter Neue Referenz 3.1.14. Wie erzeuge ich eine tiefe Kopie eines Objektes mit möglichst wenig Aufwand? Autor: Markus Reitz Autor: Ingo R. Homann ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Weist man einer Objektvariablen eine andere zu, so wird nur die Referenz kopiert und beide Objektvariablen können das Objekt modifizieren und diese Modifikation auch sehen. Dies ist das Standardverhalten von Java. Durch clone() wird z.B. eine flache Kopie von dem Vector angelegt, d.h. z.B. das Hinzufügen eines neuen Elements in die Kopie des Vektors ist im Original-Vector nicht sichtbar. Die enthaltenen Objekte jedoch werden *nicht* mitkopiert, d.h. Änderungen an den enthaltenen Objekten sind in beiden Vectoren sichtbar. Wenn wirklich alles - also auch die enthaltenen Objekte und die rekursiv darin enthaltenen Objekte - kopiert werden soll, dann braucht man eine sog. tiefe Kopie. Ein sehr eleganter Weg, eine tiefe Kopie eines Objektes zu erzeugen, verwendet den Serialisierungs-Mechanismus. Objekte, die man mit diesem Verfahren kopieren möchte, müssen also das Interface Serializable implementieren. import java.io.ByteArrayOutputStream; import java.io.ByteArrayInputStream; import java.io.ObjectOutputStream; import java.io.ObjectInputStream; import java.io.IOException; public class TiefeKopie { public static Object kopiere(Object einObjekt) throws IOException { ByteArrayOutputStream baos = new ByteArrayOutputStream(); ObjectOutputStream oos = new ObjectOutputStream(baos); oos.write(einObjekt); ByteArrayInputStream bais = new ByteArrayInputStream(baos.toByteArray()); ObjectInputStream ois = new ObjectInputStream(bais); return ois.readObject(); } } Zuerst werden zwei Ausgabeströme angelegt: Ein Byte-Strom und ein Object-Strom. Der Byte-Strom wird hinter den Object-Strom geschaltet und das zu kopierende Objekt wird auf dem Object-Strom ausgegeben und durch die Verknüpfung der beiden Ströme schließlich in den Byte-Strom geschrieben. Dieser Byte-Strom wird dann mit einem zweiten Strom wieder eingelesen und mit einem weiteren Object-Strom wird aus den einzelnen Bytes wieder ein Objekt rekonstruiert. Die Ausgabe des Object-Stroms ist dann das kopierte Objekt. Die Anwendung der Klasse zeigt folgendes Codefragment: public class Test { public static void main(String[] args) { int einArray[] = {56, 42, 67, 90, 12, 45}; int tiefeKopieVonEinArray = (int[]) TiefeKopie.kopiere(einArray); } } Ein Array ist in Java nichts weiteres als ein Objekt und implementiert auch das Serializeable-Interface, weshalb das obige Kopierverfahren problemlos greifen kann. Anmerkung: Bei komplexen Objekten, die viele Referenzen auf andere Objekte besitzen schlägt das Verfahren meist fehl. Der Serialisierungsmechanismus verwendet Rekursion, um alle referenzierten Objekte zu speichern. Wird auf Objekte referenziert, die wieder auf Objekte referenzieren usw. kann es geschehen, daß der Stack-Speicher für die Rekursion überläuft. Diese elegante Methode der tiefen Kopie kann also nur bei einfachen Objekten angewendet werden. In Sachen Performance liegt diese Lösung jedoch um einiges hinter der klassischen Lösung alle Elemente einzeln zu kopieren. Dessen sollte man sich klar sein, wenn man diese Lösung einsetzt. 3.1.15. Wie kann ich in Java eine dem Programmierer unbekannt Anzahl gleichartiger Objekte erzeugen und ihnen passende Namen zuweisen, also label1, label2 usw.? Autor: Michael Paap, Christian Kaufhold ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das ist in dieser Form nicht sinnvoll. Die bessere Lösung besteht in der Verwendung eines Arrays. In Java kann die Größe eines Arrays bei seiner Erzeugung zur Laufzeit (einmalig!) festgelegt werden. Ein Zugriff auf die einzelnen Objekte erfolgt dann über den Arrayindex: // Deklaration Label[] myLabels; ... // Erzeugung und Initalisierung zur Laufzeit int anzahl = 10; myLabels = new Label[anzahl]; for (int i = 0; i < myLabels.length; i++) { myLabels[i] = new Label("Label Nr. " + i); } // Verwendung myLabel[3].setBackground(Color.red); 3.1.16. Wie kann ich den Typ enum aus C++ in Java umsetzen? Autor: Markus Reitz, Uwe Günther, Ulf Jährig ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ C++ bietet einen sogenannten Enumerationstyp. Eine Variable eines solchen Typs kann nur definierte Werte annehmen, die mit symbolischen Namen bezeichnet werden. Folgende Enumeration könnte zum Beispiel für eine Ampel verwendet werden: enum Ampel {ROT, GELB, GRUEN}; Java bietet diesen Typ nicht, kann diesen aber recht einfach mit einem Interface nachbilden: interface Ampel { public static final int ROT = 1; public static final int GELB = 2; public static final int GRUEN = 3; } Ein C++ Compiler führt automatisch die Zuordnung von Variablennamen zu eindeutigen Zahlenwerten durch, in Java muß der Programmierer diesen Prozeß erledigen. Die Verwendung differiert zwischen Java und C++: Ampel eineVariable = ROT; // Das ist C++ int eineVariable = Ampel.ROT; // Das ist Java Man erkennt einen großen Nachteil der Java-Version: Da es sich um eine int-Variable handelt, ist es prinzipiell möglich, jeden Wert an diese Variable zuzuweisen, eben nicht nur Werte aus dem Wertebereich rot, gruen und gelb. Im Gegensatz dazu läßt ein C++-Compiler nur Zuweisungen von Symbolen aus dem Enumerationstyp zu. Insofern ist die Nachbildung in Java weniger sicher als das C++-Pendant und sollte daher mit Vorsicht angewendet werden. Sprich sie ist nicht Typsicher! Wie schon oben angesprochen, bietet diese direkte Implementierung den Nachteil, daß sie nicht typsicher ist. Doch es ist recht einfach möglich, mit Java eine typsichere Implementierung zu erhalten: public final class Ampel { private String name; public final int ord; private static int obereGrenze = 0; private Ampel(String name) { this.name = name; this.ord = obereGrenze++; } public String toString() { return this.name; } public static int groesse() { return this.obereGrenze; } public static final Ampel ROT = new Ampel("Rot"); public static final Ampel GELB = new Ampel("Gelb"); public static final Anpel GRUEN = new Ampel("Gruen"); } Besonders interessant ist hier die Kombination von automatischer Zuweisung eines eindeutigen Zahlenwertes mit den Symbolwerten eines Strings. Auf den ersten Blick sieht die Klassendefinition ziemlich kompliziert und unverständlich aus, das Prinzip ist jedoch nicht schwer zu verstehen: - Zuersteinmal ist die Klasse als final deklariert, wodurch verhindert wird, daß von dieser Klasse Ableitungen gebildet werden können. Der Aufzählungstyp kann also - weder absichtlich noch unabsichtlich - durch Vererbung verändert werden. - Der Konstruktor der Klasse ist private, dadurch kann er nur von der Klasse selbst aufgerufen werden. Damit sind die einzigen Instanzen, die von Ampel erzeugt werden können, die, die den public-Variablen der Klassen zugewiesen sind. - Einer Referenz vom Typ Ampel können durch diese Maßnahmen nur die Werte {ROT, GELB, GRUEN} zugewiesen werden, andere Instanzen vom Typ Ampel sind ausgeschlossen, weil sie niemals existieren werden. - Die Überlagerung von toString hat den Zweck, einem das Leben beim Debuggen einfacher zu machen. Will man nun diesen Typ von Enumeration benutzen, so sieht das in etwa wie folgt aus: public class Test { public static void main(String[] args){ Ampel meineAmpel = Ampel.ROT; if (meineAmpel == Ampel.ROT) { System.out.println("Ampel ist " + meineAmpel + ". "); System.out.println("Anhalten!"); } if (meineAmpel == Ampel.GELB) { System.out.println("Ampel ist " + meineAmpel + ". "); System.out.println("Motor starten -oder- Anhalten!"); } if (meineAmpel == Ampel.GRUEN) { System.out.println("Ampel ist " + meineAmpel + ". "); System.out.println("Gib Gas!"); } } } Dieser Typ der Enumeration verwendet also Referenzen und nicht, wie Version 1, int-Werte, die nicht typsicher sind. Durch die Typprüfungsmechanismen von Java wird diese Art von Enumeration vollkommen typsicher und steht dem enum Konstrukt von C++ nun in nichts mehr nach. Wer mehr über dieses Pattern erfahren möchte sei dem sei folgender Link empfohlen: <URL:http://www.javaworld.com/javaworld/jw-07-1997/jw-07-enumerated.html> 3.1.17. Kann man Mehrfachvererbung mit Java simulieren? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Java kennt im Gegensatz zu C++ nicht das Feature der Mehrfachvererbung, eine Klasse kann nur genau einen Vorfahren haben, im Gegensatz zu beliebig vielen bei Mehrfachvererbung. Häufig liest man, daß man die Mehrfachvererbung mit Hilfe von Interfaces nachbilden kann, indem man die Methodenschnittstelle der einzelnen Klassen als Interfaces definiert und diese Interfaces alle gleichzeitig von der fraglichen Klasse implementieren läßt, denn dies ist in Java möglich. Mit Mehrfachvererbung hat dies aber nichts zu tun, wenn man den eigentlichen Sinn und Zweck von Vererbung betrachtet. Vererbung ist eines der möglichen Prinzipien, um die Codewiederverwertung zu garantieren. Code, der in mehreren Klassen benötigt wird, ist nur in der Basisklasse aufgeführt und durch die Vererbung können die Erben auch diesen Code benutzen. Der Code steht also nur an einer Stelle. Bei der oben beschriebenen Nachbildung wird in keiner Weise Code gespart, denn die Methoden der Interfaces müssen ja von der Klasse noch implementiert werden. In diesem Sinne kann man Mehrfachvererbung nicht in Java nachbilden. 3.1.18. Wie realisiere ich eine variable Parameterliste? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Es gibt Anwendungsfälle, in denen es äußerst nützlich wäre, einer Methode eine variable Anzahl an Parametern übergeben zu können. Ein Anwendungsfall wäre eine Klasse beliebig-dimensionaler Vektoren. Ein Konstruktor dieser Klasse müßte die Initialisierung eines Vektors mit bestimmten Werten erlauben und da beliebig-dimensionale Vektoren von dieser Klasse verarbeitet werden, müßte der Konstruktor mit einer variablen Parameteranzahl arbeiten können. Mit einem Trick kann man eine variable Parameterliste realisieren: Man übergibt der Methode ein Array von Referenzen auf die Klasse Object. Da in Java alle Objekte von der Klasse Object abstammen - sie ist quasi die Klasse aller Klassen - kann das Array Referenzen auf beliebige Objekte aufnehmen. Innerhalb der Methode kann dann mit dem length-Feld des Arrays die Anzahl der übergebenen Parameter ermittelt werden. Mit dem instanceof-Operator von Java kann dann der Typ des Objekts ermittelt werden, auf den die Referenzen verweisen und an Hand dieser Informationen kann man dann festlegen, was getan werden soll. Ein Programmfragment verdeutlicht das bisher Gesagte: public class Test { void methodeMitVariablerParameterListe(Object[] parameterList) { //Länge: parameterList.length ===> Anzahl der Parameter //Typ: if (parameterList[i] instanceof <Type>) } } Ein Nachteil ist offensichtlich: Es kann nur genau eine Methode mit variabler Parameterliste geben bzw. innerhalb dieser einen Methode müssen alle Variationen berücksichtigt und implementiert werden, was nicht unbedingt zur Übersichtlichkeit des Programms beiträgt. Ein Aufruf der Methode gestaltet sich nun wie folgt: Test obj = new Test(); obj.methodeMitVariablerParameterListe(new Object[] { paramObject1, paramObject2, ..., paramObjectn }); Will man elementare Datentypen wie double oder int an die Methode übergeben, so muß man die zugehörigen Wrapper-Klassen verwenden, die diese elementaren Datentypen in Klassen einpacken. 3.1.19. Wie realisiere ich eine Methodenauswahl nach den dynamischen Parametertypen? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Java wählt Methoden nach dem statischen Typ der Übergabeobjekte aus. Man kann jedoch eine dynamische Auswahl simulieren, indem man das oben angesprochene Prinzip der variablen Parameter hierauf überträgt. Man prüft die übergebenen Referenzen mit dem instanceof-Operator, der den dynamischen Typ des Parameters liefert. Anhand dieser Informationen kann man dann ein dynamisches Verhalten der Methodenaufrufe realisieren. Auch hier gilt, wie auch schon bei der variablen Parameterliste, daß eine einzige Methode alle Aufrufmöglichkeiten abdecken muß. 3.1.20. Sind Methoden in Java immer virtuell? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In Java sind alle Methoden virtuell, eine Unterscheidung zwischen virtuellen und nicht-virtuellen Methoden wie zum Beispiel in C++, gibt es in Java nicht. Ist es für die Funktionsweise eines Objektes wichtig, daß die vorhandenen Methoden nicht überschrieben werden können - etwa um zu verhindern, daß sich die Funktionalität des Objekts dadurch grundlegend ändern läßt - so muß man entsprechende Methoden mit dem Modifizierer final deklarieren, der ein Überschreiben verhindert. 3.1.21. Ich stosse ab und zu auf den Begriff "Wrapper-Klassen". Könnte mir jemand erklären was das ist? Autor: Stephan Menzel ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eine sehr gute Frage, auf die ich mal mit einem Zitat aus Go to Java 2 antworten moechte, denn sie wird zu selten gestellt: Zitat (Goto Java 2): Zu jedem primitiven Datentyp in Java gibt es eine korrespondierende Wrapper-Klasse. Diese kapselt die primitive Variable in einer objektorientierten Hülle und stellt eine Reihe von Methoden zum Zugriff auf die Variable zur Verfügung. Zwar wird man bei der Programmierung meist die primitiven Typen verwenden, doch gibt es einige Situationen, in denen die Anwendung einer Wrapper-Klasse sinnvoll sein kann. Diese Klassen, wie zum Beispiel "Integer" koennen einem das Leben angenehmer gestalten, wenn man Dinge tun muss, die man mit einfachen ints tun will, aber mangels vorhandener Methoden nicht kann, weil diese Primitiven eben keine richtigen Objekte sind. Zum Beispiel kann Integer (im Gegensatz zu int) Strings nach Zahlen parsen, oder Integers als Binaercode ausgeben oder als Hex oder in andere Zahlentypen umwandeln und vieles mehr. Vielleicht ist es fuer Dich noch interessant zu erfahren, dass diese Wrapper Klassen in der Praxis oftmals nicht instantiiert, sondern ihre Methoden statisch aufgerufen werden. Um zum Beispiel aus dem String "42" das betreffende int zu machen, rufst Du: String zweiundvierzig = new String ("42") ; int answer = Integer.parseInt (zweiundvierzig) ; Das brauchst Du zum Beispiel zum Auswerten von GUI-Zahlenfeldern. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Das Verstaendnis von Wrapperklassen und deren Sinn halte ich naemlich fuer essentiell, wenn man mit OOP beginnt. 3.1.22. Warum ist private nicht privat? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ public class Person { private int kontostand; public Person(int kontostand) { this.kontostand = kontostand; } public void addGehalt(int gehalt) { this.kontostand += gehalt; } public void klauen(Person opfer) { this.kontostand += opfer.kontostand; opfer.kontostand = 0; } public void zeigeKontostand() { System.out.println("Kontostand: " + this.kontostand); } } public class Test { public static void main(String[] args) { //Der Dieb eröffnet ein Konto Person dieb = new Person(10); //Das Opfer eröffnet ein Konto Person opfer = new Person(50000); //Das Opfer bekommt Gehalt opfer.addGehalt(10000); //Der Dieb geht an die Arbeit dieb.klauen(opfer); //Das opfer ist nun pleite!!! opfer.zeigeKontostand(); //Und der Dieb un 60000 Euro reicher. dieb.zeigeKontostand(); } } Wenn man obiges Programm testet, so wird man feststellen, daß es möglich ist, die private-Datenfelder eines Objektes zu manipulieren; diese Daten sind also nicht privat im sonst üblichen Sinne. Allerdings ist die Privatsphäre nur für Objekte der gleichen Klasse aufgehoben, Objekte anderer Klassen haben keinen Zugriff auf die private-Daten von Objekten anderer Klassen. Damit ist obige Möglichkeit nicht weiter tragisch, denn der Entwickler der Klasse kann eine wie oben gezeigte Möglichkeit wirksam unterbinden. Wenn er dies nicht tut, so ist die Schuld bei ihm zu suchen, denn nur der Entwickler allein ist für das Verhalten der Klassen zuständig und nur der Entwickler muß solche Möglichkeiten durch das Design ausschließen. Die private-Deklaration ist damit als Deklaration der Privatsphäre gegenüber Objekten anderer Klassen zu sehen, zwischen Objekten der gleichen Klasse herrscht ein freundschaftliches Verhältnis, sie dürfen sich gegenseitig in die Daten schauen. 3.2. [STRING] - Fragen die unmittelbar mit Strings zu tun haben. ---------------------------------------------------------------- 3.2.1. Wie vergleiche ich zwei Strings in Java? Autor: Markus Reitz, Martin Erren ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Problem: Man versucht zwei Strings in der Form if(stringEins == stringZwei) { System.out.println("stringEins und stringZwei sind gleich."); } zu vergleichen und erhält alles andere als ein richtiges Ergebnis. Der Grund ist der, daß mit dem "=="-Operator nur die beiden Referenzen miteinander verglichen werden, nicht jedoch die Objekte. Man erhält deshalb womöglich auch bei zwei gleichen Strings das Ergebnis, daß sie verschieden sind. Für den inhaltlichen Vergleich, nicht nur von Strings, sondern allgemein von Objekten, wird in Java die Methode equals(Object obj) verwendet, die nicht immer nur Referenzen, sondern je nach Klasse auch die Inhalte (sprich ihre Daten) vergleicht. Obige Abfrage müßte also if(stringEins.equals(stringZwei)) { System.out.println("stringEins und stringZwei sind gleich."); } lauten, damit das gemacht wird, was eigentlich gewünscht ist. Im Zusammenhang mit Strings ist noch eine Besonderheit zu erwähnen: if ("Java".equals(stringZwei)) { System.out.println("stringZwei ist gleich zu Java."); } ist zulässig, der Compiler erzeugt aus der Zeichenkette automatisch ein String-Objekt; man muß also nicht zuerst ein Objekt anlegen und den String Java dort speichern. 3.2.2. Wie wandle ich einen String in einen Integer? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Klassen können Methoden besitzen, die die Konvertierung eines Objekts dieser Klasse in ein Objekt einer anderen Klasse übernehmen. Zu dem elementaren Java-Datentyp int gibt es eine sogenannte Wrapper-Klasse Integer, die den elementaren Datentyp in einer Klasse kapselt .Diese Klasse stellt eine Methode (in diesem Fall eine Klassenmethode) zur Verfügung, die das Gewünschte leistet: public class Test { public static void main (String[] params) { String stringMitZahl = "50"; int zahl = 0; try { zahl = Integer.parseInt(stringMitZahl); } catch (NumberFormatException e) { e.printStackTrace(); } zahl = zahl + 10; System.out.println("Die Variable zahl = " + zahl); } } 3.2.3. Wie wandle ich einen Integer in einen String um? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dieses Problem ist genau das Gegenteil des vorherigen. Wie die Klasse Integer, so besitzt auch die Klasse String eine Methode, die das Problem löst, allerdings heißt die Methode nicht parseString, was man analog schließen könnte, sondern valueOf. public class Test { public static void main (String[] params) { int zahl = 50; String stringMitZahl = String.valueOf(zahl); System.out.println("Die Variable stringMitZahl = " + stringMitZahl); } } 3.2.4. Wie wandle ich einen Integer in einen HexString um? Autor: Uwe Günther ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das Problem ist ähnlich wie das Konvertieren von einem Integer in einen String. Wie die Klasse String die Klassenmethode valueOf besitzt, um einen String zu erzeugen, so besitzt die Klasse Integer die Klassenmethode toHexString(int i). public class Test { public static void main (String[] params) { int zahl = 50; String stringAlsHex = Integer.toHexString(zahl); System.out.println("Die Variable stringAlsHex = " + stringAlsHex); } } Der Nachteil der Integer.toHexString(int i) Methode ist, dass sie alle führenden Nullen einer Hex-Repräsentation abschneidet. 3.2.5. Wie kann ich eine Zahl formatieren und wie lege ich die Anzahl der Nachkommastellen fest? Autor: Karsten Schulz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das kann die Klasse java.text.NumberFormat und deren Abkömmlinge erledigen. Beispiel: import java.text.DecimalFormat; public class Zahl { public static void main(String[] args) { double betrag = 1000d/3d; // -> 333.333333... DecimalFormat df = new DecimalFormat("#.##"); System.out.println(df.format(betrag)); df = new DecimalFormat("#.## DM"); System.out.println(df.format(betrag)); df = new DecimalFormat("0000.0000"); System.out.println(df.format(betrag)); } } Die Ausgabe des Programms sind formatierte Dezimalzahlen: 333,33 333,33 DM 0333,3333 In der API-Dokumentation der Klassen java.text.Decimalformat und java.text.NumberFormat werden alle weiteren Formatierungsoptionen erläutert. Falls die Umwandlungen von double nach String zeitkritisch durchgeführt werden müssen, lohnt sich ein Blick auf <URL:http://www.onjava.com/pub/a/onjava/2000/12/15/formatting_doubles.html> Dort erklärt Jack Shirazi (Autor des Buches "Java Perfomance Tuning") andere Konvertierungsmethoden. 3.2.6. Wie kann ich ein Datum formatieren? Autor: Karsten Schulz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das machen andere für Dich,... Benutze einfach die Klassen DateFormat aus dem package java.text. Folgendes Beispiel zeigt Dir die Anwendung der SimpleDateFormat-Klasse: import java.util.Date; import java.text.SimpleDateFormat; public class Datum { public static void main(String[] args) { SimpleDateFormat sd = new SimpleDateFormat("yyyy-MM-dd"); System.out.println(sd.format(new Date())); sd.applyPattern("dd.MM.yyyy"); System.out.println(sd.format(new Date())); } } Die Ausgabe des Programms sind formatierte Datümer: 2000-12-24 24.12.2000 In der API-Dokumentation zur Klasse java.text.SimpleDateFormat sind die Kürzel der verschiedenen Datumskomponenten für Tag, Monat, usw. aufgeführt. 3.2.7. Wie kann ich in einem String oder StringBuffer mehrere Zeichen suchen und ersetzen? Autor: Martin Erren ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mit String String#replace(char,char) kann ich nur einzelne Zeichen suchen und mit StringBuffer replace(int,int,String) nur ersetzen aber nicht suchen. Lösung: Eine gute Hausaufgabe. Was man hier braucht, ist eine Kombination von int String#indexOf(String,int), String String#substring(int,int) mit einem neu aufzubauenden StringBuffer. bzw. int StringBuffer#indexOf(String,int) StringBuffer#replace(int,int,String) Die folgende Lösung ist eine unter vielen und ersetzt alle Vorkommen von "search" in "source" mit "replace": public static String replaceAll(String source, String search, String replace) { if(search.equals(replace)) { return source; //kann ja sein, dass wir nichts tun müssen } StringBuffer result = new StringBuffer(); int len = search.length(); if(len == 0) { return source; //verhindert Endlosschleife bei search.equals(""); } int pos = 0; //position int nPos; //next position do { nPos = source.indexOf(search, pos); if(nPos != -1) { //gefunden result.append(source.substring(pos, nPos)); result.append(replace); pos = nPos+len; } else { //nicht gefunden result.append(source.substring(pos)); //letzter abschnitt } } while(nPos!= -1); return result.toString(); } Da sowas praktisch überall gebraucht wird, gibt es unzählige Bibliothek(chen) im Netz, die so etwas anbieten, z.B. <URL:http://ostermiller.org/utils/StringHelper.java.html> BTW: Der Link muss as den 3 Zeilen zusammen gestzt werden! [...vielleicht noch mehr und geeignetere Adressen...] 3.2.8. Gibt es reguläre Ausdrücke in Java (regular expressions)? Autor: Karsten Schulz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ja, natürlich. Bis zum J2SDK 1.4 muss man, um reguläre Ausdrücke in Java zu benutzen, auf externe packages zurückgreifen. Eines der ausgereiftesten ist das Regexp-Paket aus dem Jakarta-Projekt: http://jakarta.apache.org/regexp/index.html Ab dem J2SDK 1.4 wird es jedoch ein package java.util.regex geben, das somit die Möglichkeit zur Benutzung der regulären Ausdrücke direkt in die Klassenhierarchie einbaut. Nachfolgend ein Beispiel für die Nutzung dieses packages (Achtung: funktioniert nur ab J2SDK 1.4 aufwärts!). Das Beispielprogramm zeigt, wie in der Stringvariablen 'input' nach einem Muster (Pattern) gesucht wird, das auf einer Ziffer, mindestens einem Buchstaben und einer weiteren Ziffer besteht: import java.util.regex.Matcher; import java.util.regex.Pattern; public class PatternTest { public static void main(String[] args) { String input = "Test für Regex Ausdrücke 1xxx2 n444n."; Pattern p = Pattern.compile("\\d\\D+\\d"); // Muster: Ziffer, mind. ein Buchstabe, Ziffer Matcher m = p.matcher(input); if (m.find()) { System.out.println("Muster an Pos. " + m.start()); System.out.println("Muster ist: " + m.group()); } else { System.out.println("Muster nicht gefunden"); } } } Die Ausgabe dieses Programms ist: Muster an Pos. 25 Muster ist: 1xxx2 Weitere Infos in der API-Dokumentation zu java.util.regex. 3.3. [IO] - Frage bezüglich Eingabe/Ausgabe, Streams, etc. in Java. ------------------------------------------------------------------- 3.3.1. Verlangsamt Serialisierung mein Programm? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Java bietet mit dem Mechanismus der Serialisierung auf einfache Weise die Möglichkeit, den aktuellen Zustand des Objekts auf einem Datenträger, das Netz oder sonst wohin über einen Stream zu sichern. Der verwendete Mechanismus ist relativ kompliziert, damit auch alle auftretenden Möglichkeiten korrekt behandelt werden können. Sind die Daten der Objekte sehr groß, so empfiehlt es sich, eigene Prozeduren zur Speicherung zu entwickeln, die dann nicht mehr allgemeingültig, aber auf die aktuelle Verwendung angepaßt und damit schneller sind. 3.3.2. Wie kann ich rekursiv einen Verzeichnisbaum abarbeiten? Autor: Marco Schmidt ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In java.io.File befinden sich die dazu benötigte Funktionalität. Mit list() läßt man sich ein Array mit allen Dateinamen geben, mit isDirectory() läßt sich prüfen, ob es sich bei dem File-Objekt um ein Verzeichnis handelt. Indem man nun rekursiv in Unterverzeichnisse absteigt, kann man so einen kompletten Verzeichnisbaum abarbeiten. Hier ein Beispielprogramm (scantree.java): import java.io.File; public class scantree { public static void main(String[] args) { // Programm muss einen Verzeichnisnamen als Parameter haben File dir = new File(args[0]); scan(dir); } public static void scan(File dir) { // Liste aller Dateien und Unterverzeichnisse holen String[] entries = dir.list(); if (entries == null || entries.length < 1) { return; } for (int i = 0; i < entries.length; i++) { File entry = new File(dir, entries[i]); if (entry.isDirectory()) { scan(entry); // rekursiv ins Unterverzeichnis verzweigen } else { // entry ist eine Datei System.out.println(entry); } } } } 3.3.3. Wie kann ich aus Dateien zeilenweise lesen? Autor: Markus Reitz ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Generell nutzt man für die Datei-Operationen einen Buffered Reader oder eine Klasse, die von dieser abstammt. Diese Klasse besitzt dann die Methode readLine(), die eine Zeile aus der Datei ausliest und diese Zeile als einen String zurückgibt. Zu beachten ist, daß bei Erreichen des Dateiendes kein leerer String, sondern eine Nullreferenz zurückgegeben wird. Ein Programm, daß aus einer Datei zeilenweise liest, sieht in Java wie folgt aus: import java.io.*; public class ZeilenWeiseLesen { public static void main(String[] args) { try { String zeile; //Wir lesen aus "eingabe.txt". File eingabeDatei = new File("eingabe.txt"); FileReader eingabeStrom = new FileReader(eingabeDatei); BufferedReader eingabe = new BufferedReader(eingabeStrom); while ((zeile = eingabe.readLine()) != null) { System.out.println(zeile); } } catch (IOException e) { e.printStackTrace(); } } } 3.3.4. Wie kann ich Exponentialzahlen (z.B. 1.09E+008) aus einer Datei lesen? Autor: Wolfram Rühaak ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mit Java führt folgendes Verfahren zum Ziel: Lies die Daten als Strings ein und wandel sie mittels Double.valueOf(my_string).doubleValue() in einen double Wert um. Das StreamTokenizer keine Exponentialzahlen kennt hat von Sun Bug Status bekommen (obgleich der StreamTokenizer so arbeitet wie angegeben): * BugId: #4079180 Synopsis: java.io.StreamTokenizer: Add ability to read full Java floating-point syntax Der Sun Workaround soll wohl ein: public void parseExponentialNumbers(boolean flag) sein. Beispiel: import java.io.*; import java.util.Vector; /** * @author Wolfram Rühaak * Beispielcode, der zeigt wie man Zahlen aus einer Datei liest. * Die Datei darf in diesem Fall nur Zahlen enthalten, getrennt durch * Tabulator oder Space. * Die Anzahl von Spalten/Zeilen ist nicht vorgegeben. * Um *.cvs Kompatibilät zu erhalten kann man als whitespaceChars * noch ',' und ';' hinzufügen. */ public class ReadExponential { int ni; // Anzahl Zeilen int nj; // Anzahl Spalten private ReadExponential(String Filename) { int i=0; int j=0; Vector v2 = new Vector(); try { FileInputStream fis = new FileInputStream(Filename); BufferedReader r = new BufferedReader(new InputStreamReader(fis)); StreamTokenizer st = new StreamTokenizer(r); /* * Nachfolgendes Code-Fragment von: * Mark Gritter (mgritter@pup16.stanford.edu) * Betrifft:Re: This is easy in C++ (asking for help) * Newsgroups:comp.lang.java.programmer * Datum:1997/11/07 */ st.resetSyntax(); st.whitespaceChars(' ', ' '); st.whitespaceChars('\n', '\n'); st.wordChars('0','9'); st.wordChars('e','e'); st.wordChars('E','E'); st.wordChars('.','.'); st.wordChars('+','+'); st.wordChars('-','-'); /* Ende Code-Fragment */ st.eolIsSignificant(true); try { while(st.nextToken() != st.TT_EOF) { String s1 = st.sval; if(s1!=null) { // Wert in Vector schreiben v2.addElement(s1); // Anzahl von Zeilen i=st.lineno(); } } } catch(IOException ioe) {} } catch (FileNotFoundException fnfe) {} ni = i - 1; nj = ((v2.size())/(ni+1))-1; // Anzahl von Spalten berechnen double[][] dAllValues = new double [ni+1][nj+1]; int k=0; for(i = 0;i <= ni; i++) { for(j = 0;j <= nj; j++) { Object f = v2.elementAt(k); // Vector in String s = f.toString(); // Array umspeichern /* * Double.valueOf(String s) kann jeden numerischen Wert * von String nach double umwandeln */ dAllValues[i][j] = Double.valueOf(s).doubleValue(); k++; } } } } 3.3.5. Wie kann ich mit Java Dateien kopieren? Autor: Martin Erren, Uwe Günther, Ulf Jährig, Christian Ka